50 Millionen Euro für Medikamente gegen Covid-19

Förderung der Impfstoffentwicklung

Die Bundesregierung fördert die Entwicklung von Arzneien gegen Covid-19.

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Impfungen sind der Schlüssel zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Deshalb hatte die Bunderegierung im vergangenen Jahr die nationale und internationale Entwicklung von Impfstoffen mit mehr als einer Milliarde Euro gefördert. "Wir brauchen zur Überwindung der Pandemie wirksame und verfügbare Impfstoffe, aber genauso auch wirksame und verfügbare Arzneimittel zur Behandlung schon erkrankter Menschen", sagte Bundesforschungsministerin Anja Karliczek bei der Vorstellung der Förderbekanntmachung zur Entwicklung von Medikamenten und anderen Therapeutika gegen COVID-19 am Mittwoch.

Hilfe für Corona-Infizierte

"Wir müssen nach wie vor leider damit rechnen, dass selbst bei einer hohen Impfrate Menschen weiter an Covid-19 erkranken", fügte die Ministerin hinzu. Für die an Corona erkrankten Patienten brauche es "neue Therapieoptionen", die in den unterschiedlichen Stadien der Infektion eingesetzt werden könnten, sagte Karliczek.

In einer ersten Stufe hatte das Bundesforschungsministerium im März 2020 ein Programm zur Grundlagenforschung aufgelegt. Im Mittelpunkt stand die Untersuchung des Covid-19-Erregers sowie die Wirksamkeit bereits vorhandener und zugelassener Medikamente. Es gebe bereits einige erfolgversprechende Ansätze - so wurden schon 19 unterschiedliche Entwicklungen auf den Weg gebracht, so die Ministerin weiter. Das neue Programm setzt auf die Entwicklung neuer Medikamente gegen Covid-19.

Gefördert werden bis Ende des Jahres 2023 sowohl die Entwicklung von Arzneimitteln als auch deren klinische Prüfung. Unternehmen und Wissenschaftler können die Gelder bis Mitte Februar  dieses Jahres beantragen. Über die Förderung entscheidet das Ministerium auf Grundlage eines Expertenvotums.