Handelsabkommen mit Australien
Die Europäische Kommission und Australien haben sich auf ein Handelsabkommen geeinigt. Damit sollen auf beiden Seiten Zölle abgeschafft werden, um Handel und Investitionen zu erleichtern. Europa sichert sich zudem den Zugang zu wichtigen Rohstoffen.
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EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und der australische Premierminister Anthony Albanese einigten sich auf ein Freihandelsabkommen.
Foto: Christophe Licoppe/EU-Kommission
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und der australische Premierminister Anthony Albanese haben die Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen in Canberra nach acht Jahren Verhandlungen nun abgeschlossen: Bereits jetzt handeln die EU und Australien mit Gütern und Dienstleistungen im Wert von 89,2 Milliarden Euro jährlich.
Durch das neue Abkommen werden die meisten Zölle abgeschafft, beispielsweise auf Autos, Maschinen und Chemieerzeugnisse. Zudem wird der Zugang zu kritischen Rohstoffen wie Lithium verbessert.
Das Europäische Parlament muss dem Abkommen nun noch zustimmen. Im Anschluss beschließt der Rat über den Abschluss. Sobald Australien das Abkommen dann ratifiziert hat, tritt es in Kraft. Die EU rechnet mit Zollersparnissen von bis zu einer Milliarden Euro.
Regelbasierter Freihandel
Die Bundesregierung setzt sich generell für fairen, freien und regelbasierten Handel ein und strebt Abschlüsse weiterer Handels- und Investitionsabkommen an. So ist sie beispielsweise erfolgreich für ein schnelles, vorläufiges Inkrafttreten des Mercosur-Abkommens eingetreten. Ebenso erfolgreich hat sich die Bundesregierung für die Bundestags-Ratifizierung der Rahmenabkommen von der EU und Chile sowie für die Investitionsschutzabkommen EU-Singapur und EU-Vietnam eingesetzt.
Darüber hinaus engagiert sich die Bundesregierung für einen Abschluss laufender EU-Freihandelsverhandlungen, unter anderem mit Indien und den ASEAN-Staaten. Auch mit den USA strebt sie mittelfristig ein Freihandelsabkommen an.
Zudem unterstützt die Bundesregierung die Initiativen für tiefere Kooperation der EU mit dem pazifischen Handelsverbund CPTPP. Zu diesem gehören neben Kanada auch Länder wie Japan, Mexiko, Australien und Neuseeland. Großbritannien ist bereits beigetreten.