Sichere Energieversorgung und Perspektiven für die Region schaffen

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Ministerin Reiche besucht die Erdöl-Raffinerie PCK Schwedt Sichere Energieversorgung und Perspektiven für die Region schaffen

Für die Versorgung der Region mit Kraftstoffen und die industrielle Entwicklung in Brandenburg ist der Erdöl-Raffineriestandort in Schwedt zentral. Bundesministerin Reiche hat bei einem Besuch bekräftigt, dass der Bund an der Seite des Standorts steht.

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Ministerin Reiche und Ministerpräsident Woidke im Gespräch mit Mitarbeitern der PCK in Schwedt

Ministerin Reiche und Brandenburgs Ministerpräsident Woidke schafften verlässliche Perspektiven für die Beschäftigten in Schwedt.

Foto: picture alliance/BMWE/photothek.de Juliane Sonntag

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche hat gemeinsam mit dem brandenburgischen Ministerpräsidenten Dietmar Woidke den Industriestandort Schwedt im Nordosten Brandenburgs besucht. Im Mittepunkt des Besuchs in der Uckermark standen die Sicherung der Energieversorgung, die Verlängerung der Beschäftigungssicherung in der PCK Raffinerie Schwedt und neue Investitionsimpulse für die industrielle Entwicklung in der Region.

Ministerin Reiche und Ministerpräsident Woidke überreichten einen symbolischen Förderbescheid in Höhe von rund 350 Millionen Euro für ein Joint Venture zur Herstellung synthetischer Kraftstoffe auf Basis von grünem Wasserstoff und biogenem Kohlendioxid. Zudem gaben sie eine erneute Verlängerung der bestehenden Regelungen zur Beschäftigungssicherung der PCK-Raffinerie bis Ende 2026 bekannt und schafften so verlässliche Perspektiven für die Beschäftigten in Schwedt.

Perspektive und Sicherheit für den Standort

Ministerin Reiche betonte, dass Bund und Land an der Seite des Standorts stehen. Die Verlängerung der Beschäftigungssicherheit gebe „Perspektive und Sicherheit“. Das Ziel sei, Schwedt langfristig zu stärken, industrielle Wertschöpfung zu sichern und neue Perspektiven für die Region zu schaffen.

Ministerpräsident Woidke unterstrich, dass die PCK ein zentraler Pfeiler der Versorgungssicherheit und ein strukturbestimmendes Unternehmen für Ostdeutschland sei – und “weiter und dauerhaft bleiben“ werde. Von dem Treffen gehe das Signal aus: „Wir lassen die Region nicht im Stich.“

Keine Engpässe in der Versorgung

Seit einigen Jahren steht die Raffinerie unter anderem wegen der geopolitischen Situation infolge des russischen Überfalls auf die Ukraine vor erheblichen Herausforderungen. Zuletzt hatte Kasachstan mitgeteilt, dass es kein Öl mehr über die Druschba-Pipeline liefern wird. Diese Pipeline beliefert auch die Raffinerie in Schwedt. 

Ministerin Reiche sagte dazu, dass die Bundesregierung in guten Gesprächen mit der polnischen Regierung zu alternativen Bezugswegen sei. Bislang habe die PCK den Wegfall der kasachischen Lieferungen gut verkraftet. Die Versorgungssicherheit mit Mineralölprodukten ist in Deutschland insgesamt nicht gefährdet. 

Nachhaltige Kraftstoffe für die Luftfahrt

Bei dem Förderbescheid, den Ministerin Reiche und Ministerpräsident Woidke überreichten haben, geht es insbesondere um die die Produktion von nachhaltigem Flugkraftstoff (eSAF). Das Projekt ist ein wichtiger Schritt zur Dekarbonisierung der europäischen Luftfahrt und stärkt den Aufbau regionaler Kraftstoffversorgungsketten.

Konkret gefördert wird das Projekt „Brandenburg" eSAF" – ein Joint Venture von ENERTRAG SE und Zaffra B.V . Das Ziel ist die Herstellung synthetischer Kraftstoffe auf Basis von grünem Wasserstoff und biogenem Kohlendioxid. Mit einer ab 2030 avisierten Produktion von rund 30.000 Tonnen handelt es sich dabei um das derzeit größte Vorhaben zur Produktion von synthetischen Kraftstoffen in Deutschland.

Die PCK Raffinerie Schwedt an der Oder ist ein zentrales Erdölverarbeitungswerk in Ostdeutschland. Sie beschäftigt mehr als 1.000 Menschen und ist für die Versorgung der Region mit Kraftstoffen zentral. Auf dem Gelände der Raffinerie sind zahlreiche weitere Unternehmen angesiedelt.