Zeichen für Toleranz, Offenheit und Vielfalt

Regenbogenflagge an Dienstgebäuden des Bundes Zeichen für Toleranz, Offenheit und Vielfalt

An zahlreichen Gebäuden des Bundes wehte zum diesjährigen Christopher Street Day in Berlin erstmals die Regenbogenfahne. Die Bundesregierung hat damit ein sichtbares Zeichen der Verbundenheit mit der queeren Community, der Vielfalt und Toleranz gesetzt.

Foto zeigt Schmidt und Roth beim Hissen der Regenbogenflagge vor dem Kanzleramt

Gemeinsam für mehr Toleranz: Wolfgang Schmidt, Chef des Bundeskanzleramtes, und Claudia Roth, Staatsministerin für Kultur und Medien, beim Hissen der Regenbogenflagge vor dem Bundeskanzleramt.

Foto: Bundesregierung/Steins

Zum diesjährigen Berliner Christopher Street Day (CSD) am 23. Juli war die Regenbogenflagge an zahlreichen Dienstgebäuden des Bundes zu sehen. So wurde die Regenbogenflagge in diesem Jahr zum ersten Mal unter anderem vor dem Bundeskanzleramt gehisst. Bei der Berlin Pride Parade wird für die Rechte von LGBTQIA+ Personen demonstriert.

Ein sichtbares Zeichen für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt

Die Bundesregierung spricht sich gegen jegliche Form der Diskriminierung und Ausgrenzung aufgrund von sexueller und geschlechtlicher Identität aus. Die Regenbogenflagge soll ein sichtbares Zeichen für die Akzeptanz und für den Schutz sexueller und geschlechtlicher Diversität durch die Organe des Bundes darstellen.

Foto zeigt Mitarbeiter des BPA mit der Regenbogenflagge

Auch vor dem Presse- und Informationsamt der Bundesregierung weht die Regenbogenflagge an diesem Wochenende. 

Foto: Bundesregierung/Bergmann

Woher kommt die Regenbogenflagge?
Der US-amerikanische Künstler und Aktivist Gilbert Baker machte die Regenbogenflagge als Symbol für die sexuelle Freiheit in den 70er-Jahren bekannt. Bis heute ist die Regenbogenflagge das Zeichen der LGBTQIA+ Szene. LGBTQIA+ ist die Abkürzung für lesbisch, schwul, bisexuell, transsexuell, queer, intersexuell und asexuell. Die Regenbogenflagge wird auch von vielen heterosexuellen Menschen verwendet, um ihre Solidarität und Verbundenheit zur LGBTQIA+ Szene zu zeigen. Sie steht für Toleranz, Offenheit und Stolz. Die Farben auf der Flagge stehen für Diversität und richten sich gegen jede Art von Diskriminierung.

„Es ist allerhöchste Zeit“

Im April hatte das Bundesinnenministerium genehmigt, die Regenbogenflagge zu bestimmten Anlässen an Bundesgebäuden zu hissen. Dazu erklärte Bundesinnenministerin Nancy Faeser: „Wir sind ein modernes und vielfältiges Land. Es ist allerhöchste Zeit, dass wir das auch als staatliche Institutionen deutlicher zeigen.“

Bei der Setzung von Flaggen an Dienstgebäuden des Bundes gibt es Vorgaben: Die Regenbogenflagge darf nicht an einem regelmäßigen allgemeinen Beflaggungstag gehisst werden. Regelmäßige allgemeine Beflaggungstage sind zum Beispiel der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar, der Tag der Arbeit am 1. Mai sowie der Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober. Das Setzen der Regenbogenflagge muss sich zudem auf einen konkreten Termin wie den Christopher Street Day beziehen. Aber auch zu anderen örtlichen oder regionalen Anlässen – etwa in Zusammenhang mit einer Pride Parade – kann die Regenbogenflagge an den Dienstgebäuden des Bundes gehisst werden.