Fotoreihe
Am 5. Mai 1990 beginnen im Weltsaal des Auswärtigen Amtes in Bonn die Verhandlungen über die „äußeren Aspekte der Herstellung der deutschen Einheit“. Dabei geht es vor allem um die Frage, unter welchen internationalen Rahmenbedingungen Deutschland wiedervereinigt werden kann. Ein zentrales Thema ist die endgültige völkerrechtliche Souveränität Deutschlands, also das Ende der bisherigen Vorbehaltsrechte der Siegermächte des Zweiten Weltkriegs.
An den Verhandlungen nehmen die Außenminister der beiden deutschen Staaten sowie der vier Siegermächte des Zweiten Weltkriegs teil. Gastgeber ist Hans-Dietrich Genscher, Außenminister der Bundesrepublik Deutschland, zusammen mit Markus Meckel, Außenminister der DDR. Für die Siegermächte sind James Baker (USA), Eduard Schewardnadse (Sowjetunion), Douglas Hurd (Großbritannien) und Roland Dumas (Frankreich) dabei. Die sechs Außenminister einigen sich in Bonn auf die Tagesordnung der weiteren Zwei-plus-Vier-Gespräche. Wichtige Themen sind die endgültige Klärung der deutschen Grenzen sowie politisch-militärische und völkerrechtliche Fragen.
Vor Beginn der zweiten Verhandlungsrunde nehmen die sechs Außenminister – Baker, Dumas, Genscher, Hurd, Meckel, Schewardnadse – an der symbolischen Demontage des alliierten Grenzübergangs „Checkpoint Charlie” in Ostberlin teil. Damit wird die fortschreitende Wiedervereinigung Deutschlands unterstrichen.
Im Ostberliner Schloss Schönhausen setzen die sechs Außenminister mit ihren Delegationen am 22. Juni 1990 die Verhandlungen fort.
Im Mittelpunkt der zweiten Verhandlungsrunde steht die Anerkennung der Oder-Neiße-Grenze – und damit der endgültige Verzicht auf die ehemaligen deutschen Ostgebiete durch ein vereintes Deutschland . Der völkerrechtliche Grenzvertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Polen wird schließlich im November 1990 unterzeichnet. Die Oder-Neiße-Grenze wird damit unverletzlich und endgültig festgelegt. Der Grundstein für den Nachbarschaftsvertrag zwischen Deutschland und Polen ist gelegt.
Am 15. Juli 1990 reist Bundeskanzler Helmut Kohl nach Moskau, um mit dem sowjetischen Präsidenten Michail Gorbatschow die letzten Hürden auf dem Weg zur Deutschen Einheit zu beseitigen. Knackpunkt ist die angestrebte NATO-Mitgliedschaft des wiedervereinigten Deutschlands, die Gorbatschow den Deutschen schließlich zubilligt. Allerdings sollte der Geltungsbereich der NATO für eine Übergangszeit nicht das Territorium der DDR umfassen – und zwar solange dort noch sowjetische Truppen stationiert sind.
Gorbatschow lädt Kohl anschließend in seine Datsche nahe dem Dorf Archys im Kaukasus ein. Ein Spaziergang in Strickjacke wird schließlich zum Symbol für die erlangte Souveränität des künftig vereinten Deutschlands. Der sowjetische Außenminister Eduard Schewardnadse sagt hierzu später: „Wir sind außerstande, Deutschlands Wiedervereinigung zu stoppen, es sei denn mit Gewalt. Doch das käme einer Katastrophe gleich.“
Am 12. September 1990 unterzeichnen die Außenminister den Zwei-plus-Vier-Vertrag zwischen den beiden deutschen Staaten und den vier Siegermächten des Zweiten Weltkrieges (USA, UdSSR, Frankreich und Großbritannien) in Moskau. Der Vertrag stellt die endgültige innere und äußere Souveränität des vereinten Deutschlands her.
