Normandie-Erklärung anlässlich der Feier des 80. Jahrestags des D-Day  

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Normandie-Erklärung anlässlich der Feier des 80. Jahrestags des D-Day

-Übersetzung des englischen Textes-

Bei unserer heutigen Zusammenkunft anlässlich des 80. Jahrestags der Landung alliierter Truppen in der Normandie zum Gedenken an das große Opfer, das all jene erbracht haben, die Europa von Unterdrückung befreiten, erinnern wir uns an die Ideale und Prinzipien, für die sie kämpften. Auch 80 Jahre danach wird unser gesamtes Handeln weiterhin von diesen Prinzipien geleitet, da sie die Grundlage für Frieden und Sicherheit weltweit darstellen. Diese Prinzipien, die in der Charta der Vereinten Nationen verankert sind und seit Unterzeichnung des Nordatlantikvertrags vor 75 Jahren von den NATO-Verbündeten verteidigt werden, sind einmal mehr einem direkten Angriff auf europäischem Boden ausgesetzt. Im Angesicht eines völkerrechtswidrigen Angriffskriegs bekräftigen unsere Länder ihr gemeinsames Festhalten an diesen Grundwerten:

Erstens: Wir unterstützen die territoriale Unversehrtheit souveräner Staaten. Grenzen können nicht gewaltsam verschoben werden.

Zweitens: Wir lehnen die Anwendung von Gewalt als Mittel zur Beilegung von Streitigkeiten ab. Unser Bündnis und unsere Partnerschaften dienen strikt der Verteidigung und bedrohen in keiner Form die Sicherheit eines anderen Staates. Unser gemeinsames Ziel ist der Schutz und die Wahrung des Friedens.

Drittens: Wir respektieren die Freiheit aller Staaten, ihre eigenen Sicherheitsbeziehungen zu wählen, sowie ihr Recht, sich an Bündnissen zu beteiligen oder darauf zu verzichten. Dies ist Ausdruck einzelstaatlicher Souveränität und des Wunsches nach Sicherheit und Stabilität, der uns alle eint.

Viertens: Wir bekennen uns zur Achtung der Menschenrechte und Grundfreiheiten für alle ohne Unterschied, einschließlich der Freiheit des Denkens, des Gewissens, der Religion und der Weltanschauung.

Fünftens: Wir treten für die Rechte aller Völker ein, ihren politischen Status kraft ihres Rechts auf Selbstbestimmung im Einklang mit dem Völkerrecht frei zu bestimmen.

Sechstens: Wir fördern den Zugang aller Menschen zu verlässlichen Nachrichten und Informationen sowie ein offenes, sicheres und geschütztes digitales Informationsumfeld. Der Schutz eines freien, unabhängigen und pluralistischen Journalismus und entsprechender Medien ist für dieses Ziel unabdingbar.

Siebtens: Wir treten für friedlichen wirtschaftlichen Handel, persönliche Beziehungen zwischen den Menschen und internationale Zusammenarbeit ein, um Sicherheit und Wohlstand innerhalb und außerhalb Europas zu fördern.

Diese allgemeinen Prinzipien bilden den Kern unseres gemeinsamen Engagements für Frieden und Sicherheit. Seit dem Zweiten Weltkrieg bilden sie die Grundlage für das Bündnis zwischen den Vereinigten Staaten, Kanada und europäischen Ländern – wie auch für die langjährigen weltweiten Partnerschaften, die geschaffen wurden. Auch heute stehen sie nach wie vor im Zentrum unseres weltweiten Engagements und unseres Bemühens, globale Normen zu stärken, Werte zu fördern und nachhaltige Entwicklung für alle zu unterstützen. Sie leiten uns in unserer unbeirrbaren Entschlossenheit, die Ukraine so lange wie nötig in ihrer Selbstverteidigung gegen den russischen Angriffskrieg zu unterstützen, um den Frieden in Europa wiederherzustellen.

