Rede des Chefs des Bundeskanzleramts und Bundesministers für besondere Aufgaben, Thorsten Frei,

  • Bundesregierung | Startseite
  • Bulletin

  • Bundeskanzler

  • Schwerpunkte 

  • Bundesregierung

  • Aktuelles

  • Mediathek 

  • Service   

Sehr geehrte Frau Präsidentin! 
Liebe Kolleginnen und Kollegen! 

Ich will mich den Worten des Bundesfinanzministers gerne anschließen und darauf hinweisen, dass unser Land mit vielfältigsten Herausforderungen konfrontiert ist. Das beginnt damit, dass die außen- und sicherheitspolitische Lage mehr als herausfordernd ist. Und anknüpfend an das, was der Bundesfinanzminister gesagt hat, will ich darauf hinweisen, dass die vielfältige Unterstützung Deutschlands im Rahmen unserer Bündnisse für die Ukraine zum einen natürlich dem Schutz des völkerrechtswidrig überfallenen Landes gilt, zum anderen aber auch dem Schutz der Friedens- und Freiheitsordnung in Europa insgesamt und damit unseren originären Sicherheitsinteressen.

Im Bereich der Sicherheit sind wir seit vielen Monaten mit vielfältigen Angriffen, hybriden Angriffen, auf Deutschland konfrontiert. Das betrifft Sabotage, Spionage, Cyberangriffe, aber auch Desinformation. Deshalb haben wir eine ganze Reihe von Maßnahmen auf den Weg gebracht, um unser Land zu schützen. Ich will exemplarisch das Kritis-Dachgesetz nennen; es gibt noch andere Maßnahmen. Wir werden demnächst einen Gesetzentwurf zur IP-Adressenspeicherung vorlegen, um die Sicherheit in unserem Land kontinuierlich und in allen Bereichen weiter zu erhöhen.

Wir verzeichnen große Erfolge, beispielsweise bei der Bekämpfung der irregulären Migration. Wenn man sich die aktuellen Zahlen anschaut, die das Bundesinnenministerium gestern vorgestellt hat, dann sieht man: Die Asylzahlen liegen im Oktober 2025 rund 50 Prozent unter denen des Vorjahresmonats und sogar rund 75 Prozent unter denen des Monats November des Jahres 2023. Das sind große Erfolge, die wir erzielt haben, und das wird insbesondere auch auf europäischer Ebene mit entsprechenden Maßnahmen weitergehen.

Neben all den vielen und großen Herausforderungen geht es vor allen Dingen darum, die Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes zu stärken. Da geht es um den Rückbau von Bürokratie; damit haben wir im Kabinett begonnen. Wir werden uns am morgigen Tag bei der Ministerpräsidentenkonferenz mit einer föderalen Modernisierungsagenda beschäftigen und viele andere wichtige Maßnahmen auf den Weg bringen, die die Wirtschaft entlasten, aber die vor allen Dingen auch staatliches Handeln kostengünstiger zur Verfügung stellen.

Es geht um die Senkung von Strom- und Energiepreisen. Da haben wir vieles gemacht: mit der Reduzierung der Netzentgelte, mit der Abschaffung der Gasspeicherumlage und auch mit der Reduzierung der Stromsteuer für das produzierende Gewerbe, für die Land- und Forstwirtschaft; das sind immerhin etwa 600.000 Unternehmen in Deutschland. Wir werden weitermachen mit den Beschlüssen über einen Industriestrompreis und darüber hinaus auch mit einer Kraftwerkstrategie, die Strom und Energie in Deutschland nicht nur klimafreundlich zur Verfügung stellen soll, sondern eben auch zu wettbewerbsfähigen Preisen und die vor allen Dingen die Versorgungssicherheit gewährleisten soll.

Insofern kann man sagen: Unser Land steht vor gewaltigen Herausforderungen. Die Bundesregierung hat das erkannt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet und beschlossen. Und auf diesem Weg werden wir weitergehen.

Herzlichen Dank.