Impfkampagne gewinnt an Geschwindigkeit

Eine Hausärztin spritzt einer Patientin Impfstoff gegen das Coronavirus in den Oberarm.

Eine Allgemeinmedizinerin impft in ihrer Praxis eine Patientin gegen das Coronavirus. Dabei wird der Impfstoff von Biontech/Pfizer genutzt.

Foto: picture alliance/dpa

Mit 738.501 Impfungen hat es am Mittwoch (14. April) einen neuen Impf-Tagesrekord gegeben. Für den deutlichen Anstieg gibt es laut  Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zwei Gründe: Es sei mehr Impfstoff verfügbar. Zudem seien 35.000 Hausarztpraxen in die Corona-Impfungen eingestiegen. Insgesamt wurden bisher in Deutschland mehr als 18 Millionen Dosen verimpft.

Das Bundesgesundheitsministerium gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Impfstart in den Hausarztpraxen in einem ausführlichen FAQ.

Impfdashboard gibt detaillierten Überblick

Seit dem Impfstart Ende Dezember 2020 wurden insgesamt 20.049.936 Impfungen verabreicht (Stand: 15. April). 5.276.501 Personen haben bereits die Zweitimpfung erhalten und sind damit vollständig geimpft. Die aktuellen Zahlen veröffentlicht das Bundesministerium für Gesundheit auf seinem  Impf-Dashboard. Dort lässt sich auch nachlesen, wie sich die bisherigen Impfungen auf einzelne Personengruppen aufteilen.

Beschäftigte von Kitas und Grundschulen können sich impfen lassen

Da nicht sofort genügend Impfstoff für alle vorhanden ist, hat die Bundesregierung festgelegt, in welcher Reihenfolge die Impfungen stattfinden. Zunächst geht es darum, die Schwächsten und Verwundbarsten zu schützen. Bewohner und Mitarbeiter von Pflegeeinrichtungen oder auch alle Menschen über 80 Jahre gehören zur Gruppe 1.

Auch mit den Impfungen der Impfgruppe 2 wurde begonnen. Dazu gehören etwa die über 70-Jährigen oder Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen. Zu dieser Gruppe zählen auch Beschäftigte von Kitas und Grundschulen, da mit ihrer Berufsausübung ein enger Kontakt mit kleinen Kindern unausweichlich ist.

Die Grafik trägt den Titel Corona-Pandemie: Wer wird wann geimpft= (Weitere Beschreibung unterhalb des Bildes ausklappbar als "ausführliche Beschreibung")

Impfverordnung: Diese Reihenfolge gilt bei der Corona-Schutzimpfung.

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Foto: Bundesregierung

Wo erfahre ich, ob ich mich impfen lassen kann?

Die Bundesländer sind für die Organisation der Impfungen zuständig. Informationen darüber, ob und wie Sie sich für die Impfung in Ihrem Bundesland anmelden können, finden Sie auf der Seite  www.116117.de.

Die Impfungen finden derzeit in Impfzentren der Länder statt sowie durch mobile Impfteams, die zum Beispiel Pflegeheime aufsuchen.

Auch die Impfungen in Hausarztpraxen haben begonnen. Die Terminvergabe regeln die Praxen eigenständig.

Vier Impfstoffe sind zugelassen

In der EU sind inzwischen vier Impfstoffe zugelassen: Zuerst wurde im Dezember der Impfstoff von Biontech/Pfizer zugelassen. Anfang Januar folgte das Vakzin des Herstellers Moderna, am 29. Januar erhielt auch der Impfstoff von AstraZeneca eine EU-Zulassung. Seit dem 11. März ist der Impfstoff von Johnson & Johnson zugelassen. Sehen Sie hier eine Übersicht über den Stand der Zulassung von Corona-Impfstoffen.

Verträge über rund 300 Millionen Impfdosen

Bis zum 22. März 2021 wurden über 14,3 Millionen Impfstoffdosen von Biontech, AstraZeneca und Moderna an die Bundesländer ausgeliefert. Wenn alle Impfstoff-Kandidaten zugelassen werden sollten, erhält Deutschland voraussichtlich insgesamt 300 Millionen Dosen. Diese Zahl ergibt sich aus der Anzahl von Dosen, die Deutschland aus den Verträgen der EU erhält und den Impfstoffdosen, die mit deutschen Herstellern vereinbart sind, die die Bundesregierung gefördert hat.

Weitere Informationen zur Corona-Impfung

Alle wichtigen Fragen und Antworten zur Corona-Schutzimpfung finden Sie auf unserer Themenseite sowie im ausführlichen FAQ.

Einen Überblick über die Liefermengen und die Zulassung der verschiedenen Impfstoffe geben wir hier.

Detaillierte Informationen zu den einzelnen Gruppen finden Sie hier in der aktuellen  Corona-Impfverordnung (Stand: 10. März).

In einem weiteren Text gehen wir auf Irrtümer und Falschinformationen zur Corona-Impfung ein und erklären, was dahinter steckt.

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