gefaehrten auf dem weg zum inneren und aeusseren frieden - ansprache des bundespraesidenten zur verleihung des atatuerk-friedenspreises in ankara

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bundespraesident richard von weizsaecker hielt bei
der verleihung des internationalen atatuerk-friedens-
preises im opernhaus in ankara am 14. oktober 1987
folgende ansprache:

die verleihung des internationalen atatuerk-friedenspreises
ist eine ehre, die mich persoenlich sehr beruehrt und fuer die ich
aufrichtig danke.
sie wissen, dass ich mich ihrem land und seinen menschen
herzlich verbunden fuehle. als buergermeister von berlin, die
wie keine andere stadt vom zusammenleben zwischen
deutschen und tuerken gepraegt ist, habe ich ihre
landsleute, ihren fleiss, ihre menschlichkeit und ihre grosszuegige
gastfreundschaft schaetzengelernt.
mein besuch im vorigen jahr hat meinen respekt und
meine sympathie weiter vertieft. deshalb freue ich mich
besonders, heute erneut bei ihnen zu gast sein zu duerfen.
ich weiss, dass ich unter guten freunden bin.
den ehrenvollen preis, der unter dem atatuerkschen
wahlspruch "frieden im lande, frieden in der welt" verdienste
um das friedliche zusammenleben zwischen den voelkern
wuerdigen soll, nehme ich stellvertretend fuer mein ganzes
land entgegen. ich betrachte die auszeichnung als
ausdruck der fest verwurzelten freundschaft zwischen unseren
voelkern und als bestaetigung der konsequenten
friedenspolitik meines landes. wir teilen die feste ueberzeugung,
dass der innere und aeussere friede das kostbarste uns
anvertraute gut ist.
atatuerk war einer der wahrhaft bedeutenden staatsmaenner
unseres jahrhunderts. wenige lassen sich ihm an die seite
stellen. in den herausragenden historischen gestalten, meinte
im vorigen jahrhundert der grosse europaeische historiker
aus basel, jakob burckhardt, verdichte sich die
weltgeschichte. entwicklungen, die sonst jahrhunderte benoetigten,
wuerden durch sie in wenigen jahren vollzogen. willens- und
wirkungskraft dieser persoenlichkeiten seien
unwiderstehlich, ihre anspannung und konzentration uebersteige jedes
uebliche mass.
in diesem sinne kommt mustafa kemal atatuerk historische
groesse zu. sein verstaendnis fuer menschen und sein
illusionsloser, weitreichender realitaetssinn gaben ihm die kraft,
einem staat, einem ganzen volk neues selbstbewusstsein
zu geben und neue ziele zu setzen. seine brennende liebe
zum vaterland liess ihn unermuedlich fuer unabhaengigkeit und
integritaet der tuerkei kaempfen.
zugleich richtete sich sein ganzes wirken darauf, die tuerkei
zu einem geachteten und kooperationswilligen mitglied der
voelkergemeinschaft zu machen. mit augenmass und
weitsicht gelang ihm die revision jenes vertragswerkes, mit
dem der erste weltkrieg seinen abschluss gefunden und das
im herzen europas soviel friedlosigkeit und unheil
hinterlassen hatte. er erreichte fuer sein land anerkannte und
gesicherte grenzen und die regelung des
meerengenregimes zu einem zeitpunkt, als europa bereits auf den
zweiten weltkrieg zutrieb. atatuerk hat diese katastrophe
scharfsichtig kommen sehen. ihm ist es massgeblich zu
verdanken, dass die tuerkei im zweiten weltkrieg eine oase
des friedens und der sicherheit blieb.
trotz des blutvergiessens von 1922 und der fuer die
betroffenen schmerzhaften umsiedlung ganzer
bevoelkerungsgruppen konnten atatuerk und venizelos anfang der
dreissiger jahre einen neubeginn wagen und ueber die schatten der
vergangenheit hinweg zusammenfinden.
