Viele Schritte für den Klimaschutz 

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Abschluss der 30. Weltklimakonferenz – COP30 Viele Schritte für den Klimaschutz 

Die 30. Weltklimakonferenz (COP30) in Belém, Brasilien, ist mit Einigungen auf einen Regenwaldfonds und Anpassungen an den Klimawandel zu Ende gegangen. Auf einen Ausstieg aus fossilen Energieträgern konnten sich die Länder allerdings nicht einigen.

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Bundesumweltminiter Carsten Schneider beim Pressestatement auf der COP30 in Belém.

Bei der Weltklimakonferenz (COP30) in Belém sei es „noch nicht gelungen, den Prozess hin zu einem Ausstiegs-Fahrplan aus fossilen Energien verbindlich für alle zu beschließen”, so Bundesumweltminister Carsten Schneider.

Foto: BMUKN/ Annika Schulze

Der von Brasilien gestartete neue Fonds zum Schutz des Regenwaldes – er ist eines der positiven Ergebnisse der Weltklimakonferenz in Belém (COP30). Dabei sollen Länder belohnt werden, die ihre Wälder erhalten. Für jeden zerstörten Hektar Wald sollen Sanktionen erfolgen.

Neben Geld von öffentlichen Gebern ist vorgesehen, für den Fonds Geld von privaten Investoren einzuwerben. Damit soll er eine substanzielle Erweiterung erfahren. Nach Brasilien, Indonesien und Norwegen hat sich auch Deutschland verpflichtet, einen namhaften Beitrag zu leisten.

Mehr Klimaanpassungshilfen

Außerdem wurde beschlossen, dass reiche Länder ihre Klimaanpassungshilfen für ärmere Länder bedeutend anheben. Bezug nimmt der Abschlussbericht dabei auf die Zusagen von 2019, als 40 Milliarden Dollar zugesagt wurden.

Darüber hinaus einigten sich am Ende der zweiwöchigen Verhandlungen die teilnehmenden Länder nur auf eine freiwillige Initiative, die Maßnahmen gegen den Klimawandel schneller voranzubringen. Gestartet war die COP30 hingegen mit einem Plan der brasilianischen COP-Präsidentschaft, einen konkreten Fahrplan gegen die Erderwärmung zu beschließen. Doch die Interessen der Länder waren zu verschieden.

„Menschen, die schon heute am stärksten unter der Erderhitzung leiden, brauchen konkrete Lösungen und mehr Unterstützung, um sich an die Folgen des Klimawandels anzupassen”, so Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan.

Noch keine Einigung auf Ausstieg aus den Fossilen

Vor allem konnten sich die Länder nicht auf einen Ausstieg aus den fossilen Energieträgern einigen. Obschon viele Länder, darunter auch die EU-Länder, die Bedeutung eines Ausstiegs für das Weltklima unterstrichen, wollten sich vor allem die Öl fördernden und andere große Länder in ihrem Handeln nicht beschränken lassen.

International negative Auswirkungen von Handelsmaßnahmen, auch wenn sie zum Schutz von Klimamaßnahmen vorgesehen sind, sollen thematisiert werden. Dazu ist ein dreijähriger Dialog zusammen mit der Welthandelsorganisation (WTO) vorgesehen. Es geht beispielsweise um den von der EU vorgesehenen Grenzausgleichsmechanismus. Dieser soll zum Schutz von EU-heimischer Industrie greifen. Denn die Industrie hat durch die CO2-Bepreisung wiederum im internationalen Wettbewerb erhöhte Kosten.

Nächste Weltklimakonferenz in der Türkei

Die nächste Klimakonferenz im November 2026 soll in Antalya stattfinden. Die Türkei wird damit Gastgeber der COP31. Australien, das sich ebenso um die Ausrichtung der nächsten COP bemüht hat, wird die Verhandlungen führen.