Ziele nachhaltiger Entwicklung

Gleichstellung von Frauen und Männern

In Deutschland ist die rechtliche Gleichstellung von Frauen und Männern erreicht. An der tatsächlichen, alltäglichen Gleichstellung arbeiten wir noch. Weltweit gibt es bei der Gleichstellung Fortschritte. Dennoch bestehen immer noch erhebliche Barrieren. Ziel der nachhaltigen Entwicklung ist es, das bis 2030 grundlegend zu verbessern.

Frau klebt bunte Post-its an eine Glasscheibe

Weltweit gibt es bei der Gleichstellung von Frauen und Männern Fortschritte.

Foto: mauritius images

Die Gleichberechtigung der Geschlechter ist ein universelles Menschenrecht. Trotzdem werden weltweit Millionen von Frauen beim Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung und in ihrem alltäglichen Leben diskriminiert. Sie sind immer noch viel zu häufig Opfer von Menschenhandel sowie körperlicher oder sexueller Gewalt. Immer noch sterben in einer Reihe von Ländern viele Frauen wegen schlechter Gesundheitsversorgung bei oder nach der Geburt eines Kindes. Frauen sind öfter als Männer von Armut betroffen. Laut UN Women besitzt nur ein Prozent der Frauen Land. Der Anteil der Frauen in Niedriglohnsektoren ist deutlich höher als der der Männer.

Auch die neueste Zwischenbilanz der Vereinten Nationen und der Bundesregierung zeigt die Dringlichkeit und Bedeutung der Geschlechtergleichstellung. So haben zum Beispiel 19 Prozent aller Frauen und Mädchen weltweit im vergangenen Jahr körperliche Gewalt von ihrem Partner erfahren. Dennoch gibt es in 49 Ländern noch nicht einmal Gesetze, die diese Form der Gewalt unter Strafe stellen und verfolgen.

Eine Mutter mit ihrem Baby (Kind) in einer Besprechung im Büro an einem Whiteboard.

Frauen müssen gleiche Chancen erhalten.

Foto: mauritius images

Ein anderes Beispiel, das den dringenden Handlungsbedarf zeigt: 15 Millionen Mädchen im Grundschulalter werden nie die Chance erhalten lesen oder schreiben zu lernen. Das sind 50 Prozent mehr als bei gleichaltrigen Jungen. Zwar gibt es immer mehr gesetzliche Regelungen gegen Diskriminierung, aber es fehlt häufig an ihrer Umsetzung. Auch die Überwindung traditioneller Geschlechterrollen ist ein langwieriger Prozess.

Seit 1911 gibt es den "Internationaler Tag der Frauen", an dem weltweit auf Frauenrechte und Gleichstellung der Geschlechter aufmerksam gemacht wird. In Deutschland konnten im Januar 1919 Frauen das erste Mal in der Geschichte wählen und gewählt werden. Der Weltfrauentag wird weltweit am 8. März gefeiert und für Aktionen genutzt, die auf die Lage von Frauen weltweit aufmerksam machen.

Das Nachhaltigkeitsziel 5 der Agenda 2030 der Vereinten Nationen postuliert die Gleichstellung der Geschlechter und die Stärkung von Frauen und Mädchen. Deutschland engagiert sich dafür global und im eigenen Land.

Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung

Mit der Agenda 2030 wurde 2015 erstmalig in New York ein umfassendes Ziel zur Geschlechtergleichheit als eines von 17 globalen Zielen für nachhaltige Entwicklung durch die internationale Staatengemeinschaft vereinbart. Gleichzeitig ist Geschlechtergleichheit auch als Querschnittsthema in der Agenda 2030 verankert. In vielen weiteren SDGs finden sich geschlechtsspezifische Unterziele.

Kachel mit den Nachhaltigkeitszielen

Die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele werden durch Internet-Beiträge monatlich vorgestellt.