fuer europa, besonders fuer uns deutsche, die wir uns sowohl
mit tuerken als auch mit griechen in bewaehrter freundschaft
verbunden wissen, ist es ein herzenswunsch, dass es beiden
laendern gelingen moege, wieder zu einem gutnachbarlichen
verhaeltnis der verstaendigung und des vertrauens zu
finden.
muss wirklich heute unmoeglich bleiben, was damals gelang?
sind es heute die probleme, die objektiv unloesbar
erscheinen? aber waren sie nicht damals mindestens ebenso
gross? kommt es daher heute nicht primaer darauf an, den
anderen zu verstehen, ihn nicht zu provozieren, seine
schwaechen nicht auszunutzen, sondern ernsthaft die gute
nachbarschaft zu suchen, so wie es die normalen einfachen
menschen in der tuerkei und in griechenland ja wollen?
atatuerk und venizelos haben ein wuerdiges beispiel fuer
grossmut gegeben.
als atatuerk die verantwortung fuer die geschicke seines
landes uebernahm, war die tuerkei ein rueckstaendiges,
feudales, autokratisch regiertes, durch niederlagen gedemuetigtes
land. als er starb, hinterliess er einen modernen,
aufgeklaerten, selbstgewissen und geachteten staat. die tuerkei
hatte den sprung in die moderne zeit in weniger als einer halben
generation vollzogen. damit hat sie ein einzigartiges
politisches, wirtschaftliches, soziales und kulturelles
entwicklungsmodell geliefert.
atatuerk strebte fuer sein land eine pluralistische demokratie
an. er wusste, dass nur demokratische strukturen seinem
werk dauerhaftigkeit verleihen konnten. sie allein koennen
jene freiheit sichern, die nach atatuerk mutter allen
fortschritts und jeder positiven entwicklung ist.
in der grossen tuerkischen nationalversammlung steht ueber
dem praesidium der von atatuerk selbst formulierte satz: die
souveraenitaet gehoert direkt und unbedingt dem volk. an
diesem grundsatz will ihr land auch in schwierigen und
unruhigen zeiten unbeirrt festhalten.
in kuerze wird das tuerkische volk zum zweiten mal seit 1983
in freier wahl unter beteiligung aller politischen parteien
ueber seinen politischen weg der naechsten jahre
entscheiden. ich bin zuversichtlich, dass es eine entscheidung fuer
eine weitere staerkung der demokratie sein wird.
der von ihnen, herr praesident, verkuendete zeitplan fuer die
rueckkehr zur vollen demokratie wurde eingehalten. der
erzielte politische und wirtschaftliche fortschritt erfuellt uns
mit respekt. das kriegsrecht ist heute aufgehoben. dieser
schritt verdient um so mehr anerkennung, als in den
suedoestlichen provinzen ihres landes terror und gewalt immer
wieder unschuldige opfer fordern. ihnen gilt unsere tiefe
anteilnahme. wir haben die hoffnung, dass sich auch dort im
sinne atatuerks das recht der gewalt ueberlegen erweisen
wird.
unsere moderne demokratie ist ein vermaechtnis der
aufklaerung, sie kann nicht auf unwissenheit der buerger gebaut
werden. schulen, universitaeten, berufliche ausbildung sind
unerlaessliche voraussetzungen fuer eine lebensfaehige, stabile
demokratie. und bedeutet kemalismus - wenn ich ihn
richtig verstehe - nicht vor allem erziehung in demokratischem
geist, damit das volk die ihm zustehenden politischen
rechte und pflichten verantwortungsbewusst und im wissen
um die erfordernisse des ganzen ausueben kann? wenn er
nicht staatspraesident waere, so sagte atatuerk einmal, waere er
gerne erziehungsminister geworden.
nicht bekehrung, sondern ueberzeugung ist das fundament
der demokratie. ein freier dialog aber kann sich nicht
entfalten, wo der staat sich mit einer bestimmten ideologie oder
weltanschauung identifiziert und abweichende
auffassungen unterdrueckt. demokratische politik zielt nicht auf das
ewige heil. sie will den notwendigen interessenausgleich
fuer ein ertraegliches humanes zusammenleben im diesseits
sichern.