Angesichts der tragischen Mahnung, dass Frieden nicht ewig währt und dass Sicherheit nicht selbstverständlich ist, sind unsere Bemühungen um eine Stärkung unserer kollektiven Verteidigung, Abschreckung und Resilienz nötiger denn je. Wir bekräftigen die zentrale Rolle der NATO für die europäische Sicherheit sowie die Bedeutung einer stärkeren und leistungsfähigeren europäischen Verteidigung, die einen positiven Beitrag zur weltweiten und zur transatlantischen Sicherheit leistet. Wir erkennen an, dass noch mehr getan werden muss.

Als die alliierten Truppen vor 80 Jahren in der Normandie landeten, standen sie erst am Anfang ihres langen, heldenhaften Wegs zum Sieg. Es war ein Sieg der Freiheit und all jener Prinzipien, die wir schätzen, auf denen unsere Weltordnung gegründet wurde und die heute einmal mehr bedroht sind. Im Gedenken an ihren Mut sollten wir auch unserer historischen Pflicht gewahr werden, diese Ideale zu schützen.



Normandy Declaration on the occasion of the commemorations of the 80th anniversary of D-Day

- Englische Originalfassung-

As we gather today on the 80th anniversary of the Normandy landing to commemorate the sacrifice of all those who freed Europe from oppression, we are reminded of the ideals and principles that they fought for. Eighty years on, these ideals continue to guide our every action as they are the foundations of global peace and security. Enshrined in the United Nations Charter, and defended by NATO Allies since the Washington Treaty was signed 75 years ago, these principles are once more under direct attack on European soil. In the face of illegal war of aggression, our countries reaffirm their common adherence to these fundamental values:

First, we support the territorial integrity of sovereign states. Borders cannot be changed by force.

Second, we reject the use of force as a means of settling disputes. Our Alliance and our partnerships are strictly defensive and do not represent any form of threat to the security of another state. Our collective purpose is to safeguard and preserve peace.

Third, we respect the freedom for all states to choose their security relations, and their right to be or not to be a part of alliances. It is the expression of national sovereignty and a desire for security and stability that we all share.

Fourth, we are committed to respect for human rights and fundamental freedoms, including the freedom of thought, conscience, religion or belief, for all without distinction.

Fifth, we uphold the rights of all peoples to freely determine their political status by virtue of their right to self-determination, in accordance with international law.

Sixth, we promote access for all persons to reliable news and information, as well as an open, safe and secure digital information environment. The protection of free, independent and pluralistic journalism and media is essential to this goal.

Seventh, we advocate for peaceful economic exchange, people to people ties, and international cooperation to promote security and prosperity within Europe and beyond.

These universal principles are the core of our collective commitment to peace and security. Since the Second World War they have been the cornerstone of the alliance between the United States, Canada and European countries – and the long-standing global partnerships that were forged. Today, they remain at the heart of our engagement with the wider world, as we strive to foster global norms, promote values, and support sustainable development for all. They guide us in our unwavering determination to support Ukraine to defend itself against the Russian war of aggression, for as long as it takes to restore peace in Europe.

As we are tragically reminded that peace is not eternal and that security is not a given, the efforts to bolster our collective defense, deterrence and resilience are required more than ever. We reaffirm the centrality of NATO to European security as well as the importance of a stronger and more capable European defense that contributes positively to global and transatlantic security. We acknowledge that more remains to be done.

When the allied soldiers landed in Normandy eighty years ago, they were only beginning their long and heroic journey to victory. It was a victory of freedom and of all the principles we hold dear, that founded our very world order, and that are once more threatened today. As we remember their courage, let us also remember our historical duty to protect these ideals.


