Praxisbeispiele zu den Themen des 6. Integrationsgipfels

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Willkommenskultur für qualifzierte Zuwanderer

Das Foto zeigt Elena Fernández (links) und Silvia Necker von der evopro AG.

Das Foto zeigt Elena Fernández (links) und Silvia Necker von der evopro AG.

Foto: evopro AG

Deutsche Unternehmen suchen zunehmend im Ausland nach internationalen Fachkräften. Denn durch den demografischen Wandel können viele offene Stellen nicht besetzt werden. Aber mit dem Auswahlprozess allein ist es nicht getan. Ob die ausländischen Kollegen auch in Deutschland dauerhaft leben und arbeiten wollen, hängt entscheidend davon ab, wie sie in den Unternehmen willkommen geheißen werden.

Migrantinnen als Unternehmerinnen

Sehnaz Temiz

Sehnaz Temiz

Foto: Sehnaz Temiz

Immer mehr Frauen aus Zuwandererfamilien gründen in Deutschland ihr eigenes Unternehmen und schaffen Arbeitsplätze. Ob Übersetzungsbüro Schädlingsbekämpfungsfirma, Unternehmensberatung oder Hochzeitsmode – die Vielfalt ist so groß wie die Länder, aus denen die Frauen kommen. Zwei von ihnen erzählen, wie und warum sie den Weg in die Selbstständigkeit gegangen sind.

Eine Schule empfängt die ganze Welt

Chris Müller, der Direktor der Bonn International School, ist selbst erst seit einigen Monaten in Deutschland

Chris Müller, der Direktor der Bonn International School, ist selbst erst seit einigen Monaten in Deutschland

Foto: Marion Theisen

Sprachkurse, Patenschaften, gemeinsame Ausflüge: Die Bonn International School unternimmt eine ganze Menge, um Schülern und Eltern von Anfang an den Start in Deutschland zu erleichtern. Keine einfache Aufgabe bei 740 Kindern und Jugendlichen aus 65 Nationen. Doch Ziel der Schule ist, dass sich die Familien schnell in Deutschland zuhause fühlen.

Der Mutmacher

Portrait Fadi Saad

Portrait Fadi Saad

Foto: Oliver Gärtner

Früher gehörten Schuleschwänzen, Raub und Prügeleien zum Alltag von Fadi Saad. Erst nachdem er seine Strafe im Jugendarrest abgesessen hatte, änderte er sein Leben radikal: Er holte seinen Schulabschluss nach und absolvierte eine Ausbildung. Heute schreibt der 33-jährige mit palästinensischen Wurzeln Bücher und setzt sich für Respekt und Toleranz ein. Und ist in Berlin gefragter Ansprechpartner für Jugendliche, Eltern und Lehrer.

„Kulturelle Vielfalt ist unsere Stärke“

Ausländische Fachkräfte, Marie Campos, Biochemikerin aus U.S.A. und Victor Ridtchenko, Mathematiker aus Weissrussland zusammen im Labor der Knauer Laborgeräte GmbH, Berlin, 2011, Facharbeiter, Forschung, Gleichberechtigung, Mann, Frau, Anerkennung, …

Ausländische Fachkräfte

Foto: Burkhard Peter

Immer mehr Unternehmen engagieren sich dafür, dass Fachkräfte und ihre Familien in Deutschland gute Startchancen vorfinden. Eine Willkommenskultur ist aber auch für viele Verwaltungen von zunehmender Bedeutung. Auf einer Tagung des Wirtschaftsministeriums wurden Beispiele vorgestellt. Besonders wichtig ist eine einladende und koordinierte Verwaltungspraxis.

So früh wie möglich

Fünf Kinder in einer Kita im Garten malen an einer Tafel.

Sprachförderung

Foto: Agentur "Bildmitte"

Sprachförderung von Anfang an: Das ist Maxime der Integrationspolitik der Bundesregierung. Mit 400 Millionen Euro fördert der Bund die Sprachförderung in Kindertagesstätten. Insgesamt profitieren davon 4000 Kitas. Eine von ihnen ist die Kita Seestraße in Berlin-Wedding. Dort erhält jedes Kind einen individuellen Förderplan.