Pilotprojekt Hotel Check-In erfolgreich gestartet

„ID-Wallet“

Dorothee Bär, Staatsministerin für Digitalisierung, präsentierte am Montag die neu entwickelte „ID-Wallet“ für den digitalen Check-In.

Foto: Bundesregierung/Steins

Bis Ende August sollen sich rund 120 Hotels diesem Gemeinschaftsprojekt von Bundesregierung und Partnern aus der Wirtschaft anschließen. Der Hotel Check-In ist der erste Anwendungsfall in einem Ökosystem, das neu aufgebaut werden soll.

Abläufe vereinfachen, Zettelwirtschaft vermeiden

Von nun an können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Deutschen Bahn AG, der Lufthansa AG, der Robert Bosch GmbH, sowie der BWI GmbH per Smartphone mit einer neu entwickelten „ID-Wallet“ in teilnehmenden Hotels einchecken. 

Für Geschäftsleute, die aufgrund ihrer Tätigkeit Reisen auch in Zeiten von Corona nicht vermeiden können, fällt so der physische Kontakt beim Check-in weg. Zugleich ist damit der erste Schritt zum vollständig digitalen Hotel Check-in getan. „Das Fehlen digitaler Nachweise ist eines der drängendsten Digitalisierungshemmnisse unserer Zeit“, betonte Digitalisierungsstaatsministerin Dorothee Bär.

Staat und Wirtschaft arbeiten bei Digitalisierung zusammen

Ziel des Pilotvorhabens ist es, das Zusammenspiel von öffentlichen und privatwirtschaftlichen Nachweisen zu testen. Der Hotel Check-in ist dafür besonders gut geeignet. Die teilnehmenden Unternehmen stellen ihren Mitarbeitenden einen digitalen Nachweis über die Rechnungsadresse ihrer Firma zur Verfügung. Zugleich stellt die Bundesdruckerei Nachweise basierend auf dem Personalausweis aus („Basis-ID“). Der gesamte Prozess ist damit digitalisiert.

In sehr kurzer Zeit haben Wirtschaft und Staat den Hotel-Check-In per ID-Wallet gemeinsam auf den Weg gebracht und dabei die technischen und gesetzlichen Voraussetzungen dafür geschaffen.

Wie ein Ökosystem digitaler Identitäten zu einem selbstbestimmten und zugleich nutzerfreundlichen Umgang mit dem digitalen Ich beitragen kann, können Sie im Whitepaper Digitale Identität nachlesen.

Vom Pilotprojekt zum Alltagsfall

„In den nächsten Monaten werden weitere Anwendungsfälle mit hoher Alltagsrelevanz folgen“, darauf wies Staatssekretär Markus Richter beim Start in Berlin hin. Ziel ist, weitere Identitätsmerkmale, wie zum Beispiel Führerschein, Studierendenausweis oder ähnliches, über die Funktion eines Personalausweises hinaus auf das Smartphone zu bringen. Eine Art „digitaler Aktenschrank“ soll Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen, Vereinen und Behörden das Leben im Alltag einfacher machen.

Die Bundeskanzlerin startete diesen Prozess im Gespräch mit Vertretern und Vertreterinnen der deutschen Wirtschaft im Dezember 2020. Bereits in den nächsten Tagen spricht Kanzlerin Angela Merkel mit den Unternehmen über weitere Anwendungsfälle.

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