Am 5. Mai 1990 beginnen im Weltsaal des Auswärtigen Amtes in Bonn die Verhandlungen über die „äußeren Aspekte der Herstellung der deutschen Einheit“. Dabei geht es vor allem um die Frage, unter welchen internationalen Rahmenbedingungen Deutschland wiedervereinigt werden kann. Ein zentrales Thema ist die endgültige völkerrechtliche Souveränität Deutschlands, also das Ende der bisherigen Vorbehaltsrechte der Siegermächte des Zweiten Weltkriegs.
An den Verhandlungen nehmen die Außenminister der beiden deutschen Staaten sowie der vier Siegermächte des Zweiten Weltkriegs teil. Gastgeber ist Hans-Dietrich Genscher, Außenminister der Bundesrepublik Deutschland, zusammen mit Markus Meckel, Außenminister der DDR. Für die Siegermächte sind James Baker (USA), Eduard Schewardnadse (Sowjetunion), Douglas Hurd (Großbritannien) und Roland Dumas (Frankreich) dabei. Die sechs Außenminister einigen sich in Bonn auf die Tagesordnung der weiteren Zwei-plus-Vier-Gespräche. Wichtige Themen sind die endgültige Klärung der deutschen Grenzen sowie politisch-militärische und völkerrechtliche Fragen.
Vor Beginn der zweiten Verhandlungsrunde nehmen die sechs Außenminister – Baker, Dumas, Genscher, Hurd, Meckel, Schewardnadse – an der symbolischen Demontage des alliierten Grenzübergangs „Checkpoint Charlie” in Ostberlin teil. Damit wird die fortschreitende Wiedervereinigung Deutschlands unterstrichen.
Im Ostberliner Schloss Schönhausen setzen die sechs Außenminister mit ihren Delegationen am 22. Juni 1990 die Verhandlungen fort.
Im Mittelpunkt der zweiten Verhandlungsrunde steht die Anerkennung der Oder-Neiße-Grenze – und damit der endgültige Verzicht auf die ehemaligen deutschen Ostgebiete durch ein vereintes Deutschland . Der völkerrechtliche Grenzvertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Polen wird schließlich im November 1990 unterzeichnet. Die Oder-Neiße-Grenze wird damit unverletzlich und endgültig festgelegt. Der Grundstein für den Nachbarschaftsvertrag zwischen Deutschland und Polen ist gelegt.
Am 15. Juli 1990 reist Bundeskanzler Helmut Kohl nach Moskau, um mit dem sowjetischen Präsidenten Michail Gorbatschow die letzten Hürden auf dem Weg zur Deutschen Einheit zu beseitigen. Knackpunkt ist die angestrebte NATO-Mitgliedschaft des wiedervereinigten Deutschlands, die Gorbatschow den Deutschen schließlich zubilligt. Allerdings sollte der Geltungsbereich der NATO für eine Übergangszeit nicht das Territorium der DDR umfassen – und zwar solange dort noch sowjetische Truppen stationiert sind.
Gorbatschow lädt Kohl anschließend in seine Datsche nahe dem Dorf Archys im Kaukasus ein. Ein Spaziergang in Strickjacke wird schließlich zum Symbol für die erlangte Souveränität des künftig vereinten Deutschlands. Der sowjetische Außenminister Eduard Schewardnadse sagt hierzu später: „Wir sind außerstande, Deutschlands Wiedervereinigung zu stoppen, es sei denn mit Gewalt. Doch das käme einer Katastrophe gleich.“
Am 12. September 1990 unterzeichnen die Außenminister den Zwei-plus-Vier-Vertrag zwischen den beiden deutschen Staaten und den vier Siegermächten des Zweiten Weltkrieges (USA, UdSSR, Frankreich und Großbritannien) in Moskau. Der Vertrag stellt die endgültige innere und äußere Souveränität des vereinten Deutschlands her.