Foto: Bundesregierung

Die 17 globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030, die sogenannten Sustainable Development Goals (SDGs), richten sich an alle: die Regierungen weltweit, aber auch die Zivilgesellschaft, die Privatwirtschaft und die Wissenschaft.

Sustainable Development Goals – Geschlechtergleichheit herstellen

- Gleichstellung von Frauen und Männern in der Gesellschaft,
- Beseitigung aller Formen der Diskriminierung,
- Beendigung aller Formen von und Präventionen vor Gewalt gegen Frauen und Mädchen,
- Frauen in Führungspositionen in Wirtschaft, Politik und öffentlichem Leben,
- unbezahlte Pflege- und Hausarbeit anerkennen, wertschätzen und gerechter verteilen,
- einen gleichberechtigten Zugang zu Gesundheitsleistungen, auch zur Wahrung sexueller und reproduktiver Gesundheit,
- alle schädlichen Praktiken wie Kinderheirat, Zwangsheirat und Genitalverstümmelung beseitigen sowie
- gleicher Zugang für Frauen und Männer zu wirtschaftlichen Ressourcen, Technologie und Finanzen.

Die Geschlechtergerechtigkeit und die Selbstbestimmung aller Frauen und Mädchen ist eine Querschnittsaufgabe für die nachhaltige Entwicklung. Sie findet sich darüber hinaus in 11 weiteren Zielen wieder, beispielsweise bei den Forderungen nach gleichen Bildungschancen in SDGs 4 und gleicher Bezahlung von Männern und Frauen in SDGs 8.

Wo liegen die Herausforderungen in Deutschland? Zentral ist eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie oder Pflege für Frauen und Männer. Denn sie ist Voraussetzung für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen bei Erwerbstätigkeit und Karriere.

Der Anteil von Frauen in Führungspositionen in der Wirtschaft, in der Politik und der Wissenschaft ist noch immer zu niedrig. Auch sind Frauen in den sogenannten MINT-Berufen, also in mathematischen, Informatik-, naturwissenschaftlichen und technischen Berufen, unterrepräsentiert. Und das obwohl junge Mädchen in den MINT-Fächern in der Schule gleichwertige Ergebnisse wie Jungen erzielen. Notwendig ist auch eine Aufwertung der erzieherischen, sozialen und pflegerischen Berufe, die traditionell hauptsächlich von Frauen ausgeübt werden.

Auch Gewalt gegen Frauen ist nach wie vor in all ihren Formen weit verbreitet in Deutschland. Die Bundesregierung hat sich verpflichtet, Gewalt gegen Frauen und Mädchen umfassend zu bekämpfen, unter anderem durch die Ratifizierung des "Übereinkommens des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt" (Istanbul Konvention von 2011). Umgesetzt wird dieses durch eine Vielzahl von Maßnahmen, darunter ein kostenloses, barrierefreies und in 18 Sprachen zur Verfügung stehendes Hilfetelefon bei Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt.

Umsetzung durch die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie

Die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie ist der deutsche Beitrag zur Umsetzung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen. Sie setzt den Rahmen für nachhaltiges Handeln von Politik und Gesellschaft. Ihr Herzstück bildet ein Nachhaltigkeitsmanagementsystem, das Ziele mit konkreten Zeitrahmen zur Erfüllung und Indikatoren für ein kontinuierliches Monitoring benennt.

Welche Ziele und Indikatoren der Nachhaltigkeitsstrategie zeigen den Stand der Gleichbehandlung von Mädchen und Frauen?

- Ziel ist, den Unterschied in den durchschnittlichen Bruttostundenverdiensten bis 2030 auf maximal 10 Prozent zu reduzieren.
- Der Anteil von Frauen in Aufsichtsräten der börsennotierten und voll mitbestimmungspflichtigen Unternehmen soll bis 2030 auf 30 Prozent in Deutschland steigen.
- Steigerung der durch deutsche Entwicklungshilfe beruflich qualifizierten Mädchen und Frauen auf 473.000 in 2030, ein Drittel mehr als im Jahr 2015.

