„Großes Potenzial an Gemeinsamkeiten“

  • Bundesregierung | Startseite
  • Bundeskanzler

  • Schwerpunkte 

  • Bundesregierung

  • Aktuelles

  • Mediathek 

  • Service   

Pressekonferenz des Bundeskanzlers in Abu Dhabi „Großes Potenzial an Gemeinsamkeiten“

Seine Reise an den Golf war möglicherweise eine der wichtigsten der vergangenen Monate – das sagte Bundeskanzler Merz bei seinem Besuch in Abu Dhabi. Das Potenzial sei groß im Hinblick auf Investitionen in Deutschland und auf deutsche Investitionen in der Region.

7 Min. Lesedauer

  • Mitschrift Pressekonferenz
  • Freitag, 6. Februar 2026
Auf dem Foto zu sehen ist Bundeskanzler Friedrich Merz beim Abgeben eines Statements in Abu Dhabi.

Er erkenne ein immer größer werdendes Potenzial an Gemeinsamkeiten, sagte der Kanzler bei seinem Besuch.

Foto: Bundesregierung/Guido Bergmann

„Deutschland hat hier ein sehr hohes Ansehen, auch weil wir ein guter Investitionsstandort sind“, sagte Bundeskanzler Friedrich Merz in Abu Dhabi. Es seien stark ansteigende Investitionszahlen und eine deutlich steigende Auftragslage in vielen Unternehmen zu sehen. Zum Abschluss seiner Reise an den Golf traf der Bundeskanzler den Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Mohammed bin Zayed. Wie schon zuvor die Gespräche in Saudi-Arabien und Katar, habe auch sein Besuch in Abu Dhabi ermutigende Signale und ein großes Potenzial für die Zusammenarbeit gezeigt.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Bilaterale Beziehungen: Was in einer Welt großer Unsicherheiten vor allem gesucht werde, sei Verlässlichkeit in den bilateralen Beziehungen, so Bundeskanzler Merz. „Das kann ich aus Deutschland anbieten.“ Es werde sehr stark auf Deutschland geschaut – und das Land sei bereit, gemeinsam mit den europäischen Partnern Führung in der Europäischen Union zu übernehmen.
  • Wirtschaftliche Zusammenarbeit: Der Bundeskanzler wies in Abu Dhabi darauf hin, dass Deutschland bereit sei, auch außenwirtschaftspolitisch enger zusammenzuarbeiten – bis hin zu einem möglichen Freihandelsabkommen mit den VAE. Die Verhandlungen dazu würden stattfinden.
  • Stabilität in der Region und darüber hinaus: Mit Präsident bin Zayed sprach der Bundeskanzler ausführlich über die Gespräche zwischen Russland, der Ukraine und den USA in Abu Dhabi und legte ihm seine persönliche Sicht der Dinge dar. Zudem waren Iran, Sudan und Jemen Thema, wo die Emirate ebenfalls eine wichtige Rolle spielen würden. 

Sehen Sie hier das Pressestatement im Video: 

04:01

Video Statement des Kanzlers in Abu Dhabi

Lesen Sie hier die Mitschrift der Pressekonferenz:

Bundeskanzler Friedrich Merz:

Meine Damen und Herren, vielen Dank für Ihr Interesse! Ich freue mich, dass ich die vorletzte Station meines Besuches beim Unternehmen ADNOC machen kann, nachdem ich gerade eben ein sehr ausführliches, langes, sehr gutes Treffen mit dem Präsidenten hatte. Ich muss sagen, dass es für mich ein eindrucksvoller Besuch ist, auch auf der dritten Station meiner Reise in die Golfstaaten nach den ersten beiden Stationen, jetzt heute in Abu Dhabi.

Ich bekomme hier auch Eindrücke über Deutschland wiedergegeben, die mich persönlich sehr optimistisch stimmen, die mir auch zeigen, welches große Potenzial wir in Deutschland haben, auch im Hinblick auf ausländische Investitionen in Deutschland, aber auch deutsche Investitionen in diesem Teil der Welt. Deutschland hat hier ein sehr hohes Ansehen, auch weil wir ein guter Investitionsstandort sind.

Wir sehen es mittlerweile in den Zahlen, die, offen gestanden, auch mich etwas überraschen, nämlich damit, dass wir über den Jahreswechsel 2025/2026 so stark ansteigende Investitionszahlen, aber auch eine so deutlich steigende Auftragslage in sehr vielen Unternehmen sehen. Das sind Zahlen, die mich freuen, die mich aber auch gleichzeitig ermutigen und ermuntern, auf diesem Weg der Reformen und der Veränderungen der Bedingungen für Investitionen, der Bedingungen für Arbeitsplätze in Deutschland weiterzugehen. Wir sind noch längst nicht dort, wo wir hinwollen, aber wir sind auf einem richtigen Weg. Das ist, muss ich sagen, für mich auch eine Bestätigung aus diesen Gesprächen hier, die ich in Riad in Saudi-Arabien geführt habe, aber auch in Doha im Land Katar und heute in diesem Land hier, in den Vereinigten Arabischen Emiraten, in Abu Dhabi. Das sind ermutigende Signale, und das zeigt mir, welches große Potenzial wir haben. Es wird sehr stark auf Deutschland geschaut, und es wird von Deutschland erwartet, dass wir auch ein gehöriges Maß an Führung in der Europäischen Union übernehmen. Ich habe von meiner Seite aus in allen Gesprächen gesagt, dass ich zusammen mit den europäischen Partnern dazu bereit bin, dies zu tun.

Was in einer Welt großer Unsicherheiten vor allem gesucht wird, ist Verlässlichkeit, Stetigkeit auch in den bilateralen Beziehungen. Das kann ich aus Deutschland anbieten. Wir sind ein Land, das verlässlich ist. Wir sind ein Land, das bereit ist, auch außenwirtschaftspolitisch enger zusammenzuarbeiten, bis hin zu einem möglichen Freihandelsabkommen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Verhandlungen finden in diesen Staaten statt, auch hier in Abu Dhabi.

In Abu Dhabi finden Gespräche zwischen Russland, der Ukraine und den Vereinigten Staaten von Amerika statt. Ich habe gerade mit dem Präsidenten sehr ausführlich auch darüber gesprochen, ihm unsere, meine persönliche Sicht der Dinge dargelegt, und wir haben zugleich über Iran, Sudan und Jemen gesprochen, wo die Vereinigten Arabischen Emirate ebenfalls eine wichtige Rolle spielen.

Ich erkenne ein immer größer werdendes Potenzial an Gemeinsamkeiten. Aber ich erkenne auch das Potenzial für Frieden, Freiheit und Stabilität, das aus dieser Region heraus in die benachbarten Regionen gegeben werden kann. Insofern, muss ich sagen, schließt sich heute Nachmittag mit diesem Unternehmensbesuch hier und einem weiteren danach ein Besuch für mich ab, der vielleicht sogar zu den wichtigsten Besuchen zählt, die ich in den letzten Monaten gemacht habe, und der auch weitreichende Folgen in der Zusammenarbeit und auch in der wirtschaftlichen Entwicklung unserer beiden Regionen haben wird.