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Weltbienentag am 20. Mai

Bienen brauchen unseren Schutz

Bienen sind besonders wichtig für das Gleichgewicht in der Natur. Deshalb setzt sich die Bundesregierung national und international für ihren Schutz ein. Um das Bewusstsein über die schwindenden Bienenbestände zu schärfen, unterstützt Deutschland auch den ersten Weltbienentag.

Honigbiene

Rund 80 Prozent der Pflanzen in Deutschland müssen von Bienen bestäubt werden

Foto: picture alliance / WILDLIFE

Bienen sind wahre Alleskönner: Sie liefern nicht nur Honig. Sie sind auch für die Bestäubung der Pflanzen wichtig. Rund 80 Prozent der Pflanzen in Deutschland müssen von Bienen bestäubt werden. Ohne sie ist die Ernte von Nutzpflanzen, Obst und Gemüse nicht möglich. Diese Aufgabe übernehmen hauptsächlich Honigbienen. Doch durch eine Vielzahl von Umwelteinflüssen – etwa Pestizide, Parasiten und Monokulturen – sind sie bedroht.

Die Vereinten Nationen haben den 20. Mai zum Weltbienentag ausgerufen. Der Vorschlag kam aus Slowenien und wurde von allen EU-Staaten angenommen.

Bienen schützen im Internet und mit kostenloser App

Was jeder Einzelne für Bienen tun kann, zeigt die kostenlose "Bienen-App" des Landwirtschaftsministeriums.

Die Bienen-App

Die Bienen-App

Foto: Bundesregierung

Außerdem können Bienenfreunde auf der Internetseite www.bienenfuettern.de eintragen, an welchem Standort sie bienenfreundliche Pflanzen pflegen. Die Standorte werden online in einer Deutschlandkarte angezeigt.

Was Verbraucher noch tun können: Pestizide im heimischen Garten sollten nur in der empfohlenen Dosis verwendet werden. Pflanzenschutzmittel unterliegen zwar hierzulande strengen Zulassungsverfahren, trotzdem können sie Bienen schädigen, wenn sie zu hoch dosiert sind. Deshalb sollten Hobbygärtner die Gebrauchsanweisung genau befolgen. Wer am Erhalt der Bienen interessiert ist, kann sich auch einem Imkerverein anschließen.

Imker

Bienen transportieren Pollen und Nektar.

Foto: Joanna Nottebrock

Politik geht Problemlösung an

Die Bundesregierung ergreift bereits seit Jahren Maßnahmen für Bienengesundheit und Imkerei. So fördert sie zum Beispiel auf EU-Ebene blütenreiche Saaten - auch als Ackerrandstreifen, als Zwischenfrüchte und zur Biomassenutzung. Pflanzenschutzmittel werden vor ihrer Zulassung nach EU-einheitlichen Kriterien auf die Umwelt- und Bienenverträglichkeit geprüft.

Ferner finanziert die Bundesregierung gemeinsam mit den Ländern Forschungsvorhaben zu aktuellen Fragen der Bienengesundheit, wie "Das Deutsche Bienenmonitoring" (DeBiMo), um die periodisch auftretenden Winterverluste von Bienenvölkern zu klären. Ein Ziel der neuen Bundesregierung ist zudem, die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln umwelt- und naturverträglich auszugestalten. Mit einem "Aktionsprogramm Insektenschutz" sollen die Lebensbedingungen für Insekten verbessert werden.

Bienen haben auch wirtschaftlichen Nutzen

Bienen leisten einen wichtigen Beitrag zu Ernährungssicherheit und nachhaltiger Landwirtschaft. Der weltweite wirtschaftliche Nutzen der Bestäubung beträgt mehr als 153 Milliarden Euro. Das besagt eine Studie französischer und deutscher Wissenschaftler.

Deutschlandweit gibt es derzeit rund 120.000 Imker mit 830.000 Bienenvölkern - Tendenz steigend. Das darf jedoch nicht über den Rückgang von Honigbienen, Hummeln und Wildbienen hinwegtäuschen. Wird zum Beispiel ein Saatgut verwendet, das bestimmte Neonikotinoide enthält, vermehren sich Bienen weniger zahlreich.

Neonikotinoide sind eine Gruppe von Pflanzenschutzmitteln. Wird Saatgut mit einem nicht zugelassenen Neonikotinoide behandelt, kann bei der Aussaat Staub entstehen, der für Bienen schädlich ist. EU-weit ist die Anwendung von Neonikotinoiden mittlerweile massiv eingeschränkt. Zum Schutz der Bienen ging Deutschland bereits früh über die geltenden EU-Vorschriften hinaus.

Kanzlerin betont Relevanz der Bienen

Bundeskanzlerin Angela Merkel betonte in ihrer Haushaltsrede vor dem Deutschen Bundestag: Wir sollten am Weltbienentag an die Artenvielfalt denken und etwas Gutes für die Bienen tun. Schließlich will sich Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner bei den Verhandlungen zur Gemeinsamen Agrarpolitik der EU nach 2020 dafür einsetzen, dass bienenfreundliche Maßnahmen noch effizienter gefördert werden.

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