Der alle zwei Jahre vorzulegende Indikatorenbericht des Statistischen Bundesamtes zeigt, wie sich die Indikatoren der Strategie entwickelt haben. Der jährliche Monitoringbericht zum Maßnahmenprogramm Nachhaltigkeit der Bundesverwaltung schafft die nötige Transparenz darüber, was die Bundesregierung im eigenen Bereich zur Umsetzung von Nachhaltigkeit unternimmt.

Die Ergebnisse sind Verpflichtung und Ermutigung zugleich. Unbefriedigend ist die Angleichung der Gehälter. 2016 verdienten Frauen durchschnittlich 21 Prozent weniger als Männer (sogenannter "unbereinigter Gender Pay Gap"). Hier gab es in den vergangenen 20 Jahren kaum Veränderung. Positiv ist die Entwicklung bei der Besetzung von Aufsichtsratsposten in den Unternehmen, die der gesetzlichen Quotenregelung unterliegen. Bis Ende 2017 gab es eine signifikante Steigerung auf 30,1 Prozent (bezogen auf die 105 börsennotierten und voll mitbestimmten Unternehmen).

Was macht die Bundesregierung?

Die Gleichbehandlung von Frauen und Männern steht im Zentrum des Regierungshandelns. Frauen und Männer müssen auf dem gesamten Lebensweg die gleichen Chancen erhalten – persönlich, beruflich und familiär.

Verdienstunterschiede beseitigen
Ein wichtiger Baustein zur Schließung der Lohnlücke ist das Gesetz zur Förderung der Entgelttransparenz zwischen Frauen und Männern. Beschäftigte in Betrieben ab 200 Beschäftigten können seit Januar 2018 erstmals einen individuellen Auskunftsanspruch geltend machen und Auskunft über die Entgeltstrukturen in ihrem Betrieb verlangen. Ansprechpartner für Fragen der Entgelttransparenz ist meistens der örtliche Betriebsrat.

Frauen in Führungspositionen
Mit dem Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst schaffen Politik und Wirtschaft die Voraussetzungen dafür, den erforderlichen Kulturwandel einzuleiten.

Seit Januar 2016 gilt eine Mindestgeschlechterquote von 30 Prozent für neu zu besetzende Aufsichtsratsposten in mehr als 100 börsennotierten und paritätisch mitbestimmten Unternehmen, die positive Wirkung zeigt. Rund 3.500 Unternehmen, die börsennotiert oder mitbestimmt sind, sind verpflichtet, sich eigene Zielgrößen zur Erhöhung des Frauenanteils in Aufsichtsräten, Vorständen und obersten Management-Ebenen zu setzen. Lageberichtspflichtige Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten sind erstmals zur Veröffentlichung eines Berichts zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit verpflichtet. Begleitet wird dieser Prozess durch regionale Bündnisse für Chancengleichheit, um die Karriereentwicklung von Frauen auf regionaler Ebene zu fördern.

Das Bundesgleichstellungsgesetz hat die Aufgabe, in den Dienststellen des Bundes die Gleichstellung von Frauen und Männern zu fördern, insbesondere auch in Führungspositionen. Benachteiligungen auf Grund des Geschlechts sollen verhindert werden.

Familie und Beruf vereinbaren
Mit dem Elterngeld und dem neuen Elterngeld Plus, der Absetzbarkeit von Betreuungskosten, dem flächendeckenden Ausbau der Kinderbetreuung und einem erweiterten Ganztagsschulangebot hat die Bundesregierung entscheidende Weichen für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf gestellt. Zudem ermöglicht sie mehr Partnerschaftlichkeit in der Erziehung. Das Elterngeld, in Kraft getreten vor inzwischen mehr als zehn Jahren, adressiert Mütter und Väter individuell und hat inzwischen soziale Normen und Leitbilder verändert: Die gleichberechtigte Aufgabenteilung in Familie und Beruf von Frauen und Männern hat nachweislich an Akzeptanz gewonnen. Mit dem Aktionsprogramm "Perspektive Wiedereinstieg" werden die Ein- und Aufstiegschancen von Frauen nach einer familienbedingten Erwerbsunterbrechung verbessert.