das friedliche zusammenleben kann dadurch gefaehrdet
werden, dass menschen sich durch die zunehmende
komplexitaet der technisch-industriellen zivilisation in ihrer
geistigen und religioesen orientierung verunsichert und gelaehmt
fuehlen. sie sehen sich in ihrer traditionellen lebensweise, in
ihren wertvorstellungen bedroht. vielfach kommt die
enttaeuschung hinzu, dass sich die sozialen und wirtschaftlichen
bedingungen ihres lebens nicht im versprochenen masse
und tempo verbessert haben. anstelle von offenheit tritt der
rueckzug auf einen inneren kern der rechtglaeubigkeit. das
ist verstaendlich, aber gefaehrlich.
die antwort auf ungeloeste probleme kann ja nicht darin
bestehen, das rad der geschichte zurueckzudrehen. die
entwicklung in richtung auf eine moderne weltgesellschaft
ist unumkehrbar. wir koennen gar nicht anders, als uns fuer
die loesung unserer probleme auch an den massstaeben
unserer wissenschaftlich-technischen zivilisation zu
orientieren. die zukunftsaufgaben: ernaehrung, umwelt, energie
- um nur einige zu nennen - werden wir ohne universelle
zusammenarbeit nicht bewaeltigen koennen.
atatuerk hat dies vorausgesehen, als er darauf hinwies, dass
es viele laender und kulturen gebe, aber nur eine
zivilisation. um fortzuschreiten, muesse jede nation an dieser
zivilisation teilnehmen, denn sie sei die zivilisation unseres
zeitalters.
dies bedeutet aber nicht, dass die geistigen und religioesen
quellen der menschen von der technischen universalkultur
verschuettet sind. es gilt vielmehr, sie beide zu hueten und zu
pflegen, ohne sie gegeneinander auszuspielen. der
demokratie ist eine diskriminierung nach geschlecht, rasse,
glaube oder herkunft fremd.
die gleichberechtigung der frau war ein vorrangiges ziel
atatuerks. er trat fuer das aktive und passive wahlrecht der
frau ein, weil es - wie er sagte - die logik der demokratie
erfordert. er sah die schwaeche unserer gesellschaft in ihrer
gleichgueltigkeit gegenueber dem status der frauen. immer
wieder hat er die bedeutung der frau als ebenbuertige
partnerin des mannes, als zentrum der familie, als erzieherin
der kinder herausgestellt. auf dem weg zur gleichberechtigten
schulischen und beruflichen ausbildung der frauen hat
atatuerk die ersten umwaelzenden schritte unternommen.
eine solche entwicklung hat in deutschland generationen
gedauert und ist immer noch nicht abgeschlossen. uns allen
bleibt hier noch viel zu tun. in berlin hat sich jetzt eine
private deutsch-tuerkische initiative zum ziel gesetzt, die
berufsausbildung junger tuerkischer frauen in berlin zu
foerdern. es ist mir eine freude, dieser deutsch-tuerkischen
selbsthilfeeinrichtung die haelfte des mit dem atatuerk-preis
verbundenen geldbetrags zur verfuegung zu stellen. die
berliner initiative dient nicht nur der von atatuerk
angestrebten beruflichen foerderung der frau, sondern sie ist auch ein
ermutigendes und hoffnungsvolles beispiel fuer ein
deutschtuerkisches miteinander.
gerade in berlin sind deutsche und tuerken in einmaliger
weise in ihrem taeglichen leben menschlich miteinander
verflochten. auf beiden seiten gibt es viel guten willen,
dieses zusammenleben fuer alle fruchtbar zu machen. dazu
moechte ich gerne mithelfen.
mit der anderen haelfte des preises soll ein forschungsprojekt
der universitaet ankara unterstuetzt werden, das sich mit
den geistig-kulturellen und wissenschaftlichen
verbindungen der tuerkei mit dem westen nach dem zweiten weltkrieg
befasst.
