bei der symbolischen Schlüsselübergabe des temporären Amtssitzes Am Spreebogen am 24. August 2026 in Berlin:
- Bulletin 78-1
- 25. August 2026
Es ist geschafft, wir sind eingezogen! Schon seit einigen Wochen ist dieser Neubau hier am Spreebogen ganz offiziell der Amtssitz des Bundespräsidenten, und wir alle – die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, meine Frau und ich – sind mittlerweile wirklich gut in diesem neuen Gebäude angekommen und haben hier ja sogar schon, etwas überraschend auch für uns, den ersten politischen Großtermin über die Bühne gebracht.
Der Amtssitz des Bundespräsidenten soll unsere liberale Demokratie genauso repräsentieren wie unsere vielfältige Gesellschaft. Deshalb war es mir in den vergangenen Jahren immer besonders wichtig, das Schloss Bellevue für die Bürgerinnen und Bürger zu öffnen und zu einem lebendigen Ort der Begegnung und des Austauschs zu machen. Genau so soll es auch hier am Amtssitz am Spreebogen weitergehen. Deshalb freue ich mich sehr, dass morgen unsere erste Diskussionsveranstaltung hier in diesem Haus stattfinden wird. Wir haben dazu mehr als hundert Gäste aus dem ganzen Land eingeladen, sich zur Eröffnung des neuen Amtssitzes mit der Frage zu beschäftigen, wie wir alle, die wir in Deutschland zuhause sind, miteinander leben und vor allen Dingen leben wollen.
Ich finde, dieses farbenfrohe und formenreiche Haus eignet sich ganz wunderbar, um eine solche Debatte zu führen, nicht nur morgen, sondern ganz sicherlich auch in all den kommenden Jahren, in denen es Amtssitz des Bundespräsidenten sein wird. Dieses Haus ist einladend und freundlich, es steht mitten im Leben, es hält Sichtkontakt zu Kanzleramt und Bundestag. Für dieses so gelungene Gebäude, dessen erste Nutzer wir sein dürfen und das so gut zum Amt des Bundespräsidenten passt, möchte ich Ihnen allen, die Sie dieses Werk gemeinsam geschaffen haben, zunächst einmal von Herzen danken.
Ein besonderer Dank gilt dabei der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben als Vermieterin und Eigentümerin. Lieber Herr von Erdély, Sie haben in der Bauphase auch unsere Interessen vertreten und meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zur Seite gestanden. Die Bereitstellung und Entwicklung eines solchen Gebäudes erfordert nicht nur Weitblick, sondern auch Vertrauen. Ich danke Ihnen sehr für die professionelle Begleitung des Projekts, und ich wünsche mir und bin mir sicher, dass auch das Verhältnis zwischen uns als Mieter und Vermieter von Vertrauen geprägt sein wird.
Liebe Frau Wesseler, Ihnen und Ihrem Team des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung gebührt großer Dank für die professionelle Projektorganisation als Bauherrenvertreter des Bundes. Es ist Ihnen zu verdanken, dass ein auf Kooperation ausgerichtetes Mehrparteien-Vertragsmodell initiiert wurde, das sich gerade bei diesem komplexen Großprojekt mit enger Terminsetzung bewährt hat. Entscheidend für den Projekterfolg waren aber ganz besonders Ihre Koordination, Ihre Übersicht, Ihre Verlässlichkeit und Ihr Verantwortungsbewusstsein.
Und damit komme ich zu den Architekten: Liebe Frau Hutton, lieber Herr Sauerbruch, Ihnen und Ihrem Team gebührt wirklich große Anerkennung für die hohe gestalterische Qualität dieses Hauses. Es ist einfach ein schönes Haus geworden. Freundlich und einladend, modern und funktional, zurückhaltend, aber trotzdem stilvoll und elegant. Schon die Fassade gibt dem Gebäude eine unverwechselbare Identität. Und auch in den Innenräumen ist die architektonische Idee überall zu erkennen und auch zu spüren, wie ich finde. Mir persönlich gefällt die mutige Farbgebung im repräsentativen Bereich besonders gut. Und Sie haben eine Ausstattung ausgewählt, die – angepasst an die moderne Architektur –, funktional, aber zugleich auch ästhetisch anspruchsvoll ist, die Möbel haben Sie teilweise sogar selbst gestaltet. Das alles wirkt natürlich völlig anders als Schloss Bellevue. Aber es wird den höchsten Ansprüchen gerecht, die sich an den Amtssitz des Bundespräsidenten nun einmal stellen. Seien Sie versichert: Wir werden Ihre architektonische Idee aufgreifen, um dieses Haus zu einem repräsentativen Ort unserer Demokratie und unserer vielfältigen Gesellschaft zu machen. Ich danke Ihnen, liebe Frau Hutton, lieber Herr Sauerbruch, ich danke der Firma Drees und Sommer, ich danke den vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die mitgeholfen haben, dieses Gebäude vom städtebaulichen Konzept bis zum kleinsten Detail im Innenausbau umzusetzen. Ihnen allen meinen ganz herzlichen Dank!
Ich danke auch den Firmen Kaufmann Bausysteme und Primus Developments, namentlich Achim und Lorenz Nagel, die diesen Auftrag zuverlässig, engagiert und professionell ausgeführt haben. Sie und Ihre Nachunternehmen haben gebaut, gestapelt und bis zum Schluss an kleinsten Details im Innenausbau gefeilt. Wie Sie wissen, war ich einige Male zu Besuch auf der Baustelle – aus Neugier, aber auch, weil ein bisschen Handwerkerherz in mir schlägt. Und jedes Mal wieder war ich begeistert von Ihrem handwerklichen Können, von der Präzision, mit der Sie arbeiten, vor allem aber von der Leidenschaft, mit der Sie hier zu Werke gegangen sind. Wirklich ganz toll. Ich war bei den Besuchen schon beeindruckt, ich bin es jetzt auch. Herzlichen Dank für Ihr großes Engagement!
Liebes Projektteam, liebe Susanne Bos-Eisolt, ich weiß, wie groß die Aufgabe war, ein solches Werk als Gesamtkunstwerk zu planen und zu realisieren. So viele Gewerke waren beteiligt, so viele Räder mussten ineinandergreifen, so viel war zu bedenken, abzustimmen und umzusetzen. Hinter Ihnen allen liegt eine äußerst arbeitsintensive, fordernde und anstrengende Zeit. Ich danke Ihnen für Ihre Kompetenz, Ihre Kreativität und Ihren unermüdlichen Einsatz, nicht zuletzt für Ihren Willen zur Zusammenarbeit. Ich bin überzeugt: Dass dieses ehrgeizige Projekt zu einem Erfolg werden konnte, das ist eben nicht nur dem speziellen Vertragsmodell zu verdanken, sondern vor allem Ihnen, die Sie sich persönlich mit großem Engagement für die praktische Umsetzung eingesetzt haben, und natürlich der guten Zusammenarbeit, die so maßgeblich für das Gelingen war!
Sie alle zusammen haben ein Gebäude geschaffen, das meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den kommenden Jahren, meiner Frau und mir in den verbleibenden Monaten meiner Amtszeit wirklich gute Arbeitsbedingungen bietet, das aber auch ein würdiger Ort für Veranstaltungen und Empfänge des Staatsoberhauptes ist. Ich freue mich über dieses gelungene Gemeinschaftswerk, und ich darf Ihnen sagen: Wir fühlen uns hier sehr wohl. Deshalb noch einmal, auch im Namen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Ganz, ganz herzlichen Dank an Sie alle!