Aktuelles

MINUSMA und EUTM

Bundestag verlängert Mali-Einsätze

Die Bundeswehr wird sich weiter an der UN-Stabilisierungsmission MINUSMA in Mali beteiligen - ebenso am EU-Ausbildungseinsatz EUTM. Der Bundestag hat beschlossen, die Mandate bis zum 31. Mai 2020 zu verlängern.

Ausbau eines Checkpoints in Mali

Ausbau eines Checkpoints in Mali: Die Bundeswehr stärkt durch Aus- und Fortbildung die malischen Streitkräfte.

Foto: Bundeswehr/Neumann

Beide Missionen unterstützen sich gegenseitig und sind im Zusammenhang zu sehen. Der Einsatz findet in dieser Region statt, weil Mali als Kernland der Sahelzone und Scharnier zwischen Nord-, Zentral- und Westafrika eine Schlüsselrolle für die Stabilität und Entwicklung der gesamten Sahel-Region einnimmt.

Das ist auch für Deutschland von großer Bedeutung, weil die Instabilität afrikanischer Staaten unmittelbare Auswirkungen auf Europa hat.

Unterstützung der Staatlichkeit

In Mali beteiligen sich die Soldatinnen und Soldaten an der Mission MINUSMA, die von den Vereinten Nationen geleitet wird. Im Rahmen des Mandats überwachen die Soldatinnen und Soldaten das Friedensabkommen von Algier 2015. Im derzeitigen Mandat der Vereinten Nationen wird erstmals die Unterstützung der Staatlichkeit in Zentralmali und die Kooperation und Koordination aller Beteiligten erwähnt. Insbesondere Zivilisten und das Personal der Vereinten Nationen sollen geschützt werden. Um humanitäre Hilfe bereitstellen zu können, soll deren Umfeld gesichert werden.

Aufbau und Stärkung der Streitkräfte

Durch Aus- und Fortbildung tragen die deutschen Soldatinnen und Soldaten zudem zum Aufbau und zur Stärkung der malischen Streitkräfte bei. Dies geschieht im Rahmen des von der Europäischen Union geführten Mandats EUTM. Gleichzeitig soll auch die Einsatztruppe der G5 Sahel-Staaten Mauretanien, Mali, Burkina Faso, Niger und Tschad bei ihrem Einsatz unterstützt werden.

Die Fortschritte im Bereich der Sicherheitskräfte sind allerdings bislang begrenzt. Die malischen Streitkräfte sind weiterhin nur sehr eingeschränkt in der Lage, selbst für die Sicherheit und Stabilität in dem Land zu sorgen.

Schlagwörter