Schnelles Laden an Tankstellen

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Im Kabinett beschlossen Schnelles Laden an Tankstellen

Elektromobilität spielt eine zentrale Rolle für den Klimaschutz. Damit sich noch mehr Bürgerinnen und Bürger für ein E-Auto entscheiden, sind rund 8.000 zusätzliche Schnellladepunkte an Tankstellen vorgesehen.

1 Min. Lesedauer

An einer Autobahntankstelle stehen zwei E-Ladesäulen.

Bis 2028 sollen rund 8.000 neue Schnellladepunkte für E-Autos an Tankstellen entstehen – so sieht es ein Kabinettsentwurf vor.

Foto: picture alliance / Jochen Tack

Elektromobilität gilt als ein Schlüssel für mehr Klimaschutz im Verkehr. Damit der Umstieg auf ein E-Fahrzeug klappt, müssen jedoch die Rahmenbedingungen stimmen. Dazu zählt, dass Tankstellenunternehmen neben Benzin und Diesel auch Ladestrom anbieten.

Dafür hat das Kabinett nun eine gesetzliche Verpflichtung beschlossen. Demnach müssen große Tankstellenunternehmen ab dem 1. Januar 2028 jeweils einen Schnellladepunkt mit einer Ladeleistung von mindestens 150 Kilowatt an ihren Tankstellen anbieten. So entstehen rund 8.000 zusätzliche Schnellladepunkte an Tankstellen oder im direkten Umfeld – eine Maßnahme für den flächendeckenden Ausbau der Ladeinfrastruktur und damit für mehr Vertrauen in die Elektromobilität.

Immer mehr öffentliche Ladepunkte

Deutschland macht beim Ausbau der Lademöglichkeiten für E-Fahrzeuge große Fortschritte. Seit dem Amtsantritt der Bundesregierung im Dezember 2021 hat sich die Anzahl der öffentlich zugänglichen Ladepunkte mehr als verdoppelt. Mit dem Deutschlandnetz verfolgt die Bundesregierung das Ziel, möglichst zeitnah eine Basisversorgung mit Schnellladeinfrastruktur aufzubauen, um den Bedarf bis zur Mitte des Jahrzehnts zu decken.

Viele Tankstellen bieten bereits Schnellladepunkte. Allerdings ist das Angebot noch nicht flächendeckend und regional verschieden. Im März 2024 ermöglichten erst rund sieben Prozent der Tankstellen in Deutschland schnelles Laden mit Leistungen von mindestens 150 Kilowatt.

Im Hinblick auf das Ziel von 15 Millionen E-Autos im Jahr 2030 wird sich der Bedarf an Ladeinfrastruktur in Zukunft weiter erhöhen. Deshalb braucht es aus Sicht der Bundesregierung eine gesetzliche Verpflichtung, die das Angebot an Lademöglichkeiten perspektivisch sichert.

Aufbau von gewerblicher Schnellladeinfrastruktur

Die Bundesregierung unterstützt auch Unternehmen dabei, Möglichkeiten für das schnelle Laden von E-Pkws und E-Lkws zu schaffen. Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr setzt ein entsprechendes Förderprogramm fort. Es finanziert gewerblich genutzte Schnellladepunkte sowie die dafür notwendigen Netzanschlüsse. Ab dem 3. Juni 2024 können Unternehmen wieder eine Förderung beantragen.