Fotoreihe
Am 18. März 1990 können die Bürgerinnen und Bürger in der DDR zum ersten Mal ihr Parlament – die Volkskammer – in freier und geheimer Wahl selbst bestimmen. Das Datum steht für den endgültigen Sieg der Friedlichen Revolution über die Diktatur in der DDR.
Für die Volkskammerwahl haben sich 19 Parteien und fünf Listenverbindungen registriert. Während des Wahlkampfes erhalten die großen ostdeutschen Parteien zunehmend Unterstützung von ihren westdeutschen Pendants. Insbesondere die westdeutschen Parteien, wie die CDU, SPD und Grüne, bieten ihren ostdeutschen Schwesterparteien ihre Unterstützung an – sowohl in Form von Ratschlägen als auch durch praktische Hilfe im Wahlkampf. Diese Solidarität soll nicht nur den ostdeutschen Parteien Rückenwind verschaffen, sondern auch das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die demokratischen Prozesse stärken, die mit der bevorstehenden Wiedervereinigung einhergehen.
Im Vorfeld der Volkskammerwahlen gerät die junge politische Landschaft der DDR in Turbulenzen, als Verbindungen einiger prominenter Akteure zur Stasi öffentlich werden. Als immer mehr Informationen über diese Verbindungen ans Licht kommen, sind viele Wählerinnen und Wähler verunsichert. Besonders die Enttarnung von ehemaligen Spitzenpolitikern, die während der DDR-Zeit für die Stasi arbeiteten, stellt das Vertrauen in die neue politische Ordnung auf die Probe. Sie führen zu Diskussionen über die Aufarbeitung und die Frage, wie mit den Stasi-Kollaborateuren in der neuen, demokratischen Gesellschaft umgegangen werden soll.
18. März: In Scharen strömen die Bürgerinnen und Bürger zu den Urnen. Über 93 Prozent aller Wahlberechtigten in der DDR wollen die Zukunft ihres Landes mitbestimmen. Sie stellen die Weichen für eine neue, demokratische Zukunft und ebnen damit den Weg zur Wiedervereinigung Deutschlands.
Mehr als 12,2 Millionen Menschen können unter 24 Parteien, politischen Vereinigungen und Listenvereinigungen wählen. Entgegen den Vorhersagen gewinnt die „Allianz für Deutschland” mit 47,8 Prozent der Stimmen die Volkskammer-Wahl. Die SPD erhält 21,8 Prozent und die PDS 16,3 Prozent.
Die „Allianz” setzt sich für eine zügige Wiedervereinigung Deutschlands ein und wirbt mit dem Slogan „Freiheit und Wohlstand – Nie wieder Sozialismus”. Lothar de Maizière, Vorsitzender der CDU in der DDR (M.), stellt sich nach dem Wahlsieg den Fragen des ZDF-Korrespondenten Schmitz. Die Volkskammer wählt de Maizière am 12. April 1990 zum Ministerpräsidenten.
Am 18. März 1990 können die Bürgerinnen und Bürger in der DDR zum ersten Mal ihr Parlament – die Volkskammer – in freier und geheimer Wahl selbst bestimmen. Das Datum steht für den endgültigen Sieg der Friedlichen Revolution über die Diktatur in der DDR.
Für die Volkskammerwahl haben sich 19 Parteien und fünf Listenverbindungen registriert. Während des Wahlkampfes erhalten die großen ostdeutschen Parteien zunehmend Unterstützung von ihren westdeutschen Pendants. Insbesondere die westdeutschen Parteien, wie die CDU, SPD und Grüne, bieten ihren ostdeutschen Schwesterparteien ihre Unterstützung an – sowohl in Form von Ratschlägen als auch durch praktische Hilfe im Wahlkampf. Diese Solidarität soll nicht nur den ostdeutschen Parteien Rückenwind verschaffen, sondern auch das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die demokratischen Prozesse stärken, die mit der bevorstehenden Wiedervereinigung einhergehen.
Im Vorfeld der Volkskammerwahlen gerät die junge politische Landschaft der DDR in Turbulenzen, als Verbindungen einiger prominenter Akteure zur Stasi öffentlich werden. Als immer mehr Informationen über diese Verbindungen ans Licht kommen, sind viele Wählerinnen und Wähler verunsichert. Besonders die Enttarnung von ehemaligen Spitzenpolitikern, die während der DDR-Zeit für die Stasi arbeiteten, stellt das Vertrauen in die neue politische Ordnung auf die Probe. Sie führen zu Diskussionen über die Aufarbeitung und die Frage, wie mit den Stasi-Kollaborateuren in der neuen, demokratischen Gesellschaft umgegangen werden soll.
18. März: In Scharen strömen die Bürgerinnen und Bürger zu den Urnen. Über 93 Prozent aller Wahlberechtigten in der DDR wollen die Zukunft ihres Landes mitbestimmen. Sie stellen die Weichen für eine neue, demokratische Zukunft und ebnen damit den Weg zur Wiedervereinigung Deutschlands.
Mehr als 12,2 Millionen Menschen können unter 24 Parteien, politischen Vereinigungen und Listenvereinigungen wählen. Entgegen den Vorhersagen gewinnt die „Allianz für Deutschland” mit 47,8 Prozent der Stimmen die Volkskammer-Wahl. Die SPD erhält 21,8 Prozent und die PDS 16,3 Prozent.
Die „Allianz” setzt sich für eine zügige Wiedervereinigung Deutschlands ein und wirbt mit dem Slogan „Freiheit und Wohlstand – Nie wieder Sozialismus”. Lothar de Maizière, Vorsitzender der CDU in der DDR (M.), stellt sich nach dem Wahlsieg den Fragen des ZDF-Korrespondenten Schmitz. Die Volkskammer wählt de Maizière am 12. April 1990 zum Ministerpräsidenten.