Digitaler Lichtblick in der Krise

Finale des #WirVsVirus Hackathons Digitaler Lichtblick in der Krise

28.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, 4.000 Unternehmen und 1.500 Lösungen. Das war der Hackathon #WirVsVirus. Nach sechs Monaten kam nun die digitale Gemeinschaftsaktion gegen das Coronavirus und seine Auswirkungen zum Abschluss. Kanzleramtsminister Braun bedankte sich - die Ideen und das Engagement seien "ein Lichtblick in der Krise".

#WirVsVirus Hackaton

#WirVsVirus Hackathon

Foto: ProjectTogether gGmbH

Wo stehen die Projekte sechs Monate nach dem #WirVsVirus Hackathon? Wie hat die Zusammenarbeit zwischen Zivilgesellschaft, Staat, Wissenschaft und Wirtschaft funktioniert? Und wie geht es weiter? Darum ging es beim Finale der Gemeinschaftsaktion.

Erfolgsbeispiel für zeitgemäße Problemlösung

Im März 2020 war es unter der Schirmherrschaft der Bundesregierung gelungen, innerhalb von nur fünf Tagen einen Hackathon zu organisieren mit dem Ziel, digitale Lösungen in der Coronakrise zu entwickeln.

In 48 Stunden digitaler Zusammenarbeit von Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Staat entstanden 1.500 Lösungen, die erprobt wurden. "Einer Krise solchen Ausmaßes, wie sie mit der Corona Pandemie einhergeht, können wir nur mit einem breiten Miteinander von Staat und Zivilgesellschaft wirksam begegnen. Und mit dem #WirVsVirus Hackathon haben wir hierfür ein wunderbares Beispiel", sagte Bundeskanzlerin Merkel. Sie wandte sich am Abend beim offiziellen Abschluss der Veranstaltung an die #WirVsVirus Community.

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Video Kanzlerin Merkel zum Hackathon #WirVsVirus

Lösungen für Herausforderungen der Pandemie

"Die Teams haben Berge versetzt, oft ohne sich ein einziges Mal physisch zu sehen", sagte Digitalisierungsstaatsministerin Dorothee Bär. Entstanden seien konkreten Lösungen für Herausforderungen der Pandemie.

Das Projekt U:DO in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit hat den gesamten Antragsprozess von Kurzarbeitergeld digitalisiert. Das Krisen-Kommunikationstool DEalog entstand in der Zusammenarbeit mit Bund und den Kommunen. Die Projekte IMIS und Quarano ermöglichen die Digitalisierung von Prozessen in Gesundheitsämtern. Konkrete Unterstützung in der Krise leisteten auch Projekte wie StayHomeAndSew. Dadurch wurden über 25.000 Masken hergestellt und verteilt. Mit Match4Healthcare entstand eine Plattform für 10.000 helfende Medizinstudierende sowie Ärztinnen und Ärzte.

In dieser Bildergalerie stellen sich sieben Projekte von #WirVsVirus vor.

1,5 Millionen Euro Förderung für Innovation

Über den Prototype Funds hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung viele Projekte unterstützt. Die Fördersumme in Höhe von 1,5 Millionen Euro habe oft entscheidend zum Erfolg beigetragen. Bundesforschungsministerin Anja Karliczek betonte dabei, dass der Erfolg den Einsatz der Gelder mehr als rechtfertige, denn es gehe hier um weit mehr: "Der Hackathon #WirVsVirus hat einen virtuellen Testraum für Innovationen geöffnet. Hier konnten Menschen aus Wissenschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft gemeinsam digitale Lösungen für Herausforderungen in der aktuellen Pandemie entwickeln."

Kanzleramtsminister Helge Braun kündigte wegen der Erfolgsgeschichte von #WirVsVirus schon den nächste Hackathon an. "Wir möchten das fortsetzen und einen neuen Hackathon zum Thema 'Datengesellschaft und Nachhaltigkeit' anstoßen."

Ein umfassenden Rückblick auf das Finale und viele weitere Informationen finden Sie auf der Webseite von project together.

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