Rede von Bundeskanzler Friedrich Merz

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Meine Damen und Herren,
liebe Schülerinnen und Schüler, Preisträgerinnen und Preisträger,

herzlich willkommen im Bundeskanzleramt! Ich freue mich sehr, dass Sie und Ihr heute Morgen da seid und dass ich erneut die Gelegenheit habe, so viele junge Menschen bei uns zum Empfang für die Preisträgerinnen und Preisträger des Wettbewerbs „Jugend forscht“ willkommen zu heißen.

Sie stehen in diesem Jahr für insgesamt rund 11.000 Schülerinnen und Schüler, Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die aus ganz Deutschland mitgemacht haben. Wir sind jetzt seit mehr als 60 Jahren mit dem Wettbewerb unterwegs. Ich finde, das ist ein großer Erfolg, der sich sehen lassen kann, wenn seit sechs Jahrzehnten junge Schülerinnen und Schüler, Studentinnen und Studenten an kreativen Ideen forschen und Höchstleistungen erbringen.

Viele Ehemalige haben im Übrigen große Karriere gemacht; das werden Sie verfolgt haben. Aus diesem Wettbewerb heraus sind in Deutschland große Talente entstanden. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Unternehmensführer haben ihr Talent eingebracht in den Dienst unseres Landes, in den Dienst von Wissenschaft und Forschung, auch mit großartigen Ergebnissen in unserer Wirtschaft.

Ich brauche Ihnen das nicht besonders zu sagen, aber ich will es trotzdem tun: Karin Prien, die zuständige Bundesministerin und ich, wir freuen uns wirklich, dass Sie so engagiert dabei sind, dass Sie das auch in diesem Jahr wieder so engagiert gemacht haben und Sie Ihre Neugier und Ihre natürliche Intelligenz einsetzen und nicht nur künstliche Intelligenz. Ich finde, gerade in diesen Tagen muss man das einmal sagen. In diesem Sinne heiße ich Sie noch einmal sehr, sehr herzlich willkommen hier in Berlin.

Meine Damen und Herren, vielleicht ein ganz grundsätzliches Wort zur Bildungspolitik – ich darf das auch im Namen von Karin Prien sagen –: Wir haben in der letzten Woche mit größter Besorgnis die Ergebnisse der PISA-Studie zur Kenntnis genommen. Das muss uns allen zusammen ein großer Ansporn sein, in der Bildungspolitik besser zu werden, mit Anstrengungen besser zu werden, auch in den MINT-Fächern besser zu werden, für die ja viele von Ihnen stehen. Sie sind diejenigen, die auch Vorbilder sind für viele Schülerinnen und Schüler, für viele Studentinnen und Studenten, die sich durch das angespornt fühlen sollen, was Sie leisten.

Deswegen will ich einfach nur einmal herzlichen Dank sagen, denn das ist alles wichtig für unser Land. Unser Land lebt von Exzellenz, lebt von guten Ideen, lebt von Innovationen, lebt von Erfindungen, lebt von jungen Menschen, die mit Begeisterung an der Arbeit sind – und das sind Sie alle. Deswegen ein herzliches Willkommen und einen großen Beifall für Sie alle!

Die Stiftung Jugend forscht hat das Projekt in diesem Jahr „Maximale Perspektive“ genannt. Das ist das Motto, unter dem in diesem Jahr die Forschungsprojekte ausgetüftelt wurden. Maximale Perspektive zu haben, heißt auch, neue Möglichkeiten zu öffnen, den Blickwinkel zu weiten für das, was unmittelbar vor einem liegt, einen neuen Weg einzuschlagen, den zuvor noch niemand gegangen ist.

Wir haben in diesem Jahr ein besonders interessantes Beispiel, wie ich bei der Vorbereitung gelesen habe, und ich bin gespannt auf das, was ich hier gleich sehen werde. Tim Kammel vom Engelbert-Kaempfer-Gymnasium in Lemgo hat im Fachgebiet Physik ein Projekt entwickelt, bei dem es um die Frage geht – ich habe ehrlich gesagt ein bisschen gelacht, als ich es gelesen habe –: „Wie tickt eine Sanduhr?“ Das werden wir gleich sehen. Dabei geht es um die Genauigkeit von Sanduhren und deren Mechanik. Ich vermute einmal, wir kennen alle Sanduhren, aber die wenigsten von uns kennen das, was wir hier gleich vorgeführt bekommen. Er hat in einer Sanduhr eine ganz neue wissenschaftliche Frage entdeckt. Und dieser Frage ist er mit seiner Computersimulation auf den Grund gegangen. Wir freuen uns also, gleich zu hören, was genau dahintersteckt. Wir sind, glaube ich, alle sehr gespannt. Lieber Tim Kammel, ganz herzlichen Glückwunsch, insbesondere zum diesjährigen Sonderpreis, und herzlich willkommen!

Ich will auch nicht versäumen, den Lehrerinnen und Lehrern sowie den Eltern ein herzliches Wort des Dankes für die Begleitung der Preisträger in diesem Jahr zu sagen. Ich will auch nicht versäumen, der Stiftung herzlich zu danken – Frau Bönsch, Sie stehen heute erneut stellvertretend für die Stiftung hier. Last but not least möchte ich auch noch dem Partnerunternehmen des Jahres 2025/26, der Schaeffler AG, und ihrem Chef Klaus Rosenfeld danken. Herzlich willkommen auch Ihnen beiden. Schön, dass Sie heute dabei sind und dass Sie dieses Projekt unterstützt haben.

Meine Damen und Herren, das war es schon von meiner Seite. Ich wünsche Ihnen allen noch einmal ein herzliches Willkommen im Bundeskanzleramt. – Und jetzt schauen wir uns einmal an, wie die Sanduhr tickt.