20 Jahre jugendschutz.net

Jugendschutz – auch im Netz!

Immer früher und selbstverständlicher sind Kinder und Jugendliche im Internet unterwegs. Aber nicht alles dort ist auch für Kinderaugen bestimmt. Um ein sicheres und selbstbestimmtes Aufwachsen im Netz zu ermöglichen, kümmert sich jugendschutz.net seit nunmehr 20 Jahren um den Jugendschutz im Netz.

Zwei Kinder surfen mit einem Laptop im Internet.

Im Internet lauern (auch) Gefahren. Deshalb ist es wichtig, Kinder und Jugendliche zu sensibilisieren.

Foto: mauritius images

Enthauptungen in Großaufnahme, Hassbotschaften, diffamierende Videos: Kinder und Jugendliche werden im Netz mit brutalen und erniedrigenden Darstellungen konfrontiert. Im Social Web verbreiten diese sich rasend schnell. Jugendschutz.net, das gemeinsame Kompetenzzentrum von Bund und Ländern, spürt kinder- und jugendgefährdende Inhalte im Netz auf. Die Organisation drängt Anbieter, den Jugendschutz einzuhalten und Angebote entsprechend zu ändern, zu löschen oder unzugänglich zu machen.

Jugendschutz.net ist das gemeinsame Kompetenzzentrum von Bund und Ländern für den Jugendschutz im Internet.

Kontrollinstanz und Beschwerdestelle

Jugendschutz.net kontrolliert nicht nur systematisch Angebote, die für Kinder und Jugendliche besondere Bedeutung haben, sondern bearbeitet auch Beschwerden. Auf der Webseite können Nutzer Verstöße gegen den Jugendschutz melden.

Das Team von jugendschutz.net sichtet die gemeldeten Angebote und bewertet die Inhalte unter rechtlichen Aspekten. Bei Verstößen kontaktiert es die jeweiligen Anbieter und fordert sie auf, diese zu beseitigen. Bei Gefahr im Verzug oder bei Darstellungen des sexuellen Missbrauchs schalten die Teammitglieder sofort die Strafverfolgung ein.

Rechtliche Grundlagen für den Jugendmedienschutz sind das Jugendschutzgesetz und der Jugendmedienstaatsvertrag. Die zentrale Aufsicht über privaten Rundfunk und Telemedien übt in Deutschland die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) aus. Sie sorgt dafür, dass Anbieter die geltenden Bestimmungen des Jugendschutzes einhalten.

Jugendschutz.net ist organisatorisch an die KJM angebunden und unterstützt die Aufsicht bei ihren Aufgaben. Für die Entscheidung, ob Online-Angebote jugendgefährdend sind, ist neben der KJM die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien zuständig. Sie wird auf Anregung oder Antrag tätig, indiziert Webadressen und nimmt sie in die Liste jugendgefährdender Medien auf.

Eltern und Heranwachsende unterstützen

Jugendschutz im Internet heißt aber nicht nur Schutz vor Inhalten. Es gilt außerdem, Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg ins Internet zu sensibilisieren und bestärken. Nur so können sie Gefahren rechtzeitig erkennen. Gemeinsam mit Politik und Wirtschaft bietet jugendschutz.net zahlreiche Publikationen an. Sie unterstützen Eltern und Interessierte mit Informationen und bieten heranwachsenden Usern Hilfestellung.

Auch im Internet ist eine Vielzahl von Beratungs- und Hilfsangeboten zu finden. So fördert die Bundesregierung Initiativen und Webseiten, die speziell auf die Bedürfnisse der jungen User eingehen, wie zum Beispiel:

Um Jugendschutz im Internet zukunftsfähig zu gestalten, ist es auch in Zukunft unerlässlich, dass Politik und Zivilgesellschaft eng zusammenwirken.

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