Solide Entwicklung am Arbeitsmarkt

Frühjahrsbelebung Solide Entwicklung am Arbeitsmarkt

Durch die anhaltende Frühjahrsbelebung sinkt die Zahl der Arbeitslosen. Im April waren 2,77 Millionen Menschen arbeitslos – rund 56.000 weniger als im Monat zuvor. Gestützt wird der Arbeitsmarkt weiterhin durch die Kurzarbeit.

Die Grafik trägt den Titel: Arbeitsmarkt im Zeichen der Corona-Pandemie (Weitere Beschreibung unterhalb des Bildes ausklappbar als "ausführliche Beschreibung")

Der Arbeitsmarkt im April.

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Foto: Bundesregierung

Im April waren 2,771 Millionen Menschen arbeitslos – das sind etwa 56.000 weniger als im Monat zuvor. Saisonbereinigt ist die Arbeitslosenzahl um 9.000 gestiegen. Die Arbeitslosenquote fiel um 0,2 Prozentpunkte auf 6,0 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren 127.000 Menschen mehr arbeitslos.

„Der deutsche Arbeitsmarkt zeigt sich trotz Corona bedingter widriger Umstände weiter stabil: Die Nachfrage nach Arbeitskräften steigt leicht an und die Frühjahrsbelebung setzt sich fort“, sagte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil zu den  aktuellen Zahlen. Im April waren 629.000 offene Arbeitsstellen bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) gemeldet, 2.000 mehr als vor einem Jahr. Saisonbereinigt hat sich der Bestand der bei der BA gemeldeten Arbeitsstellen um 14.000 erhöht.

Weniger Kurzarbeit angezeigt

Vom 1. bis einschließlich 25. April wurde für 116.000 Personen konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt. Die Zahl ist damit noch einmal deutlich gesunken. Betriebe müssen vor Beginn von Kurzarbeit eine Anzeige erstatten über den voraussichtlichen Arbeitsausfall.

Aktuelle Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme stehen bis Februar 2021 zur Verfügung. Nach vorläufigen hochgerechneten Daten der BA wurde in diesem Monat für 3,27 Millionen Arbeitnehmer konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt. Die Inanspruchnahme des Kurzarbeitergelds hatte nach dem bisherigen Höchststand im April mit knapp 6 Millionen sukzessive abgenommen. Seit November steigt sie mit den erneuten Eindämmungsmaßnahmen wieder an.

Erwerbstätigkeit stabilisiert sich

In Folge der Corona-Krise hatten sich Erwerbstätigkeit und Beschäftigung deutlich verringert, zuletzt stabilisierten sie sich jedoch. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes waren im März 16.000 Menschen mehr erwerbstätig als im Monat zuvor. Mit 44,37 Millionen waren es im Vergleich zum Vorjahr jedoch 632.000 weniger.

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, deren Daten nur bis Februar 2021 reichen, nahm in diesem Monat um 15.000 zu. Im Vergleich zum Vorjahr ist die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nach Hochrechnungen der BA um 107.000 auf 33,52 Millionen Beschäftigte gesunken.

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