Online zu Besuch bei der Bundesregierung

Digitaler Tag der offenen Tür Online zu Besuch bei der Bundesregierung

Die Kanzlerin beantwortete Fragen von Bürgerinnen und Bürgern, der Regierungssprecher stand in einer Pressekonferenz für Kinder Rede und Antwort. Dazu boten die Ministerien digitale Live-Formate, zahlreiche Videos erlaubten den Blick hinter die Kulissen. Unter dem Motto "Hallo, Politik" öffnete die Bundesregierung erstmals digital ihre Türen.

Regierungssprecher Seibert während der Online-Pressekonferenz mit Kindern und Jugendlichen

Regierungssprecher Steffen Seibert sprach in einer Videoschalte mit Kindern und Jugendlichen über die Arbeit der Bundesregierung.

Foto: Bundesregierung/Steins

Als Kanzlerin "gibt es keinen Tag, der dem anderen gleicht", erzählte Angela Merkel auf die Frage eines Bürgers, wie sich der Alltag als Regierungschefin gestaltet. Zwar gebe es viele Termine, "aber ich mache meine Arbeit sehr gerne", so Merkel - eben weil sie so vielfältig sei. Bürgerinnen und Bürgern hatten ihre Fragen zuvor auf Facebook und Instagram gestellt - die Kanzlerin antwortete per Video. Auch zu Themen wie der Corona-Pandemie, Klimaschutz, Digitalisierung, Gleichberechtigung oder dem gesellschaftlichen Zusammenhalt wurde Merkel befragt.

Anlass dieses ungewöhnlichen Formats war der erste rein digitale Tag der offenen Tür, zu dem die Bundesregierung am 8. November eingeladen hatte. Rundgänge durchs Kanzleramt, Besuche in den Ministerien und Fotos mit der Kanzlerin - das alles zählt normalerweise zu den festen Programmpunkten beim Tag der offenen Tür, musste in diesem Jahr aber ausfallen. Doch auch in der Corona-Pandemie wollten die Kanzlerin und ihre Ministerinnen und Minister Einblicke in die Arbeit der Bundesregierung ermöglichen. Sie luden deshalb zu virtuellen Rundgängen, Interviews, Spielen und vielen anderen Online-Angeboten ein.

19:53

Tag der offenen Tür der Bundesregierung Kanzlerin Merkel beantwortet Ihre Fragen

Kinderpressekonferenz mit dem Regierungssprecher

Regierungssprecher Steffen Seibert schaltete sich am Sonntagvormittag mit 19 Kindern und Jugendlichen der Jahrgangsstufen 5 bis 10 zu einer Online-Pressekonferenz zusammen. Im Chat waren 40 weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer dabei und stellten ihre Fragen. Die Themen reichten von den aktuellen Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie über die Wahlen in den USA bis zur Digitalisierung der Schulen.

Großes Interesse gab es auch an der Arbeit des Regierungssprechers selbst. Paula etwa fragte: "Sie müssen ja oft Fragen zu ganz unterschiedlichen Themen beantworten. Woher wissen Sie, was die Position der Regierung ist?" In zehn Jahren als Regierungssprecher habe er schon einiges an Wissen angesammelt, so Seibert. Zudem könne er zu allen Themen sofort Experten in der Bundesregierung anrufen und sie fragen, um immer auf dem neuesten Stand zu sein. "Wann stehen Sie auf?", wollte Alicia wissen. Um 5:30 Uhr, antwortete der Regierungssprecher. "Erstaunlicherweise habe ich mich so daran gewöhnt, dass mir das nicht mehr viel ausmacht."

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Video Die Kinderpressekonferenz mit Regierungssprecher Steffen Seibert

Jugendreporter diskutieren mit der Bundesfamilienministerin

Auch Bundesfinanzminister Olaf Scholz, Wirtschaftsminister Peter Altmaier und Außenminister Heiko Maas beantworteten digital Fragen von Bürgerinnen und Bürgern. Alle Ministerien stellten sich und ihre Arbeit in informativen Videos vor und gewährten Einblicke in die verschiedensten Facetten ihrer Aufgaben.

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey stand bei #JugendFragt einer Jugendreporterin und einem Jugendreporter live Rede und Antwort. Sie diskutierten darüber, wie Jugendbeteiligung gestärkt werden und eine jugendgerechte Kommunikation gelingen kann. Bundesumweltministerin Svenja Schulze stellte sich via Instagram live den Fragen der Bürgerinnen und Bürger. Auch die Staatsministerinnen Monika Grütters, Dorothee Bär und Annette Widmann-Mauz berichteten in Videos von ihrer Arbeit.

Ort der "gelebten Pressefreiheit" kennenlernen

Dreimal pro Woche stellen sich der Regierungssprecher oder seine Stellvertreterinnen sowie die Sprecherinnen und Sprecher der Ministerien in der Bundespressekonferenz den Fragen der Hauptstadtjournalisten. Auch über diesen Ort der "gelebten Pressefreiheit" konnten sich die Besucherinnen und Besucher ein Bild machen. Einen digitalen Abstecher gab es nach Brüssel: Die "Ständigen Vertreter" Deutschlands bei der Europäischen Union erzählten, wie die ihre Arbeit aussieht und wie die deutsche EU-Ratspräsidentschaft ihren Alltag beeinflusst. 

Einen Rückblick auf das Angebot zum ersten digitalen Tag der offenen Tür der Bundesregierung finden Sie auf unserer Themenseite.