"Sie ist nachgefragt, sie funktioniert, sie hilft"

100 Tage Corona-Warn-App "Sie ist nachgefragt, sie funktioniert, sie hilft"

Die Corona-Warn-App wurde inzwischen mehr als 18 Millionen mal heruntergeladen. Sie hilft bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie - und wird gerade mit dem beginnenden Herbst noch etwas wichtiger. Bei einer Pressekonferenz zogen Bundesregierung und Entwickler eine erste positive Bilanz: Die App wirkt.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (li.) und der Chef des Bundeskanzleramts Helge Braun am Mittwoch in Berlin

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (l.) und der Chef des Bundeskanzleramts, Helge Braun, am Mittwoch in Berlin

Foto: Bundesregierung/Bergmann

Vor 100 Tagen wurde die Corona-Warn-App der Bundesregierung veröffentlicht. Die Anwendung ist nicht als Allheilmittel gegen die Covid-19-Pandemie gedacht, sie hat sich aber als wichtiger digitaler Helfer gegen Corona erwiesen. Das betonte auch Helge Braun, Chef des Bundeskanzleramtes bei einer Pressekonferenz in Berlin. Die Bundesregierung freut sich über die mehr als 18 Millionen App-Downloads - momentan wird die App weiterhin alle zwei Sekunden in einem der Stores heruntergeladen. Auch die Verbreitung in ausländischen App-Stores hat sich gelohnt: "Über 400.000 Nutzer haben sie in ausländischen App-Stores heruntergeladen, um sie dann in Deutschland nutzen zu können", so Minister Braun. Zum Herbstanfang appellierte Braun noch einmal an alle, die Kontakt zu vielen Personen haben, unbedingt die App herunterzuladen. 

Die Grafik trägt den Titel: 100 Tage Corona-Warn-App (Weitere Beschreibung unterhalb des Bildes ausklappbar als "ausführliche Beschreibung")

Die Corona-Warn-App in Zahlen

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Foto: Bundesregierung

Höchster Datenschutz

Nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ist die Corona-Warn-App eine der erfolgreichsten Apps weltweit: "Sie ist nachgefragt, sie funktioniert, sie hilft, Infektionen zu vermeiden", sagte Spahn. Zentrale Funktion ist natürlich, Mitmenschen vor potenziellen Infektionen zu warnen. Doch das Programm kann mehr: Bisher wurden mehr als 1,2 Millionen Testergebnisse direkt von den Laboren in die Apps der Getesteten übermittelt. "Alleine in Berlin wurden in der vergangenen Woche 50 Prozent der Covid-19-Testergebnisse über die App weitergegeben", betonte Spahn am Mittwoch. Mehr als 5000 Nutzer der App haben bisher ihr positives Testergebnis mit anderen Usern geteilt. Hier sieht Spahn noch Nachholbedarf. Er wies noch einmal darauf hin, dass die Corona-Warn-App strengste Datenschutzregeln befolge. "Keiner erfährt, mit wem und wann die Risikobegegnung stattgefunden hat", hob Spahn hervor.

Ausschnitte aus der Pressekonferenz im Video

Europäische Lösung für Warn-App

Tim Höttges, Vorstandschef der Deutschen Telekom AG, informierte über die nächsten Entwicklungsschritte der Corona-Warn-App. Bisher ist diese Anwendung eine rein nationale Lösung. Allerdings ist bereits seit einigen Wochen ein europäisches Gateway im Probebetrieb. Damit können sich die Warn-Apps vieler unserer Nachbarländer bald miteinander interoperabel erkennen, Begegnungsinformationen austauschen und beim Reisen im europäischen Ausland genutzt werden. Die EU setzt dabei auf die Expertise derselben deutschen Unternehmen, die die Corona-Warn-App entwickelt haben.

Fragen und Antworten zur Corona-Warn-App

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Corona-Warn-App Wie funktioniert und was kann die Corona-Warn-App