Der Handball kommt nach Hause

Europameisterschaft in Deutschland Der Handball kommt nach Hause

Die Handball-EM hat erstmals in Deutschland stattgefunden – wo der Sport vor mehr als 100 Jahren entstand. Das deutsche Team unterlag in seinem letzten Spiel zwar Schweden. Doch: „Auch wenn es heute nicht für Bronze gereicht hat: Das war ein packendes Turnier und ganz Deutschland ist stolz auf eure Leistung“, so Bundeskanzler Scholz.

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Handball EM

Das Eröffnungsspiel der Handball-EM verfolgten am 10. Januar in Düsseldorf mehr als 50.000 Fans – ein Weltrekord. 

Foto: IMAGO/wolf-sportfoto

Die Handball-Europameisterschaft war das erste sportliche Großereignis dieses Jahres in Deutschland. Teams aus 24 Ländern spielten den Europameister aus. In sechs deutschen Städten – Düsseldorf, Mannheim, München, Berlin, Hamburg und Köln – fanden die insgesamt 65 Spiele statt.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte das Turnier am 10. Januar in Düsseldorf vor einer Weltrekord-Zuschauerkulisse eröffnet: 53.586 begeisterte Handballfans sahen zu, wie Deutschland beim Eröffnungsspiel mit 27:14 Toren gegen die Schweiz gewann.

Das deutsche Team zog schließlich ins Spiel um Platz drei ein. Es unterlag dort am Sonntag Schweden mit 34:31. Bundeskanzler Olaf Scholz schrieb auf X: „Auch wenn es heute nicht für Bronze gereicht hat: Das war ein packendes Turnier und ganz Deutschland ist stolz auf eure Leistung!“ Auch Bundesinnenministerin Nancy Faeser zollte der Mannschaft Respekt: „Es war eine großartige EM, wir sind dankbar für viele spannende Momente und stolz auf Euch!“ Im Finale am Abend gewann Frankreich gegen Dänemark den Titel.

Bundeskanzler Olaf Scholz mit Culcha Candela auf der Tribüne beim Handballspiel Nordmazedonien gegen Deutschland

Mit der Berliner Band Culcha Candela (EM-Song „Celebration“) feierte Kanzler Scholz am 14. Januar den Sieg im Gruppenspiel gegen Nordmazedonien. Mit diesem sicherte sich die deutsche Mannschaft den Einzug in die Hauptrunde.

Foto: Bundesregierung/Bergmann

Mutterland des Handballs

Die Europameisterschaft fand erstmals in Deutschland statt – das seit mehr als 100 Jahren als Mutterland des Handballsports gilt. Am 29. Oktober 1917 soll der Berliner Oberturnwart Max Heiser festgelegt haben, dass das von ihm entworfene Spiel „Torball“ zukünftig „Handball“ heißen solle.

Turnier mit Tradition Die Handball-Europameisterschaft der Männer findet seit 1994 alle zwei Jahre statt. Bislang haben sechs Nationen den Europameistertitel errungen: Schweden (5x), Frankreich (3x), Spanien, Deutschland, Dänemark (jeweils 2x) und Russland. Deutschland wurde zuletzt 2016 Handball-Europameister. Das Turnier dient neben der Ermittlung der besten europäischen Mannschaft auch als Qualifikation für die Handball-Weltmeisterschaft, die ebenfalls im Wechsel mit der Europameisterschaft alle zwei Jahre ausgetragen wird.

Gute Gastgeber im Sportjahr 2024 sein

„Mit der Handball-Europameisterschaft der Männer starten wir in ein großes Sportjahr“, sagte Bundesinnenministerin Faeser. „Die Handball- und die Fußball-Europameisterschaft bei uns in Deutschland, die Olympischen Sommerspiele in Paris – das sind Großereignisse, auf die sich die ganze Sportwelt riesig freut.“

„Der große Besucheransturm zeigt: Deutschland ist eine Sportnation. Sport weckt bei uns eine große Begeisterung und bringt Menschen zusammen“, so Faeser. Deutschland wolle ein guter Gastgeber sein, es stehe für Respekt und Vielfalt..

Weitere Informationen zu allen Spielen dieser Europameisterschaft und den Mannschaften gibt es auf der offiziellen Webseite der Handball-Europameisterschaft „Here to Play“.