Déclaration de Normandie à l'occasion des commémorations du 80ème anniversaire du Débarquement

-Französische Originalfassung-

Alors que nous nous réunissons ce jour à l’occasion du 80ème anniversaire du Débarquement de Normandie pour commémorer le sacrifice des femmes et des hommes qui ont libéré l’Europe de l’oppression, souvenons-nous des idéaux et des principes pour lesquels ils se sont battus. Quatre-vingt ans plus tard, ces idéaux continuent de guider chacun de nos actes, car ils constituent les fondements mêmes de la paix et de la sécurité mondiales. Pourtant, ces principes, qui ont été consacrés par la Charte des Nations Unies et sont défendus par nos Alliés au sein de l’OTAN depuis la signature du Traité de l’Atlantique Nord il y a 75 ans, font à nouveau l’objet d’attaques directes sur le sol européen. Face à cette guerre d’agression illégale, nos pays réaffirment leur adhésion commune à ces valeurs fondamentales:

Premièrement, nous soutenons l’intégrité territoriale des États souverains. Les frontières ne peuvent être modifiées par la force.

Deuxièmement, nous rejetons tout recours à la force comme moyen de régler les différends. Notre Alliance et nos partenariats sont de nature strictement défensive et ne représentent en aucun cas une menace à la sécurité d’un autre État. Notre objectif commun est de préserver et de maintenir la paix.

Troisièmement, nous respectons la liberté de tous les États de définir les relations qu’ils souhaitent entretenir en matière de sécurité ainsi que leur droit de faire partie ou non d’alliances.  Il s’agit là d’une expression de la souveraineté nationale et du désir de sécurité et de stabilité que nous partageons tous.

Quatrièmement, nous nous engageons à respecter les droits de l’homme et les libertés fondamentales pour tous, sans distinction, notamment la liberté de pensée, de conscience, de religion ou de croyance.

Cinquièmement, nous défendons le droit de tous les peuples à définir librement leur statut politique en vertu de leur droit à l’autodétermination, conformément au droit international.

Sixièmement, nous prônons l’accès de tous à des nouvelles et à des informations fiables, ainsi qu’à un environnement de l’information numérique ouvert, sûr et sécurisé. Pour atteindre cet objectif, il est essentiel de garantir un journalisme et une presse libres, indépendants et pluralistes.

Septièmement, nous plaidons en faveur d’échanges économiques pacifiques, des liens entre les peuples et de la coopération internationale afin de promouvoir la sécurité et la prospérité en Europe et dans le reste du monde.

Ces principes universels se trouvent au cœur de notre engagement collectif en faveur de la paix et de la sécurité. Ils sont depuis la fin de la Seconde Guerre mondiale la pierre angulaire de l’alliance nouée entre les États-Unis, le Canada et les pays européens, ainsi que des partenariats mondiaux établis de longue date. Aujourd’hui, ils demeurent au cœur de notre action dans le monde, alors que nous nous efforçons de favoriser l’établissement de normes mondiales, de promouvoir des valeurs et de soutenir le développement durable pour tous. Ils nous guident dans la détermination sans faille que nous déployons pour aider l’Ukraine à se défendre contre la guerre d’agression russe, et que nous continuerons de déployer aussi longtemps que nécessaire pour rétablir la paix en Europe.

Alors que les événements nous rappellent de façon dramatique que la paix n’est pas éternelle et que la sécurité n’est pas une évidence, il est plus que jamais nécessaire de redoubler d’efforts pour renforcer notre défense collective, notre capacité de dissuasion et notre résilience. Nous réaffirmons le rôle central que joue l’OTAN dans la sécurité du continent européen et l’importance d’une défense européenne plus solide et plus performante qui contribue activement à la sécurité mondiale et transatlantique. Nous reconnaissons qu’il reste encore beaucoup à faire.

Lorsque les soldats alliés ont débarqué en Normandie il y a de cela 80 ans, ils n’avaient encore fait que quelques pas sur le long et héroïque chemin de la victoire. Cette victoire fut celle de la liberté et de tous les principes qui nous sont chers, qui ont fondé l’ordre mondial et qui sont aujourd’hui une nouvelle fois menacés. Alors que nous rendons hommage à leur courage, souvenons-nous de notre devoir historique de protéger ces idéaux.