Verbrechen in Butscha dürfen nicht ungestraft bleiben

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Gedenken an Butscha Verbrechen in Butscha dürfen nicht ungestraft bleiben

Vier Jahre nach der Befreiung von Butscha erinnert Außenminister Johann Wadephul in Kyjiw an die Opfer russischer Kriegsverbrechen. Zugleich steht Butscha heute nicht nur für das Grauen, sondern auch für den Widerstand und die Stärke der Ukraine.

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Hände berühren die Gedenkstätte in Butscha

Die Gedenkstätte in Butscha erinnert am Ort eines Massengrabs an die getöteten Zivilistinnen und Zivilisten während der russischen Besatzung.

Foto: SUPINSKY/AFP via Getty Images

Anlässlich des Jahrestages der Befreiung von Butscha ist Außenminister Johann Wadephul in die Ukraine gereist. Bei seiner Ankunft in Kyjiw zum Treffen der EU-Außenministerinnen und Außenminister erinnerte er an die Opfer der russischen Besatzung und mahnte zur konsequenten Aufarbeitung der Verbrechen. 

„Vor vier Jahren stockte der Welt der Atem. Als ukrainische Soldaten nach einem Monat der russischen Besatzung die Kyjiwer Vorstadt Butscha befreiten, bot sich ihnen ein Bild des Grauens“, sagte Wadephul. Mit Blick auf die in Butscha verübten Gräueltaten der russischen Besatzer fügte er hinzu: „Erschossene Zivilisten in den Straßen. Ermordet in ihren Vorgärten. Verbrannt. In Keller oder die Kanalisation geworfen. Verscharrt in Massengräbern.“ 

Der Jahrestag zeige, dass Sicherheit weiterhin nicht mit, sondern nur gegen Putins Russland möglich sei, so Wadephul.

Symbol für russische Kriegsverbrechen

Butscha stehe seitdem als Symbol für unzählige weitere russische Kriegsverbrechen, so der Außenminister: „Die Massaker von Isjum, die Bombardierung des Bahnhofs von Kramatorsk, die Belagerung von Mariupol – wohin auch immer Putins Russland geht, dahin kommen Mord und Barbarei.“

Butscha steht aber auch für die Kraft der ukrainischen Armee zur Rückeroberung großer Landesteile, für die Widerstandsfähigkeit und den Mut der Ukrainerinnen und Ukrainer. Für ihr Recht auf eine Zukunft in Frieden und in Freiheit vor russischer Unterdrückung, betonte Wadephul. 

Sondertribunal für rechtliche Aufarbeitung

Das Treffen der EU-Außenministerinnen und Außenminister in der Ukraine sende zugleich ein klares Signal an Russland: Die Verantwortlichen für diesen Krieg und die begangenen Verbrechen dürfen nicht ungestraft davonkommen – „das schulden wir den Opfern, ihren Familien und Freunden“, sagte Wadephul und betonte: „Mit dem Einsatz für ein Sondertribunal für das Verbrechen der Aggression gegen die Ukraine tragen wir gemeinsam mit unseren Partnern dazu bei, die rechtliche Aufarbeitung russischer Gräueltaten zu ermöglichen.“