umweltpolitische zusammenarbeit mit der ddr

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das bundesministerium fuer umwelt, naturschutz und
reaktorsicherheit teilt mit:

in ostberlin fanden erstmals nach dem besuch von
ddrumweltminister hans reichelt in der bundesrepublik
deutschland wieder gespraeche auf fachebene ueber die
umweltzusammenarbeit zwischen beiden deutschen
staaten statt.
bundesumweltminister dr. klaus toepfer zeigte sich nach
dieser gespraechsrunde zufrieden, dass die
umweltzusammenarbeit zwischen beiden deutschen staaten auf
fachebene zuegig und ohne komplikationen weitergefuehrt wird.
minister toepfer wies darauf hin, dass der zustaendige
beauftragte des bundesumweltministeriums fuer die
umweltzusammenarbeit mit der ddr nach seiner rueckkehr aus
ostberlin ueber deutliche fortschritte bei der konkreten
umsetzung der in bonn vereinbarten sechs
umweltschutzprojekte berichten konnte.
das bundesumweltministerium foerdert in einer
groessenordnung von rd. 300 mill. dm umweltschutz-pilotprojekte
in der ddr, die zu einer verringerung der umweltbelastung in
der bundesrepublik deutschland, vor allem im bereich von
elbe und nordsee, beitragen sollen.
der vorgesehene zeitplan - so minister toepfer - fuer die
konkretisierung der sechs projekte gehe ohne verzoegerung
weiter. nach der einigung auf sechs projekte erfolgte jetzt in
ostberlin die abstimmung ueber die ausschreibungskriterien,
danach werde die ausschreibung vorbereitet, um am
ende des jahres die vergabeentscheidung treffen zu
koennen.
im oktober werden die experten der bundesrepublik
deutschland und der ddr ihre gespraeche in ostberlin
fortsetzen. bundesumweltminister toepfer ist optimistisch,
dass danach - beim dritten treffen in bonn - eine
entscheidung ueber die auftragsvergabe an firmen getroffen
werden kann.
mit diesem technologietransfer und mit den
eigenleistungen der ddr wird nach auffassung des
bundesumweltministers in den naechsten jahren eine verringerung
der luftbelastung erreicht, die auch berlin zugute kommt.
darueber hinaus werde die schadstoffbelastung von elbe
und saale deutlich abgebaut und gleichzeitig ein
wesentlicher beitrag zum schutz des wattenmeeres und der
nordsee geleistet. so werden beispielsweise die
quecksilbereinleitungen in die elbe auf rd. 6 t im jahr verringert.
diese geplante reduzierung entspricht fast einem drittel der
gesamten quecksilberfracht der elbe.
bundesminister toepfer erinnerte daran, dass auf diesem
weg ein weitaus groesserer entlastungseffekt erreicht werde
als dies mit jeder anderen massnahme in der bundesrepublik
deutschland moeglich waere. von umweltpolitisch besonderer
bedeutung sei schliesslich die erstmals auf den weg
gebrachte ausserordentlich enge zusammenarbeit bei der
erfassung und beim austausch von messdaten zur
smogfrueherkennung.
diese beispiele zeigen, wie sinnvoll es sei, dort mit
nachdruck zu investieren, wo mit den eingesetzten mitteln fuer
die menschen in der bundesrepublik deutschland und in der
ddr der groesste umweltschutzeffekt erzielt werden koennte.