Preissenkung beim Strom

Energiewende Preissenkung beim Strom

Strom wird im kommenden Jahr für Endverbraucher günstiger. Das sieht eine Änderung der Erneuerbaren-Energien-Verordnung der Bundesregierung vor, die der Bundestag am 2. Juli 2020 beschlossen hat.

Grafik zur EEG-Unmlage

Stromkunden werden bei der EEG-Umlage entlastet

Foto: Bundesregierung

Die Erneuerbare-Energien-Umlage wird künftig durch einen finanziellen Zuschuss aus Erlösen der CO2-Bepreisung entlastet. Damit sollen die Verbraucher weniger für ihren Strom zahlen. Bislang finanzieren sie die gesamten Förderkosten für den Ausbau erneuerbarer Energien über den Strompreisbestandteil der EEG-Umlage. Daneben werden durch die Neuregelung Anreize zur Nutzung von "grünem Strom" verbessert, was einen weiteren zur Energiewende ist.

Durch den Beschluss kommt die Bundesregierung nicht zuletzt ihren Zusagen aus dem Klimaschutzprogramm 2030 und aus dem Vermittlungsausschuss zum Klimapaket nach. Hier hatte die Bundesregierung beschlossen, die Stromkosten zu senken, indem Strompreisbestandteile schrittweise aus den Einnahmen der CO2-Bepreisung im Wärme- und Verkehrsbereich bezahlt werden.

Der Deutsche Bundestag hatte der Änderung der EEG-Verordnung am 2. Juli 2020 mit der Maßgabe zugestimmt, dass die Haushaltsmittel bei der Berechnung der sogenannten Liquiditätsreserve (diese dient dem Ausgleich von Einnahme- und Ausgabeschwankungen auf dem EEG-Konto) nicht mindernd berücksichtigt werden. Dieser Maßgabe hat das Bundeskabinett am 15. Juli 2020 zugestimmt. Somit kann die EEG-Umlage zum 1. Januar 2021 abgesenkt werden.