Im Alter gut abgesichert

Rentenversicherungs- und Alterssicherungsbericht 2020 Im Alter gut abgesichert

Das Rentenniveau und der Beitragssatz zur Rentenversicherung bleiben stabil. Aktuell sind die meisten Rentnerinnen und Rentner gut versorgt. Das zeigen sowohl der Rentenversicherungsbericht als auch der Alterssicherungsbericht 2020. Das Kabinett hat diese beiden Berichte beschlossen.

Die Grafik zeigt ein Tortendiagramm zum Bruttoeinkommen der über 65-Jährigen. (Weitere Beschreibung unterhalb des Bildes ausklappbar als "ausführliche Beschreibung")

Die überwiegende Mehrheit der älteren Menschen ist gut abgesichert. Das zeigt unter anderem der Alterssicherungsbericht, der neben dem Rentenversicherungsbericht vorgelegt wurde.

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Foto: Bundesregierung

Der Beitragssatz zur Gesetzlichen Rente bleibt bis 2022 stabil bei 18,6 Prozent, das zeigt der aktuelle Rentenversicherungsbericht der Bundesregierung. Im Jahr 2025 wird er demnach voraussichtlich 19,9 Prozent betragen und 22,4 Prozent im Jahr 2034. Neben dem Rentenversicherungsbericht 2020 hat das Kabinett am Mittwoch auch den Alterssicherungsbericht 2020 beschlossen.

Das Rentenniveau liegt derzeit bei 48,2 Prozent. Laut Bericht steigt es in den nächsten Jahren an. Längerfristig sinkt es - bis zum Ende des Vorausberechnungszeitraums im Jahr 2034 auf 46,0 Prozent.

Das Rentenpaket garantiert bis 2025 ein stabiles Rentenniveau von mindestens 48 Prozent sowie einen stabilen Beitragssatz, der die Marke von 20 Prozent nicht überschreitet. Der Rentenversicherungsbericht der Bundesregierung gibt Auskunft über die Entwicklung der Rente bis ins Jahr 2034.

Im Rentenniveau drückt sich die Kaufkraft der Rente aus: Es ist eine Standardrente gemessen am Durchschnittsentgelt eines Arbeitsnehmers/einer Arbeitnehmerin.

Rentenanpassung 2021

Der Rentenversicherungsbericht blickt auch immer voraus auf die anstehende Rentenanpassung. Im kommenden Jahr wird die Anpassung von der COVID-19 Pandemie geprägt sein, die sich negativ auf die Lohnentwicklung und die Beitragseinnahmen auswirkt. Die Rentengarantie stellt sicher, dass Renten nicht gekürzt werden, auch wenn sich rein rechnerisch ein Minus ergeben würde.

Allerdings werden die Renten in den alten Bundesländern voraussichtlich auch nicht steigen. In den neuen Bundesländern werden sie weiter angeglichen, damit der durch das Rentenüberleitungs-Abschlussgesetz zum 1. Juli 2021 festgelegte Mindestwert von 97,9 Prozent des Westniveaus erreicht wird. Endgültig werden die Daten für die Rentenanpassung im März 2021 vorliegen.

Ost-West-Angleichung: Der Rentenwert Ost steigt weiter jährlich um jeweils 0,7 Prozent-Punkte an. Zum 1. Juli 2024 beträgt er demzufolge 100 Prozent des Rentenwerts West.

Seniorinnen und Senioren sind gut versorgt

Das Kabinett hat außerdem den Alterssicherungsbericht beschlossen. Er zeigt: Die weit überwiegende Mehrheit der älteren Menschen ist gut abgesichert. Senioren-Ehepaare erreichen im Durchschnitt ein monatliches Netto-Gesamteinkommen aus Alterssicherungsleistungen und zusätzlichen Einkommen von 2.907 Euro, alleinstehende Seniorinnen von 1.607 Euro und Senioren von 1.816 Euro. Derzeit sind nur rund drei Prozent der über 65-Jährigen auf Grundsicherung im Alter angewiesen, in den neuen Bundesländern ist es sogar nur gut ein Prozent.

Laut Bericht könnte das Versorgungsniveau in der gesetzlichen Rentenversicherung sogar noch steigen. Denn die Bundesregierung hat die Leistungen für Rentnerinnen und Rentner in den vergangenen Jahren kontinuierlich verbessert. Darüber hinaus kann jeder zusätzlich für das Alter vorsorgen. Nur so kann der Lebensstandard abgesichert werden.

Die gesetzliche Rentenversicherung ist nach wie vor das Alterssicherungssystem mit der weitaus größten Bedeutung in Deutschland. In ihr sind gut 56 Millionen Menschen aktiv und passiv versichert. 21,1 Millionen Menschen beziehen Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung.

Einmal in der Legislaturperiode legt die Bundesregierung ergänzend zum Rentenversicherungsbericht den Alterssicherungsbericht vor. Dieser beleuchtet die verschiedenen öffentlich finanzierten Alterssicherungssysteme. Das sind die Gesetzliche Rentenversicherung, die Beamtenversorgung, die knappschaftliche Rentenversicherung oder die Alterssicherung der Landwirte. Er analysiert die Einkommenssituation der Rentnerinnen- und Rentner-Haushalte, die zusätzliche Altersvorsorge und das Versorgungsniveau.