So fördert Deutschland Frauen in der Wissenschaft

Foto zeigt eine Frau im Labor.

Immer mehr Frauen arbeiten in Wissenschaft und Forschung.

Foto: imago images/Westend61

Nach und nach werden immer mehr Frauen in der Wissenschaft und Forschung tätig. Doch bei allen Fortschritten, die man in Deutschland bezüglich Chancengerechtigkeit und Gleichstellung schon erreicht hat, ist noch Luft nach oben. Deshalb setzt sich das Bundesforschungsministerium mit Programmen und Maßnahmen für die Frauenförderung in der Wissenschaft und Forschung ein.

  • „Innovative Frauen im Fokus:“ Die neue Förderrichtlinie „Innovative Frauen im Fokus“ will die Sichtbarkeit und Repräsentanz für Frauen erhöhen. Dafür fördert sie Forschungseinrichtung bei der Entwicklung nachhaltiger Strategien. Im Zeitraum von 2020 bis 2026 stellt das Bundesforschungsministerium Mittel in Höhe von 41 Millionen Euro für den neuen Förderschwerpunkt bereit.
  • Professorinnenprogramm: Das Programm wurde 2008 vom Bundesforschungsministerium gemeinsam mit den Ländern aufgelegt, um die Anzahl von Frauen in Spitzenpositionen im Wissenschaftssystem zu erhöhen. Zudem soll die Repräsentanz von Frauen auf allen Qualifikationsstufen im Wissenschaftssystem verbessert werden und so einen Beitrag zu mehr Geschlechtergerechtigkeit geleistet werden. In der derzeit laufenden dritten Phase stehen insgesamt 200 Millionen Euro zur Verfügung. Dies entspricht einer Steigerung um 33 Prozent gegenüber den ersten beiden Programmphasen.
  • Nationaler Pakt für Frauen in MINT-Berufen – „Komm, mach MINT.“: MINT, steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Seit 2008 gibt es bereits den Nationalen Pakt für Frauen in MINT-Berufen – „Komm, mach MINT“. Dafür haben sich inzwischen über 360 Partner aus Wissenschaft, Gesellschaft, Wirtschaft, Sozialpartnern, Medien und Politik zusammengeschlossen, um Mädchen und Frauen für MINT-Berufe zu begeistern und den Anteil an Studienanfängerinnen in MINT-Fächern zu steigern. 
  •   „Erfolg mit MINT – Neue Chancen für Frauen“: Das Förderprogramm soll mit neuen Projektansätzen Mädchen und jungen Frauen aufzeigen, dass ihnen alle Wege in der vielfältigen MINT-Berufswelt offen stehen. Seit 2016 haben - mit einem Gesamtbudget von über 20 Millionen Euro - insgesamt 55 Projekte vielfältige Strategien entwickelt, um MINT-Karrierewege von Mädchen und Frauen auch im Kontext der Digitalisierung zu befördern.
  • Girls' Day – Mädchen-Zukunftstag: Beim jährlich in ganz Deutschland stattfindenden Girls' Day – Mädchen-Zukunftstag können Schülerinnen Einblicke in MINT-Berufsfelder erhalten. Unternehmen, Hochschulen, Forschungszentren öffnen ihre Türen für den Girls' Day und geben Einblicke in ihren Berufsalltag. Dieses Jahr findet der Aktionstag am 22. April 2021 Corona-bedingt digital statt.

Immer mehr Frauen werden in der Wissenschaft und Forschung tätig. Beispielsweise ist die Anzahl der Professorinnen an Hochschulen in Deutschland von rund 16 Prozent im Jahr 2007 auf nahezu 25 Prozent im Jahr 2019 gestiegen.

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