Qualifizierung ohne Geschlechterklischees
Faire Chancen für Mädchen und junge Frauen bedeuten auch gleiche Chancen in traditionellen Studienfächern und sogenannten "Männerberufen". Die Bundesregierung unterstützt Mädchen und Frauen deshalb bei der Berufswahl. Gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft wurde der nationale MINT-Pakt geschlossen. Unter dem Motto "Komm, mach MINT" soll jungen Frauen gezeigt werden, wie die heutige MINT-Berufswelt aussieht und welche Chancen sich für Frauen eröffnen.

Tipp: Nehmen Sie am jährlichen Girls' Day teil. Er findet wieder am 26. April 2018 statt! Oder machen Sie ein Schnupperpraktikum in einem MINT-Beruf.

Es ist notwendig, das gesamte Spektrum der Berufswelt in den Blick zu nehmen. Deswegen gibt es neben dem Girls' Day auch seit 2011 den Boys' Day, an dem Jungen Berufe erkunden können, die sie in der Regel nur selten bei der Berufswahl in Betracht ziehen.

Klischeefreie Berufs- und Studienorientierung
Die Initiative Klischeefrei unterstützt alle am Berufswahlprozess Beteiligten, die Mädchen und Jungen auf ihrem Weg in den Beruf begleiten, der zu ihren Stärken passt – frei von Geschlechterklischees. Die Initiative setzt auf eine enge Zusammenarbeit mit Partnern aus Bildung, Politik, Wirtschaft und Forschung.

Gruppe junger Menschen in der technischen Berufsausbildung mit Lehrerin.

Gruppe junger Menschen in der technischen Berufsausbildung mit Lehrerin. MINT, technische Berufe, Mädchen, Frau,

Foto: Getty Images/iStockphoto

In Wissenschaft und Forschung sind Frauen und Männer bis einschließlich der Promotion durchschnittlich zu annähernd gleichen Teilen vertreten. Anschließend verändert sich dies deutlich. Wird auf die Verteilung von Professoren und Professorinnen an deutschen Hochschulen geschaut, so sind lediglich knapp 23 Prozent der Professoren weiblich. Zur Verwirklichung von Chancengleichheit an Hochschulen leistet das Professorinnenprogramm des Bundes und der Länder einen wichtigen Beitrag. Mehr als 500 Professorinnen konnten bislang so berufen werden.

Gewalt gegen Frauen
Seit 2013 gibt es ein bundesweites Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen". Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter. Ob Gewalt in Ehe und Partnerschaft, sexuelle Übergriffe und Vergewaltigung sowie Stalking, Menschenhandel und Gewalt im Rahmen von Prostitution oder Genitalverstümmelung – qualifizierte Beraterinnen stehen hilfesuchenden Frauen zu allen Formen der Gewalt vertraulich zur Seite.

Tipp: Sie sind Opfer von Gewalt? Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" Unter der 08000 116 016 und auf der Website www.hilfetelefon.de erhalten Sie kompetente Beratung in 18 Sprachen rund um die Uhr, auch an Wochenenden und Feiertagen – an 365 Tagen im Jahr. Ihr Anruf beim Hilfetelefon ist kostenlos. Selbst ohne Guthaben auf dem Mobiltelefon kann die Beratung genutzt werden.

Hilfen für Schwangere
Im Mai 2014 ist das Gesetz zum Ausbau der Hilfen für Schwangere und zur Regelung der vertraulichen Geburt in Kraft getreten. Ziel ist es, schwangeren Frauen in besonderen Konfliktsituationen eine qualifizierte Beratung sowie eine medizinische Betreuung und Versorgung bei Schwangerschaft und Geburt auch dann zu ermöglichen, wenn sie anonym bleiben wollen.

