Energie

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Im Energiesektor sollen die Emissionen bis 2030 auf 175 bis 183 Millionen Tonnen CO2 sinken. Hier gibt es schon seit Jahren erhebliche Einsparungen. Mit dem schrittweisen Ausstieg aus der Kohle, dem Ausbau erneuerbarer Energien und der Steigerung der Energieeffizienz schreiben wir diese positive Entwicklung fort.

Der CO2-Ausstoß im Energiesektor betrug 1990 466 Millionen Tonnen, 2030 soll er auf 175 Millionen Tonnen reduziert werden.

Der Energiesektor hat schon in der Vergangenheit umfangreiche Emissionsminderungen erbracht. Diese positive Entwicklung wird nun beschleunigt.

Foto: Bundesregierung

Schrittweiser Ausstieg aus der Kohleverstromung

Nach den Empfehlungen der Kommission "Wachstum, Strukturwandel, Beschäftigung" sollen Braun- und Steinkohlekraftwerke bis 2030 nur noch 17 Gigawatt Strom produzieren. Bis spätestens 2038 soll es keinen Strom aus Kohle mehr geben. Die Bundesregierung hat im Kohleausstiegsgesetz den schrittweisen Ausstieg festgelegt. Es ergänzt das Strukturstärkungsgesetz für Investitionshilfen für die Kohleregionen. Es ist geplant beide Gesetze Mitte 2020 im Bundestag zu verabschieden.

Moderne Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen ersetzen als besonders effiziente Kraftwerke perspektivisch Kohlekraftwerke und werden deshalb weiterhin besonders gefördert. Das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz wird 2020 novelliert.

Ausbau des Anteils erneuerbarer Energien auf 65 Prozent

Um den Ausbau von Windenergie zu beschleunigen, wird die Bundesregierung Regelungen im Umwelt- und Naturschutzrecht sowie in der Luftverkehrssicherheit anpassen, die den Ausbau hemmen. Neue Abstandsregelungen sollen die Akzeptanz für die Windkraft ebenso erhöhen wie neue finanzielle Vorteile für Kommunen, in denen Windräder gebaut werden.

Auch den Ausbau von Photovoltaik-Anlagen will die Bundesregierung ohne Deckelung fördern. Besondere Anreize soll es geben für Anlagen auf Dächern und an Gebäuden, um Natur und Umwelt zu schonen.

Die Ausbauziele für die erneuerbaren Energien werden angehoben. Bis 2030 will die Bundesregierung einen Anteil am Stromverbrauch von 65 Prozent erreichen.  Für Windenergie auf See steigt das Ausbauziel für das Jahr 2030 auf 20 Gigawatt.

Energieeffizienz

Die Bundesregierung hat im Dezember 2019 ihre Energieeffizienzstrategie 2050 beschlossen. Ziel ist es, den Primärenergieverbrauch bis 2030 um 30 Prozent gegenüber 2008 zu senken. Eine Vielzahl wirksamer Effizienzmaßnahmen für die Dekade 2021-2030 werden im neuen Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE 2.0) gebündelt. Dessen Umsetzung ist zum Teil bereits eingeleitet.

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