Neue Wasserspeicher-Initiative gestartet

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Klimaanpassung für mehr Abkühlung Neue Wasserspeicher-Initiative gestartet

Hitze, Trockenheit und Starkregen treten immer häufiger auf. Eine neue Initiative des Bundesumweltministeriums soll Städte und Landschaften widerstandsfähiger machen – mit mehr Wasserspeichern, Entsiegelung und mehr Grün.

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Begrünte Fassade in der Stadt als Wasserspeicher und zur Abkühlung

Eine begrünte Fassade in der Stadt speichert Wasser und kühlt.

Foto: imago/Bernd Friedel

Auch das Jahr 2025 zeigt es deutlich: Klimaveränderungen treffen das Land merklich. Wochenlange Trockenheit mit Böden, die schon im Frühjahr so ausgetrocknet waren wie sonst nur in Dürresommern, und Hitzewellen mit bis zu 39 Grad. Besonders in dicht bebauten Innenstädten ist es mitunter so warm, wie es für Mitteleuropäer sonst nur aus südlichen Gefilden bekannt ist – Beton und Asphalt speichern die Wärme, die zurück in die Straßen und Räume strahlt.

„Grüne Klimaanlagen” nutzen

Bundesumweltminister Carsten Schneider hat deshalb eine neue Initiative für mehr Wasserspeicher und Abkühlung ausgerufen. Denn: „Jeder Euro, der heute in natürlichen Klimaschutz fließt, spart ein Vielfaches an künftigen Schäden”, so der Minister. Damit sollen Bund, Länder und Kommunen gemeinsam dafür sorgen, dass Wasser länger in der Landschaft bleibt und Städte auch in heißen Sommern lebenswert bleiben.

Die Kräfte der Natur sollen dabei wieder zum Tragen kommen, indem Böden, Wälder, Moore und Stadtnatur als natürliche Schwämme und „grüne Klimaanlagen“ genutzt werden. Aufbauend auf bisherigen Maßnahmen setzt die Initiative an verschiedenen Hebeln an.

In natürliche und technische Lösungen investieren

Sogenannte Zukunftsinvestitionen in natürliche und technische Lösungen sollen vor Ort urbane Wasserspeicher, Abkühlungskonzepte und Hochwasserschutz fördern. 

  • Wälder umbauen: Wälder sind klimaangepasst umzubauen. Dafür wird das Förderprogramm „Klimaangepasstes Waldmanagement“ finanziell aufgestockt.
  • Moore wiedervernässen: Auch trockengelegte Moore können wieder zu Wasserspeichern werden. Es ist geplant, die bisherige Förderung zu ergänzen, damit auf großen wiedervernässten Flächen zugleich die sogenannte nasse Landwirtschaft betrieben werden kann.
  • Mehr Grün schaffen, mehr entsiegeln: Damit das Leben in der Stadt auch im Zuge des Klimawandels lebenswert bleibt, wird die Förderung von mehr Bäumen, Grünflächen und gezielter Entsiegelung aufgestockt.
  • Infrastruktur anpassen: Ebenfalls muss die Kanalisation in den Städten an die Folgen des Klimawandels, wie beispielsweise die Zunahme von Starkregen, angepasst werden. 

Eine so wirksame Schwammstadt wird bedeutend besser mit Extremwetterereignissen umgehen können. Die Bundesregierung möchte die genannten Maßnahmen zeitnah umsetzen und bei Planung und Genehmigung zügig vorankommen.