Bis 2050 wollen wir unseren Bedarf an Primärenergie um 50 Prozent senken. Das ist nur zu erreichen, wenn wir überall massiv auf Energiesparen und Energieeffizienz setzen.
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Gebäude energetisch zu sanieren wird gefördert
Foto: REGIERUNGonline/Stutterheim
In Deutschland werden 40 Prozent der Energie fürs Wohnen verbraucht. Eine Maßnahme zum energiesparen ist deshalb die Reduzierung des Wärmebedarfs der Gebäude. Dieser soll bis 2020 um 20 Prozent sinken. Bis 2050 sollen Gebäude in Deutschland nahezu klimaneutral sein, das heißt, die benötigte Energie nur aus erneuerbaren Energien beziehen ("Niedrigenergiestandard").
Die Bundesregierung unterstützt Bauherren und Eigentümer, Gebäude energetisch zu sanieren. Um die Sanierungsrate auf das Doppelte zu erhöhen, stockt die Regierung das KfW-Gebäudesanierungsprogramm auf 1,5 Milliarden Euro auf. Die Förderung soll weiterhin umso höher ausfallen, je früher und je wirksamer jemand energetisch modernisiert.
Außerdem will die Bundesregierung die Angebote zur Energieberatung ausbauen. Derzeit erarbeitet die Bundesregierung eine übergeordnete Strategie, die den Sanierungsbedarf im gesamten Gebäudebestand beschreiben soll. Das ist wichtig für Eigentümer, damit diese bei ihren Modernisierungsinvestitionen den zukünftigen energetischen Sanierungsbedarf berücksichtigen können, um bis 2050 den Niedrigenergiestandard zu erreichen.
Auch der Staat ist Verbraucher: Bei öffentlichen Aufträgen wird die Bundesregierung hohe Energieeffizienzkriterien verbindlich machen. Den Zuschlag erhalten nur Produkte und Dienstleistungen in der höchsten Effizienzklasse.
Ineffiziente Geräte müssen schneller vom Markt genommen, hocheffiziente schneller eingeführt werden. Verbraucher sollen leichter erkennen, wie viel Energie Produkte verbrauchen. Die Bundesregierung wird sich darum für ambitionierte europäische Standards für Geräte mit Energieverbrauch einsetzen. Die Standards sollen – stärker als bisher – dem technischen Fortschritt angepasst und schneller aktualisiert werden. Die Kennzeichnung soll klarer und transparenter werden.
Förderprogramm "Vor-Ort-Beratung"
Hausbesitzer benötigen Informationen, wie sie ihre Häuser besser wärmegedämmt und mit effizienten Heizsystemen ausgestatten können. Hier setzt das jetzt bis Ende 2014 verlängerte Förderprogramm "Vor-Ort-Beratung" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) an: Besitzer von Wohngebäuden können sich von Experten beraten lassen, welche energetischen Modernisierungsmaßnahmen sinnvoll und wirtschaftlich sind.
Förderungsfähig sind anbieterunabhängige Beratungen, die sich umfassend auf den baulichen Wärmeschutz, die Heizungsanlagen-Technik sowie eine eventuelle Nutzung erneuerbarer Energien beziehen. Dazu werden von einem dafür besonders qualifizierten Energieberater nach vorangegangener Geäudediagnose Vorschläge bzw. Maßnahmenpakete zur energetischen Optimierung von Wärmeschutz und Heizungsanlage und ihre Wirtschaftlichkeit in einem umfassenden Beratungsbericht dargestellt und dem Hausbesitzer erläutert.
Eine Liste mit Ingenieuren/innen und den unabhängigen Gebäudeenergieberatern/innen (HWK), die "Vor-Ort-Beratungen" durchführen, ist online verfügbar auf der Website des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Dort wird auch über das Verfahren für die Beantragung von Fördermitteln informiert.