Der Architekt hinter James Bond

Filmdesigner Ken Adam Der Architekt hinter James Bond

Mit Szenenbildern von Dr. No bis King George hat Ken Adam Filmgeschichte geschrieben. Die Deutsche Kinemathek widmet dem Set Designer jetzt eine Ausstellung. Sie habe die "Lizenz zum Fesseln" sagte Kulturstaatsministerin Grütters bei der Eröffnung.

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"Think big" - unter diesem Motto hat Adam die Sets von mehr als 70 Filmen gestaltet. Darunter sind Stanley Kubricks Dr. Strangelove und Barry Lyndon sowie allein sieben James-Bond-Filme. In ihren spektakulären Szenenbildern wurden die kühnsten Träume wahr: von Super-Tankern und Geheimbunkern bis zu gigantischen Machtzentralen und futuristischen Amphibienfahrzeugen.

Durch die inspirierende und stilbildende Kraft der Kulissen und Dekors habe Adam die Architektur- und Designvorstellungen der nachfolgenden Künstlergeneration geprägt, bemerkte Kulturstaatsministerin Monika Grütters zur Eröffnung der Ausstellung "Bigger Than Life. Ken Adam’s Film Design".

Glücksfall für Berlin

Wie sehr Adam dabei von der Kunst des deutschen Expressionismus der 1920er Jahre, von der russischen Avantgarde und dem Bauhaus inspiriert wurde, können Besucherinnen und Besucher jetzt beim Gang durch die Schau feststellen.

Gezeigt werden rund 250 Zeichnungen und Skizzen, Fotos, Objekte und biographische Zeugnisse. Sie sind Teil der insgesamt 4.000 Entwürfe, Fotos, Video- und Tonaufnahmen sowie persönliche Erinnerungen umfassenden Sammlung, die Adam 2012 der Stiftung Deutsche Kinemathek überlassen hat. "Ein großer Glücksfall für Berlin", erklärte Grütters. Die Sammlung sei eine unschätzbare Bereicherung für die Kinemathek.

Große Geste

Dass Adam dieses Vermächtnis nach Berlin gegeben hat, hob Grütters besonders hervor. Dies sei eine "große Geste, aus der so viel Vertrauen in das heutige Berlin, in das heutige Deutschland spricht." Grütters erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass Adam 1921 als Klaus Hugo Adam in Berlin geboren wurde und 1934 mit seiner jüdischen Familie nach London emigrieren musste.

Die Stiftung Deutsche Kinemathek wurde 1963 gegründet. Sie ist zugleich Archiv, Museum und Institut für Filmforschung. Ihre Sammlungen wurden weltweit in mehr als 50 Jahren zusammengetragen. Aus dem Etat der Kulturstaatsministerin wird die Kinemathek in diesem Jahr mit rund 7,8 Millionen Euro gefördert. Für die Digitalisierung des deutschen Filmerbes erhält die Stiftung 2014 und 2015 zusätzlich Fördermittel.