Technologischer Fortschritt und digitale Transformation

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Hannover Messe und Deutsch-Brasilianische Regierungskonsultationen Technologischer Fortschritt und digitale Transformation

Think Tech Forward“ ist das Motto der 79. Hannover Messe, die Kanzler Merz besucht hat. Partnerland der weltgrößten Industriemesse ist 2026 Brasilien. Im Fokus der anschließenden 3. Deutsch-Brasilianischen Regierungskonsultationen stehen ebenfalls wirtschaftliche Themen.

3 Min. Lesedauer

Bundeskanzler Merz beim Rundgang über die Hannover Messe.

Am Sonntag eröffnete Bundeskanzler Merz die Hannover Messe, die sich um technologischen Fortschritt und entsprechende Innovationen dreht.

Foto: Bundesregierung/Guido Bergmann

Technologischer Fortschritt und die digitale Transformation der Wirtschaft – diese Schwerpunkte stehen hinter dem diesjährigen Motto der Hannover Messe: „Think Tech Forward“. Damit rücken auch verschiedene Anwendungen der künstlichen Intelligenz in den Fokus. 

Bei der Eröffnung der 79. Hannover Messe begrüßte Bundeskanzler Merz am Sonntag den brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva und sagte, er freue sich, „die Hannover Messe 2026 zusammen mit Staatspräsident Lula eröffnen zu dürfen“. Dass Brasilien in diesem Jahr offizielles Partnerland sei, träfe sich gut, so Kanzler Merz, „denn in der nächsten Woche, am 1. Mai, tritt das MERCOSUR-Abkommen endlich in Kraft“.

Die Hannover Messe ist die größte und bedeutendste Industriemesse der Welt. Sie findet in diesem Jahr offiziell vom 20 bis zum 24. April – und bereits zum 79. Mal – statt. Das diesjährige Partnerland Brasilien war bereits 1980 das erste Partnerland der Hannover Messe. 4.000 internationale Unternehmen aus Maschinenbau, Elektro- und Digitalindustrie sowie Energiewirtschaft nehmen in diesem Jahr an der Messe teil und stellen über 14.000 neue Produkte und Lösungen vor. 

Die Hannover Messe in Bildern

MERCOSUR-Freihandelsabkommen

Die Bundesregierung begrüßt die vorläufige Anwendung des EU-MERCOSUR-Abkommens . Damit könne die Wirtschaft auf beiden Seiten früher davon profitieren. „Vier Länder aus Südamerika und die Europäische Union treten dann in eine neue Phase ihrer Zusammenarbeit ein. Wir bilden damit den größten Binnenmarkt der Welt mit über 700 Millionen Verbraucherinnen und Verbrauchern“, betonte der Bundeskanzler am Sonntag. Die Europäische Union und die MERCOSUR-Staaten Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay hatten am 17. Januar ein Partnerschaftsabkommen und ein Interims-Handelsabkommen unterzeichnet. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen war dazu nach Paraguay gereist. 

Brasilien ist Deutschlands wichtigster Handelspartner in Südamerika und einer der weltweit wichtigsten Standorte für deutsche Unternehmen mit einem volkswirtschaftlichen Potenzial von insgesamt 300 Millionen Einwohnern. Rund 1.300 Unternehmen mit deutschem Kapital sind in dem Land derzeit aktiv und sorgen für etwa zehn Prozent der industriellen Wertschöpfung. Dabei ist Brasilien ein wichtiger Absatzmarkt – insbesondere für Maschinen, chemische Produkte und Kraftfahrzeuge. 

„Made for Germany“

Die Bundesregierung will den Standort Deutschland stärken – ein Ziel, das auch die Initiative „Made for Germany “ verfolgt. Fast 130 Unternehmen haben im Rahmen von „Made for Germany“ angekündigt, rund 800 Milliarden Euro in Deutschland zu investieren. Bei der Veranstaltung der Initiative unter dem Titel „Industrielle KI: Von der Strategie zur Skalierung“ hielt der Bundeskanzler im Rahmen der Hannover Messe eine Rede. 

Dabei erwähnte er besonders den gezielten Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Industrie: „Wenn Deutschland es jetzt richtig macht, dann wird KI dazu beitragen, industrielle Wertschöpfung und hochwertige Arbeitsplätze im Land zu schaffen, zu erhalten und daraus dann wirklich Chancen für uns alle zu machen“, erklärte der Kanzler.

Deutsch-Brasilianische Regierungskonsultationen

Die 3. Deutsch-Brasilianischen Regierungskonsultationen, die am 20. April in Hannover stattfanden, standen unter dem Motto eines gemeinsamen inklusiven Wachstums und von Beschäftigung, Frieden und Sicherheit. 

Beide Regierungen haben eine Reihe von gemeinsamen Projekten und Initiativen beschlossen, um die enge Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Brasilien noch weiter zu vertiefen. Dazu gehören Programme in der Außenpolitik, der Rüstungszusammenarbeit und Verteidigungspolitik, außerdem bei Wirtschaftskooperationen, der digitalen Transformation, Forschung, Technologie und Raumfahrt sowie im Umwelt- und Klimabereich, dem Arbeitsrecht und Fair Trade. Eine Gemeinsame Erklärung PDF, 141 KB, barrierefrei hat die Ergebnisse des Besuchs zusammengefasst.

Die Deutsch-Brasilianischen Regierungskonsultationen in Bildern