Deutlich geringere Einnahmen

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Ergebnisse der 166. Steuerschätzung Deutlich geringere Einnahmen

Der Bund muss 2025 mit elf Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen auskommen als erwartet. Insgesamt verbuchen Bund, Länder und Gemeinden ein Minus von knapp 22 Milliarden, so die aktuelle Steuerschätzung.

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Bundesfinanzminister Christian Lindner.

Bundesfinanzminister Christian Lindner.

Foto: picture alliance/dpa

Die Steuereinnahmen fallen in den nächsten Jahren deutlich geringer aus als noch im Herbst 2023 erwartet: Das geht aus der aktuell vorgelegten 166. Steuerschätzung hervor. Demnach müssen Bund, Länder und Gemeinden bis 2028 mit insgesamt 80,7 Milliarden weniger Steuereinnahmen rechnen. Für den Bund bedeutet dies ein Minus von 41,6 Milliarden Euro.

Vor allem für den Bund weniger Einnahmen

Nach der Schätzung werden die Steuereinnahmen 2025 für den Gesamtstaat etwa 995,2 Milliarden Euro betragen. Für den Bund sind das gegenüber der Herbst-Prognose elf Milliarden Euro weniger.

Die detaillierten Ergebnisse der aktuellen Steuerschätzung lassen sich beim Bundesfinanzministerium nachlesen.

Zur Einordnung der Zahlen erklärte Bundesfinanzminister Christian Lindner, dass der Bund in den nächsten Jahren den größten Teil der Mindereinnahmen zu tragen habe. „Das Schätzergebnis belegt auch, dass die finanziellen Herausforderungen in den kommenden Jahren größer werden.“

Mit Blick auf die geringeren Steuereinnahmen sprach Lindner von konjunkturellen, aber auch strukturellen Ursachen. Laut Steuerschätzer hat sich die wirtschaftliche Erholung im Vergleich mit den Erwartungen im Oktober vergangenen Jahres verzögert.     

Wichtige Schätzung zweimal pro Jahr

Zweimal im Jahr kommen Steuerexperten aus Bund, Länder und Kommunen zusammen, um die Höhe der Steuern des laufenden Jahres sowie der folgenden vier bis fünf Jahre zu schätzen. Dieser Arbeitskreis „Steuerschätzungen“ ist ein Beirat beim Bundesfinanzministerium. Ihm gehören auch Fachleute der Wirtschaftsforschungsinstitute, dem Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und der Bundesbank an.

Die Prognose des Arbeitskreises „Steuerschätzungen“ ist unter anderem eine wichtige Grundlage für die Beratungen zum Bundeshaushalt 2025. Geplant ist, dass das Bundeskabinett den Etat für nächstes Jahr Anfang Juli beschließt.