mit der festigung demokratischer institutionen ist die tuerkei
wieder naeher an europa herangerueckt. im ministerkomitee
des europarates uebernahm ihr land im vergangenen herbst
wieder turnusmaessig den vorsitz. anfang des jahres hat die
tuerkei die individualbeschwerde bei der
menschenrechtskommission des europarates zugelassen. seit 1963 ist
ihr land mit der europaeischen gemeinschaft assoziiert. jetzt
gilt es, die moeglichkeiten der assoziation voll
auszuschoepfen. die einberufung eines naechsten assoziationsrates wird
hierbei ein wichtiger schritt sein. wir halten den zeitpunkt
fuer die aktivierung der finanziellen zusammenarbeit
zwischen ihrem land und der europaeischen gemeinschaft fuer
gekommen. auf unsere unterstuetzung koennen sie zaehlen,
wenn es darum geht, die vertraglichen vereinbarungen
ihres landes mit der eg und ihren mitgliedstaaten mit
leben zu erfuellen.
im april dieses jahres hat ihr land den beitritt zur eg
beantragt. dies ist ein sehr verstaendlicher schritt. darueber
werden sie jetzt in erster linie mit der eg-kommission
verhandeln. der weg wird nicht einfach sein. um ihn
erfolgreich weiterzugehen, bedarf es auf beiden seiten der
geduld, des rechten augenmasses und des
freundschaftlichen, uns am herzen liegenden, dialogs.
wer frieden in der welt schaffen will, muss auch den frieden
im eigenen land erstreben. in einem fall bedeutet dies die
bessere sicherung der individuellen menschenrechte. im
anderen fall bedarf es groesserer sozialer gerechtigkeit, des
abbaus von rassenschranken, des schutzes von
minderheiten.
auch die tuerkei atatuerks wurde wie die meisten
europaeischen nationalstaaten mit problemen ethnischer und
religioeser minderheiten konfrontiert. wir verstehen ihre sorgen
vor bestrebungen, die sich in mancherlei gestalt gegen die
integritaet der tuerkischen nation richten.
unsere eigene geschichte und erfahrung lehrt uns, dass
zum inneren frieden einer nation das durch toleranz und
gegenseitigen respekt gepraegte zusammenleben ihrer
verschiedenen volks- und glaubensgruppen gehoert, freilich
nicht weniger treue zu recht und verfassung des eigenen
staats. ihre partner in europa, denen der demokratische
aufbau der ihnen befreundeten tuerkei am herzen liegt,
verfolgen diesen prozess mit grosser aufmerksamkeit.
die von atatuerk eingeleitete oeffnung der tuerkei nach europa
entsprach der erkenntnis, dass wir uns menschenrechten
und demokratischer entwicklung gemeinsam verpflichtet
wissen. weil dies so ist und weil wir uns nahegerueckt sind,
gibt es bei uns viel engagierte anteilnahme an der
bewahrung dieser werte.
die demokratie muss sich bewaehren, wenn es um eine
rechtsstaatliche und menschenwuerdige behandlung von
gefangenen in der untersuchungshaft und im strafvollzug
geht. die kritische sympathie ihrer partner in europa fuer die
demokratische entwicklung ihres landes gruendet sich auf
die erkenntnis, dass frieden und gerechtigkeit untrennbar
sind. dabei verkennen wir nicht, dass jedes land bei der
verwirklichung der gerechtigkeit nach wegen sucht, die
dem eigenen geschichtlichen und kulturellen erbe
entsprechen.
atatuerk wusste, dass die uebernahme europaeischer kleidung
und des lateinischen alphabets nur aeusserer hinweis fuer eine
viel groessere aufgabe war: begegnung und austausch
zwischen abendlaendischer und tuerkisch-islamischer
geisteswelt. der tuerkei kommt in diesem kulturellen dialog eine
entscheidende rolle zu. hier finden ost und west
zusammen, nicht nur raeumlich, sondern auch in den empfindungen
und im denken der menschen. ihr land bildet eine bruecke
zwischen europaeischer und arabischer welt. hier kreuzen
und durchdringen sich ost-west-fragen und nord-sued-
problematik.

