Telefonische Krankschreibung wieder möglich

Bei Erkältungsbeschwerden Telefonische Krankschreibung wieder möglich

Seit Montag sind bei Erkältungssymptomen wieder telefonische Krankschreibungen möglich. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss beschlossen. Die Regelung gilt zunächst bis zum Jahresende. Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen müssten volle Wartezimmer vermieden werden, so der Vorsitzende Prof. Hecker.

Ein Mobiltelefon und ein Krankenschein

Patientinnen und Patienten, die an leichten Atemwegserkrankungen leiden, können sich wieder telefonisch krankschreiben lassen.

Foto: imago images/photothek.net/Janine Schmitz

Telefonische Krankschreibungen wegen Erkältungsbeschwerden sind seit Montag bundesweit wieder möglich. Auf diese Sonderregelung, die zunächst bis zum Jahresende gelten soll, hat sich der Gemeinsame Bundesausschuss verständigt - wie schon einmal in der Anfangsphase der Coronavirus-Pandemie bis Ende Mai. Die niedergelassenen Ärzte müssen sich dabei persönlich vom Zustand der Patienten durch eine eingehende telefonische Befragung überzeugen. Die Krankschreibung gibt es für bis zu sieben Tage, eine einmalige Verlängerung um weitere sieben Tage ist ebenfalls telefonisch möglich.

"Wir haben aktuell eine sich beschleunigende Infektionsdynamik mit dem Covid-​19-Virus, zeitgleich aber auch vermehrt grippale Infekte. Diese parallele Entwicklung ist besorgniserregend. Wir müssen sie unbedingt unterbrechen, ohne dass die Versorgung der Patientinnen und Patienten darunter leidet", sagt Prof. Josef Hecken, unparteiischer Vorsitzender des Gremiums von Ärzten, Kliniken und Krankenkassen. "Wenn wir in dieser ernsten Situation eines nicht brauchen, sind es volle Wartezimmer."

Mehr Informationen zur telefonischen Krankschreibung lesen Sie in der Pressemitteilung des Gemeinsamen Bundesausschusses.

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