- Bulletin 80-88
- 10. Juni 1988
das bundesministerium fuer wirtschaftliche zusammenarbeit
teilt mit:
bei den gespraechen zwischen bundeskanzler dr. helmut
kohl und premierminister rajiv gandhi hat die
modernisierung des stahlwerks rourkela, vor bald 30 jahren
mit 1,2 milliarden dm deutscher entwicklungshilfe errichtet,
eine wichtige rolle gespielt.
die indische regierung, die rourkela als das "flaggschiff"
der deutsch-indischen zusammenarbeit bezeichnet, hat
bereits ihr starkes interesse daran bekundet, auch den
modernisierungsauftrag an deutsche unternehmen zu
vergeben. voraussetzung dafuer ist, dass die deutsche seite
die devisenkosten von rund 600 millionen dm - das ist ein
knappes drittel der gesamtkosten - zu guenstigen
bedingungen finanziert.
die zustaendigen bundesminister klein und dr. stoltenberg
haben ein finanzierungspaket erarbeitet, das der bundeskanzler
seinem indischen kollegen unterbreiten kann. dabei
soll ueber die haelfte des erforderlichen 600-millionen-dm-
kredits als sonderbeitrag aus reservemitteln und aus dem
regulaeren indien-titel des haushalts des
bundesministeriums fuer wirtschaftliche zusammenarbeit, der
rest als finanzkredit der kreditanstalt fuer wiederaufbau
aufgebracht werden. der finanzierungszeitraum umfasst sechs
jahre.
die bundesregierung will mit diesem vorhaben - bei dem es
sich im weiteren sinne um einen anschlussauftrag handelt -
nicht nur die bedeutung der deutsch-indischen
beziehungen unterstreichen, sondernn auch dem neu erwachten
interesse der deutschen wirtschaft an indien einen
zusaetzlichen impuls geben.