Kulturstaatsministerin Grütters vergibt Rom-Preis 2016

Die mit dem Rom-Preis verbundenen Stipendien in der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo und Casa Baldi ermöglichen hochbegabten Künstlerinnen und Künstlern, sich durch einen längeren Aufenthalt in Italien künstlerisch weiterzuentwickeln. Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat die Rom-Preise, sowie Stipendien für das Deutsche Studienzentrum in Venedig für das Jahr 2016 vergeben.

  • Pressemitteilung 267
  • Presse- und Informationsamt der Bundesregierung (BPA)

Staatsministerin Monika Grütters betonte: „Italien ist für uns Deutsche der Sehnsuchtsort schlechthin. Für die existenzielle Verbundenheit von Deutschen und Italienern im Geist der Wissenschaft, Forschung, Kunst und Kultur kenne ich wenig emblematischere und überzeugendere Orte als Rom, Venedig oder Florenz. Die aus einer großen Zahl von Bewerbungen ausgewählten Künstlerinnen und Künstler können hier die Wurzeln Europas neu entdecken und in kreativer Freiheit Neues schaffen. Es ist die Kunst, die oft die tragfähigsten Brücken schafft. Ich bin deshalb sehr froh, dass unsere beiden Länder den traditionell starken und vielfältigen kulturellen Austausch lebendig halten. Dazu tragen die von meinem Haus geförderten Einrichtungen in
Italien bei.“

Grütters weiter: „Nirgendwo auf der ganzen Welt unterhalten wir so viele und so vielfältige kulturelle und wissenschaftliche Einrichtungen wie in Italien. Einige davon – die Casa di Goethe, die Villa Massimo, das Deutsche Studienzentrum in Venedig und die Villa Romana in Florenz – werden durch mein Haus betreut. Sie sind hoch angesehene Botschafter deutscher Kultur in Italien und zugleich ein lebendiger Teil des kulturellen Lebens vor Ort.“

Für einen Aufenthalt in der Villa Massimo, dessen Beginn ab 2016 von Januar auf September verlegt wurde, wählte die Villa Massimo-Jury, die sich zusammensetzt aus Fachleuten der Sparten Bildende Kunst, Architektur, Literatur und Musik (Komposition), folgende Künstlerinnen und Künstler als Stipendiaten aus:

Nekazet Ekici, Berlin (Bildende Kunst), Heike Geißler, Leipzig (Literatur), Göran Gnaudschun, Potsdam (Bildende Kunst), Torsten Herrmann, Berlin (Musik), Nina Jäckle, München (Literatur), Anna Kubelik, Berlin (Architektur), Hartmut Lange, Berlin (Literatur), Daniel Roth, Schramberg (Bildende Kunst), Lisa Streich, Köln (Musik).

Für einen Studienaufenthalt im Jahr 2016 in der Deutschen Akademie Rom Casa Baldi wurden ausgewählt:

Daniela Danz, Kranichfeld (Literatur), Johanna Diehl, Berlin (Bildende Kunst), Lucy Fricke, (Berlin) Literatur, Peter Gahn, Düsseldorf (Musik), Antonia Low, Berlin (Bildende Kunst), Sebastian Multerer, München (Architektur), Theodor Schubach, Stuttgart (Musik), Claudia Wieser, Berlin (Bildende Kunst).
Weiter wählte die Villa Massimo-Jury auch die Künstlerstipendiatinnen und Künstlerstipendiaten des Deutschen Studienzentrums in Venedig aus. Für einen Aufenthalt sind im Jahr 2016 vorgesehen:

Carla Åhlander, Berlin (Bildende Kunst), Luc Döbereiner, Berlin (Musik), Carl-Christian Elze, Leipzig (Literatur), Dirk Hennig, Hannover (Bildende Kunst), Inga Kerber, Leipzig (Bildende Kunst), Johanna v. Monkiewitsch, Köln (Bildende Kunst), Marko Nikodijevic, Stuttgart (Musik), Christoph Poschenrieder, München (Literatur).

Außerdem hat die Jury vorgeschlagen, folgenden Künstlerinnen und Künstlern einen Studienaufenthalt in der Cité Internationale des Arts in Paris in den vom Bund erworbenen Ateliers zu ermöglichen:

Louisa Clement, Bonn (Bildende Kunst), Neus Estarellas Calderón, Stuttgart (Musik), Carsten Hennig, Dresden (Musik), Klara Hobza, Berlin (Bildende Kunst), Hannah Hummel, Köln (Bildende Kunst), Falk Messerschmidt, Leipzig (Bildende Kunst).

Die Stipendien für die Cité übernimmt das Land, das die jeweiligen Studiengäste vorgeschlagen hat, während die Stipendien für die Studienaufenthalte in der Villa Massimo, der Casa Baldi und im Studienzentrum in Venedig von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien zur Verfügung gestellt werden.

Mitglieder der Villa Massimo-Jury im Bereich Bildende Kunst waren: Dr. Marion Ackermann, Prof. Dr. Kornelia v. Berswordt-Wallrabe, Dr. Dirk Luckow, Olaf Nicolai und Prof. Dr. Karla Schulz-Hoffmann. In der Sparte Architektur entschieden: Rudolf Finsterwalder, Prof. Regine Leibinger und Prof. Gabriele G. Kiefer. Als Jury-Mitglieder im Bereich Literatur fungierten: Marcel Beyer, Felicitas von Lovenberg und Dr. Sebastian Kleinschmidt. In der Sparte Musik (Komposition) wählten Dr. Charlotte Seither, Prof. Isabel Mundry und Mario Wiegand die Studiengäste aus.

Das Endauswahlverfahren wurde organisatorisch betreut durch die Kulturstiftung der Länder.

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