Das tut die Bundesregierung für die Raumfahrt

02:16

Video Reise zum Mond: Ohne uns könnte diese Mission nicht stattfinden

Wie fördert die Bundesregierung die Raumfahrt?

Raumfahrt gilt als wichtige Schlüsseltechnologie. Die Bundesregierung verfolgt deshalb das Ziel, deutsche Spitzenpositionen in diesem Bereich auszubauen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ist für die Luft- und Raumfahrtforschung sowie die Luft- und Raumfahrtpolitik der Bundesregierung federführend zuständig. Mit mehr als eine Milliarde Euro pro Jahr fördert das Ministerium die Raumfahrt und die Raumfahrtforschung.

Nach Frankreich ist Deutschland die zweitgrößte europäische Raumfahrtnation. Deutsche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten in nationalen, internationalen und europäischen Gremien in der Luft- und Raumfahrt.

Im Zuge der Hightech-Strategie hat die Bundesregierung 14 Milliarden Euro investiert – auch in die Raumfahrt.

Vier Säulen sind für die Umsetzung der deutschen Raumfahrtpolitik entscheidend: Die Beteiligung an europäischen Programmen, vor allem der ESA. Außerdem das nationale Weltraumprogramm sowie die Raumfahrtforschung im Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrum (DLR). Schließlich die Beteiligung an EU-Programmen wie zum Beispiel Galileo.

Was ist das DLR?

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist das Forschungszentrum der Bundesrepublik Deutschland für Luft- und Raumfahrt. Im Auftrag der Bundesregierung ist die Deutsche Raumfahrtagentur im DLR für die Umsetzung und die Planung deutscher Raumfahrtaktivitäten zuständig.

In 55 Instituten und Einrichtungen entwickeln die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des DLR Lösungen für verschiedene Herausforderungen, unter anderem in den Bereichen des Klimas, der Mobilität und Technologie. Eine nachhaltige Zukunft zu schaffen ist die gemeinsame Mission der 10.000 Mitarbeitenden. Außerdem trägt das DLR dazu bei, den Wissens- und Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken. Es handelt ist bei dem DLR um die größte Forschungseinrichtung für Luftfahrt in Europa.

Die Bundesregierung stellt dabei dem DLR jährlich Fördermittel in Höhe von 627 Millionen Euro (Stand: 2019) zur Verfügung. Allein für den Bereich der Raumfahrt sind 271 Millionen Euro vorgesehen. Und im  Rahmen der Hightech-Strategie hat die Bundesregierung über das Bundesforschungsministerium rund 14 Milliarden Euro investiert – ein Teil davon geht auch in die Raumfahrtforschung.

Was ist die ESA

Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) ist eine gesamteuropäische Weltraumorganisation. Seit 1975 bündeln die 22 Mitgliedsstaaten ihre Ressourcen und fördern so die wirtschaftlichen sowie wissenschaftlichen Interessen der europäischen Staaten im Weltraum.

Ausgebildet werden die Astronautinnen und Astronauten der ESA im Europäischen Astronautenzentrum (EAC). Hier werden künftige Astronautinnen und Astronauten ausgewählt, ausgebildet und betreut.

Was ist die ISS?

Sie gilt als ein „Außenposten“ der Menschheit im All: Die Internationale Raumstation ISS. Als fliegendes Labor bietet die ISS die Möglichkeit im Weltraum zu Forschen. Betrieben wird die ISS von den USA, Kanada, Japan, Russland und den Mitgliedsstaaten der ESA. Dabei ist Deutschland der größte Beitragszahler des ESA-Programms zum Betrieb der ISS.

Die ISS - International-Space-Station.

Die International-Space-Station, kurz ISS, ist ein „Außenposten“ der Menschheit im All.

Foto: NASA

Welche Projekte/ Missionen stehen gerade im Fokus? Mondmission?

20. Juli: Jahrestag der 1. Mondlandung

Am 20. Juli 1969 betraten zum ersten Mal Menschen den Mond. Neil Armstrong ging als erster Mensch auf dem Mond in die Geschichtsbücher ein. Gemeinsam mit Edwin Aldrin und Michael Collins trat er die Reise zum Mond mit der Apollo 11 an. Armstrongs Satz „Dies ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit“ ist fast so berühmt geworden, wie die Astronauten selbst.

Der deutsche ESA-Astronaut Matthias Maurer

Der deutsche ESA-Astronaut Matthias Maurer bricht im Herbst ins All auf.

Foto: picture alliance/dpa/Federico Gambarini

Matthias Maurer: Der nächste Deutsche im All

Dr. Matthias Maurer wurde im Saarland, genauer in St. Wendel, am 18. März 1970 geboren. Seine Astronauten-Grundausbildung hat er 2018 abgeschlossen und seit 2015 ist er Mitglied des Europäischen Astronautenkorps in Köln. Ende 2020 wurde Matthias Maurer für seine erste Mission zur ISS ausgewählt, damit wird er als zweiter ESA-Astronaut mit der NASA im Rahmen des Commercial-Crew-Programs fliegen.

Schlagwörter