Bundesregierung aktualisiert Nachhaltigkeitsstrategie

Nachhaltige Entwicklung Bundesregierung aktualisiert Nachhaltigkeitsstrategie

Wie sieht eine nachhaltige Landwirtschaft aus? Wie lässt sich das Leben unter Wasser schützen, vor allem in der Nord- und Ostsee? Wie und mit welchen Instrumenten können wir einen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt leisten? Das waren einige der Themen, mit denen sich rund 1500 Bürgerinnen und Bürger an Dialogkonferenzen zur Aktualisierung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie beschäftigt haben.

Ergänzung und teilweise Aktualisierung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie 2016.

Ergänzung und teilweise Aktualisierung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie 2016.

Foto: Bundesregierung/Stutterheim

Die Bundesregierung aktualisiert die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie (DNS) im Dialog mit der Bevölkerung. An der Weiterentwicklung haben sich Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Gesellschaft, Politik, Kultur und Wissenschaft beteiligt. Rund 1500 Bürgerinnen und Bürger nahmen bundesweit von Oktober 2019 bis Februar 2020 an Dialogkonferenzen teil.

Die Konferenzen fanden im Oktober 2019 in Berlin, im November 2019 in Stuttgart, im Januar 2020 in Norderstedt und im Februar 2020 in Bonn statt. Interessierte können ihre Überlegungen zur Verbesserung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie auch per E-Mail einbringen. Eine Auswahl der Einsendungen werden auf dieser Seite veröffentlicht.

Die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie orientiert sich seit 2016 an den Zielen der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen.

Wie geht es nach den Dialogkonferenzen weiter?

Auf der Grundlage der Hinweise aus den Dialogkonferenzen wird die Bundesregierung einen ersten Entwurf der DNS bis Ende September 2020 vorlegen. Anschließend wird dieses Papier erneut über Online-Konsultationen und über andere Beteiligungsformen zur Diskussion gestellt. Die Strategie wird dann in der ersten Jahreshälfte 2021 nach einem Beschluss des Bundeskabinetts veröffentlicht.

Internationalisierung der Nachhaltigkeitsstrategie

Mit der Übernahme der 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen ist die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie ein Stück weit internationalisiert worden. Die Bundesregierung schaut deshalb nicht nur auf Deutschland, sondern auch weltweit auf die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele (SDGs) bis 2030. Die Bundesregierung kann zum Beispiel mit Mitteln und Maßnahmen der Entwicklungszusammenarbeit Einfluss auf diese Umsetzung ausüben.

Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte bei ihrer Rede während der Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung, mit dem jetzigen Tempo sei die Umsetzung der SDGs bis 2030 nicht zu schaffen. So sei die Zahl der Hunger leidenden Menschen weltweit gestiegen. Auch der Zugang aller zu sanitärer Grundversorgung sei noch nicht gewährleistet, so die Bundeskanzlerin.

Nachhaltigkeitsgipfel in New York

Diese und weitere Themen spielten auch beim Nachhaltigkeitsgipfel der Vereinten Nationen eine Rolle. Am 24. und 25. September 2019 fand in New York der alle vier Jahre auf Ebene der Staats- und Regierungschefs tagende UN-Nachhaltigkeitsgipfel ("SDG-Gipfel") statt.

Dort ging es darum, den negativen Entwicklungen bei der Umsetzung der Agenda 2030 etwas entgegenzusetzen. Der Gipfel wurde mit einer politischen Erklärung der Staats- und Regierungschefs abgeschlossen.

Internationale Experten gaben Anregungen

2018 gab ein Gutachten internationaler Expertinnen und Experten wichtige Anregungen zur Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie - auch im Hinblick auf die für 2020 vorgesehene Fortschreibung. Die Gutachter hatten die deutsche Nachhaltigkeitspolitik geprüft und wie in den Jahren 2009 und 2013 Empfehlungen in einem sogenannten "peer review" erarbeitet.

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