Energiewende

Bund fördert Photovoltaik-Batteriespeicher

Mit 30 Millionen Euro fördert die Bundesregierung Investitionen in Batteriespeicher. Die Entwicklung von Speichersystemen sowie ihre Verbreitung am Markt sollen angeregt werden, um die Versorgungssicherheit weiter zu erhöhen. Das neue Förderprogramm läuft bis Ende 2018.

Die Speichersysteme müssen mit einer Photovoltaik-Anlage (PV-Anlage) verbunden sein, die an das elektrische Netz angeschlossen ist. Das ist eine Voraussetzung für die Inanspruchnahme der Fördermittel. Die Fördersumme wird als Tilgungszuschuss in Kombination mit einem zinsgünstigen Kredit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gewährt.

Geförderte Anlagen dürfen künftig 20 Jahre lang maximal die Hälfte der Leistung der PV-Anlage ins öffentliche Stromnetz speisen. Der Rest kann in der Batterie zwischengespeichert oder selbst verbraucht werden. Um die Netze zu entlasten stellt das Bundeswirtschaftsministerium erhöhte Anforderungen an die Speichersysteme.

Speicher erhöhen die Versorgungssicherheit

Versorgungssicherheit am Strommarkt ist gegeben, wenn sich Angebot und Nachfrage jederzeit ausgleichen können. Mit PV-Anlagen wird häufig mehr Strom erzeugt als zum jeweiligen Zeitpunkt benötigt wird. Diese Überschüsse können durch dezentrale Batteriespeicher genutzt werden. Erfahrungen zeigen, dass es möglich ist, mehr als 60 Prozent (Monatsbilanz) des Strombedarfs der Haushaltsgeräte damit zu decken. Mit PV-Anlage ohne Speicher werden in der Regel nur 30 Prozent des Eigenbedarfs gedeckt.

Erfolgreiche Förderung

Begonnen hatten die Bundesregierung und die KfW Bankengruppe im Mai 2013 und förderten erstmalig Investitionen für dezentrale Batteriespeichersysteme, die zusammen mit Photovoltaikanlagen betrieben werden. Dieses Programm lief Ende 2015 aus und kann auf eine erfolgreiche Bilanz verweisen: Mit einem Förderbudget von etwa 60 Millionen Euro wurden etwa 19.000 Anlagen gefördert und damit Investitionen in Höhe von rund 450 Millionen Euro angestoßen.

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