Wirtschaft weiter im Zeichen der Pandemie

Herbstgutachten Wirtschaft weiter im Zeichen der Pandemie

Die Corona-Krise trifft die deutsche Wirtschaft härter als im Frühjahr angenommen. Das bestätigen die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute in ihrem Herbstgutachten. Für das kommende Jahr rechnet Bundeswirtschaftsminister Altmaier jedoch mit einem "kräftigen Aufschwung".

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier.

Foto: Bundesregierung / Jesco Denzel

Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute gehen für das laufende Jahr von einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um nunmehr 5,4 statt 4,2 Prozent aus. Damit liegt die aktuelle Gemeinschaftsdiagnose "auf einer Linie mit der Einschätzung der Bundesregierung von Anfang September", so Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier. Die Bundesregierung hatte in ihrer Interimsprojektion einen Wirtschaftseinbruch von 5,8 Prozent projektiert.

"Weniger dramatisch als befürchtet"

Der Abschwung in diesem Jahr ist nach den Worten Altmaiers also "weniger dramatisch als ursprünglich befürchtet". Im nächsten Jahr sei sogar mit einem kräftigen Aufschwung zu rechnen - dies aber "unter dem Vorbehalt, dass sich die Corona-Infektionszahlen nicht unkontrolliert ausbreiten und ein zweiter Lockdown verhindert wird", so der Bundeswirtschaftsminister.

Demnach erwarten die Wirtschaftsforscher für 2021 einen Zuwachs um 4,7 Prozent, gefolgt von einer Zunahme der Wirtschaftsleistung um 2,7 Prozent im darauffolgenden Jahr. Erst Ende 2022 dürfte die deutsche Wirtschaft wieder normal ausgelastet sein. Das größte Risiko für die Prognose bleibe der ungewisse Pandemieverlauf. Weitere Information finden Sie in der Pressemitteilung.

Die sogenannte Gemeinschaftsdiagnose wird zweimal im Jahr im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums erstellt. Beteiligt sind das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin, das Ifo-Institut in München, das Institut für Weltwirtschaft Kiel, das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle sowie das Essener RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung.

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