Tipp: Hilfetelefon "Schwangere in Not anonym und sicher". Unter der kostenlosen Rufnummer 0800 40 40 020 erhalten Sie kompetente Hilfe rund um die Uhr, auch an Wochenenden und Feiertagen – an 365 Tagen im Jahr. Ihr Anruf beim Hilfetelefon ist kostenlos. Selbst ohne Guthaben auf dem Mobiltelefon kann die Beratung genutzt werden. Schwangere Frauen in Notlagen unterstützt auch die Bundesstiftung "Mutter und Kind - Schutz des ungeborenen Lebens".

Deutschland engagiert sich global
Die Bundesregierung setzt sich auch international für die Gleichstellung der Geschlechter ein und arbeitet dafür mit verschiedenen Partnern zusammen. Meilensteine für die weltweite Anstrengung zum Erreichen von Gleichstellung waren das Übereinkommen der Vereinten Nationen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau (CEDAW, seit 1981 in Kraft und von Deutschland 1985 ratifiziert) sowie die Vierte Weltfrauenkonferenz 1995 in Peking. Deren Umsetzung ist Thema der jährlich stattfindenden Frauenrechtskommission der Vereinten Nationen.

Die Europäische Union verpflichtet alle ihre Mitgliedstaaten durch ihre Rechtsetzung und weitere Maßnahmen, Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts zu beseitigen. Prominentes Beispiel für die Umsetzung von EU-Richtlinien in diesem Bereich in Deutschland ist das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), welches Benachteiligung auch aufgrund des Merkmals Geschlecht verbietet. Auch der Europarat beschließt Konventionen, Programme und Empfehlungen zur Sicherung der Menschenrechte und der Gleichstellung der Geschlechter, zuletzt das Übereinkommen zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt (Istanbul Konvention), das für Deutschland am 1. Februar 2018 in Kraft getreten ist.

Entwicklungspolitik setzt auf Gleichberechtigung

eine Berufsschule fuer Maedchen. Hier unterrichtet ein AusbiBild mit einem Ausbilder und zwei afrikanischen Mädchen in Elektrotechnik, Accra, 08.09.2016.

Girls Vocational Training Institute, eine Berufsschule fuer Maedchen. Hier unterrichtet ein Ausbilder zwei afrikanische Mädchen in Elektrotechnik, Accra, 08.09.2016. Berufsschule fuer Mädchen in Ghana. Afrika, Ausbildung , Mädchen , Frauen

Foto: Thomas Imo/photothek.net

Gleiche Rechte, gleiche Pflichten, gleiche Chancen und gleiche Macht für Frauen und Männer ist auch ein leitender Grundsatz deutscher Entwicklungspolitik. Dabei setzt die Bundesregierung auf Selbstbestimmung, beispielsweise durch bessere Bildung und Qualifizierung von Mädchen und Frauen. 2015 wurden 354.841 Mädchen und Frauen durch die Entwicklungszusammenarbeit beruflich qualifiziert. Dieser Anteil soll bis 2030 deutlich steigen. Entwicklungspolitische Projekte für Männer sollen hergebrachte Rollen ändern.

Außerdem setzt sich die Bundesregierung weltweit dafür ein, die politische Teilhabe von Frauen zu verbessern, Gewalt gegen Frauen und Mädchen einzudämmen und die wichtige Rolle von Frauen im Bereich Frieden und Sicherheit zu stärken. Auch in den Sektoren Wasser, ländliche Entwicklung, Gesundheit, Energie und Klima zeigen Projekte der deutschen Entwicklungszusammenarbeit, dass die Gleichberechtigung der Geschlechter möglich ist und zu besseren Ergebnissen führt. Durch den politischen Dialog aber auch durch konkrete entwicklungspolitische Projekte sollen althergebrachte Geschlechterrollen aufgebrochen sowie Männer und Jungen als "change agents" für mehr Geschlechtergleichheit gewonnen werden.

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