Erträge besser als erwartet

Erntebericht 2020 Erträge besser als erwartet

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat am Freitag den Erntebericht 2020 vorgestellt. Fazit: Die Erträge sind im Bundesdurchschnitt besser als erwartet, wenn auch leicht unterdurchschnittlich. Dabei gibt es starke regionale Schwankungen – je nach Bodengüte und Wasserversorgung.

Mähdrescher auf einem Feld bei der Ernte

Die Landwirtschaft hat in den vergangenen Jahren vermehrt mit Dürre zu kämpfen. Der Bund unterstützt die Betriebe zur Anpassung an den Klimawandel.

Foto: imago images / Arnulf Hettrich

Die Ernte 2020 ist erneut unter schwierigen Witterungsbedingungen herangewachsen und hat teilweise auch wieder Schaden durch Wetterextreme genommen. Im dritten Jahr in Folge hatten die Landwirte vor allem mit der Trockenheit, aber auch vermehrt mit Spätfrösten zu kämpfen.

Insgesamt fiel die Getreideernte wegen rückläufiger Anbaufläche kleiner aus; der Rapsanbau hingegen gewinnt an Boden. Bei Obst und Gemüse fällt die Ernte fast durchweg geringer als im Vorjahr aus. Dies ist einerseits auf Ertragseinbußen infolge von Spätfrösten und Trockenheit zurückzuführen, andererseits auf das Fehlen von Erntehelfern aufgrund der Corona-Situation.

Anpassung an den Klimawandel entscheidend

Die stark steigende Verbrauchernachfrage während des Lockdown führte zeitweise zu einem starken Preisanstieg. Die Versorgung war jedoch jederzeit gesichert. Die Gemüsepreise sind inzwischen unter das Vorjahresniveau gesunken, nachdem sich die Nachfrage wieder normalisiert hat.

Die Situation zeige nochmals deutlich, wie entscheidend die verstärkte Anpassung an den Klimawandel sei, so Klöckner bei der Vorstellung des Berichts.

Grundlage des Ernteberichts sind – anders als bei den bisher vorgestellten Ernteprognosen – die tatsächlich festgestellten Erträge der bisher ausgewerteten Probeflächen aus allen Teilen des Bundesgebiets. Für diese repräsentative Ertragsermittlung werden jedes Jahr mehrere tausend Felder herangezogen.