die einzigartige gastfreundschaft der tuerkei gegenueber
deutschen hochschullehrern, die zwischen 1933 und 1945
hier sichere zuflucht fanden, bleibt ein unvergessliches
beispiel eines fruchtbaren geistigen austauschs: nicht nur die
tuerkei hatte damals gewinn. einige der besten und
aufrichtigsten gelehrten unseres landes fanden hier eine staette
freier wissenschaftlicher betaetigung. viele foren der
begegnungen sind inzwischen geschaffen worden:
sprachprogramme, die beschaeftigung mit landeskunde, religion und
gesellschaftsstrukturen, die zusammenarbeit von
wissenschaftlern, austausch von schuelern, studenten und
forschern. beispieaft fuer viele moechte ich den deutsch-
tuerkischen sportjugend-austausch nennen. es freut mich, dass
deutsche und tuerkische vertreter dieser foerderungswuerdigen
initiative heute unter uns weilen. sie ermoeglicht deutschen
und tuerkischen jugendlichen waehrend der ferien den
aufenthalt in familien des gastlandes. ein verzicht
auf die ausreisesteuer wuerde tuerkischen jugendlichen
die teilnahme an diesen austauschprogrammen sehr
erleichtern.
vieles bleibt zu tun. raeumen wir beispielsweise in unseren
bildungseinrichtungen der tuerkischen sprache, der
tuerkischen geschichte und der tuerkischen kultur den
gebuehrenden raum ein? verkennen wir nicht die spezifische stellung
der modernen tuerkei, wenn wir den tuerkischen studien
immer noch einen platz innerhalb der orientalistik
zuweisen?
frieden bedeutet nicht, gegensaetze aufzuheben, sondern
sie geduldig und vor allem gewaltlos auszutragen. frieden
heisst, der blinden kraft der waffen die kraft der vernunft
und der herzen entgegenzusetzen, konflikte nicht durch
destruktive gewalt, sondern durch konstruktive kooperation
zu ueberwinden. das ist die grosse politische aufgabe, vor der
wir in aller welt stehen.
ob wir auf afghanistan oder kambodscha, auf den
persischen golf, auf israel und seine nachbarn oder nach
mittelamerika blicken: kriegerische gewalt wird diese konflikte
niemals loesen koennen. besonders bedrueckt uns das
sinnlose blutvergiessen im golfkonflikt. ihrem land gebuehrt
besonderer dank, dass es seine nachbarlichen beziehungen
zu beiden kriegsparteien und seine mitgliedschaft in der
islamischen konferenz in den dienst der bemuehungen
stellt, diesen konflikt moeglichst bald zu beenden.
unsere beiden laender verfolgen zusammen mit ihren
partnern im nordatlantischen buendnis eine politik, die unsere
sicherheit gewaehrleistet und in der verteidigung und
entspannung untrennbar zusammengehoeren. wir hoffen, dass
die verhandlungen der grossmaechte bald zu konkreten
abruestungsergebnissen fuehren und dass es auf der
kszefolgekonferenz in wien neue impulse fuer eine verstaerkte
politik der vertrauensbildung und zusammenarbeit
zwischen ost und west gibt.
lassen sie mich mit einem wort atatuerks schliessen: "heute
sind alle nationen der erde", so sagte er, "fast verwandte
geworden oder bemuehen sich, es zu werden. infolgedessen
muss der mensch nicht nur an die existenz und das glueck
derjenigen nation denken, der er angehoert, sondern auch an
das vorhandensein und das wohlbefinden aller nationen
der welt."
herr praesident, die hohe auszeichnung, die dem andenken
atatuerks gewidmet ist, ist eine ermutigung fuer uns alle, den
weg des inneren und aeusseren friedens weiterzugehen. in
diesem bestreben werden wir auch in zukunft ihrem land
ein verlaesslicher weggefaehrte sein.