Kinderbetreuung

Das Gute-Kita-Gesetz

Mehr Qualität und weniger Gebühren - darum geht es beim Gute-Kita-Gesetz, dem Bundestag und Bundesrat zugestimmt haben. Die Bundesregierung stellt in den nächsten Jahren zusätzlich 5,5 Milliarden Euro bereit, um die Kindertagesbetreuung weiter zu verbessern.

Kinder beim Spielen.

5,5 Milliarden stellt der Bund den Ländern für weitere Verbesserungen in der Kindertagesbetreuung bis 2022 bereit.

Foto: Jennifer Braun

Bund, Länder und Kommunen haben in den vergangenen zehn Jahren mehr als 400.000 Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren geschaffen. Die Qualität hat sich – anders als vielfach befürchtet – nicht verschlechtert. Allerdings gibt es große Unterschiede zwischen den Bundesländern, sodass die Kinder je nach Wohnort unterschiedliche Bedingungen vorfinden.

Das Gesetz sieht vor, die Qualität der frühen Bildung dauerhaft zu verbessern und bestehende Unterschiede zwischen den Bundesländern auszugleichen. Außerdem sollen Eltern bei den Gebühren entlastet werden. 5,5 Milliarden Euro stellt der Bund den Ländern dafür bis 2022 zur Verfügung.

Viele Wege zur besseren Kinderbetreuung

Darüber hinaus werden Maßnahmen der Bundesländer gefördert, die genau an landesspezifische Bedarfe anknüpfen. Denn jedes Bundesland hat eine andere Kitalandschaft. Der Bund schließt mit allen Ländern daher individuelle Vereinbarungen ab. Jedes Bundesland kann selbst auswählen, welche Bereiche es fördern will.

Möglich sind Maßnahmen in zehn Handlungsfeldern, wie beispielsweise ein verbesserter Betreuungsschlüssel, Weiterqualifizierung der Erzieherinnen und Erzieher, Sprachförderung für Kinder mit Sprachdefiziten oder auch längere Öffnungszeiten. Diese Instrumente wurden gemeinsam mit den Ländern festgelegt.

Entlastung der Eltern bei Gebühren

Neben der Verbesserung der Qualität nimmt das Gesetz auch die Gebühren für die Eltern in den Blick. Schon heute haben Empfänger von Sozialleistungen den Anspruch, von Kitagebühren befreit zu werden.

Außerdem werden bundesweit auch Familien mit geringem Einkommen von Kita-Gebühren freigestellt. Darüber hinaus wird bundesweit die Pflicht eingeführt, Kita-Beiträge nach sozialen Kriterien zu staffeln.

Das Gute-Kita-Gesetz ist ein wichtiger Schritt zur Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse und besserer Bildungschancen für alle Kinder, unabhängig vom Geldbeutel ihrer Eltern.

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