Weiterbildung neu denken

Bericht vorgestellt Weiterbildung neu denken

Viel bewegt, viel erreicht, noch viel zu tun – am Dienstag wurde Zwischenbilanz zur Nationalen Weiterbildungsstrategie gezogen. Mit positivem Fazit: Mehr als drei Viertel der vereinbarten Maßnahmen und Initiativen sind umgesetzt oder auf den Weg gebracht. 

Weiterbildung

Weiterbildung ist für die Bundesregierung der Schlüssel für eine erfolgreiche Zukunft der Arbeit in Deutschland.

Foto: picture alliance / Zoonar / Robert Kneschke

Weiterbildung ist der Schlüssel zur individuellen beruflichen Entwicklung, aber nicht nur. Sie wird auch immer entscheidender für wirtschaftliche Stabilität, Wachstum und gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland. Der am Dienstag vorgstellte Bericht zur Umsetzung der „Nationalen Weiterbildungsstrategie“ dokumentiert das bereits Erreichte und skizziert Handlungsfelder sowie neu entstandene Herausforderungen für die nächsten Jahre. Alle 17 Partner sprechen sich für eine konsequente Fortführung der gestarteten Aktivitäten sowie Beratungs- und Austauschprozesse aus.

Die Nationale Weiterbildungsstrategie bündelt Maßnahmen und Aktivitäten, um die berufliche Weiterbildung zu stärken. Im Juni 2019 hatten das Bundesbildungsministerium und das Bundesarbeitsministerium gemeinsam mit dem Bundeswirtschaftsministerium, der Bundesagentur für Arbeit, den Ländern sowie Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden das im Koalitionsvertrag festgelegte Vorhaben verabschiedet.

Weg konsequent fortsetzen

„Die Nationale Weiterbildungsstrategie muss mit hohem Tempo fortgeführt werden“, sagte auch Bundesarbeitsminister Hubertus Heil. Ziel sei es, dass „die Beschäftigten von heute die Chance haben, die Arbeit von morgen zu machen.“ Der Bericht zeige, Deutschland habe viel erreicht, müsse den Weg zu einer Weiterbildungsrepublik aber konsequent fortsetzen. Deshalb fordert Heil: „Wir müssen Weiterbildung neu denken und Kräfte bündeln.“ Zeiten für Weiterbildung müssten „so selbstverständlich werden wie Elternzeiten.“

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek erklärte bei der Vorstellung der Bilanz: Um international wettbewerbsfähig und innovativ zu bleiben, brauche Deutschland gut ausgebildete Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, „die ihr Wissen und ihre Fertigkeiten durch Weiterbildung immer wieder auf den neuesten Stand bringen.“

Die Ministerin kündigte weitere Unterstützung durch die Bundesregierung an. Sie verwies auf die Initiative Digitale Bildung und die geplante Digitale Bildungsplattform. Bildungsangebote würden damit einfacher zugänglich und könnten besser auf den individuellen Bedarf zugeschnitten werden. „Damit werden wir auch die Weiterbildung modernisieren“, so Karliczek.

Langfristig, übergreifend, partnerschaftlich

Die Nationale Weiterbildungsstrategie ist ein langfristig angelegter, übergreifender und partnerschaftlicher Austauschprozess. In den letzten zwei Jahren wurde intensiv an der Umsetzung der getroffenen Vereinbarungen gearbeitet. Dazu gehört: Transparenz bei den Weiterbildungsmöglichkeiten unterstützen, Weiterentwicklung der Förderangebote, Beratungsangebote stärken, Kompetenzen sichtbar machen.

Das Bundesbildungsministerium infomiert zur Nationalen Weiterbildungsstrategie und zum Aufstiegs-BAföG, das Bundesarbeitsministeriums bietet einen Überblick zu Aus- und Weiterbildungsangeboten und zur Weiterbildungsförderung.