- Bulletin 136-92
- 11. Dezember 1992
der bundesminister fuer wirtschaftliche zusammenarbeit,
carl-dieter spranger, hielt anlaesslich des symposiums
zum 30jaehrigen bestehen der deutschen welthungerhilfe
zum thema "kampf gegen hunger und armut - gemeinsames
ziel von staatlicher entwicklungszusammenarbeit
und privaten traegern" am 10. dezember 1992 in bonn
folgende rede:
ich bin gerne ihrer einladung gefolgt, auf dem heutigen
symposium zu ihnen zu sprechen. zum 30jaehrigen bestehen
der deutschen welthungerhilfe moechte ich ihnen allen,
dem vorstand, den mitarbeitern und mitgliedern ganz
herzlich gratulieren. fuer ihren unermuedlichen einsatz
gebuehrt ihnen dank und anerkennung.
die deutsche welthungerhilfe hat sich in den 30
jahren ihres bestehens ein eigenes profil geschaffen: ihre
mitarbeiterinnen und mitarbeiter und die aktionsgruppen
in der bundesrepublik deutschland treten ohne wenn
und aber fuer die armen dieser welt ein. die deutsche
welthungerhilfe ist nicht nur dort praesent, wo es um
katastrophen- und nothilfe geht. die deutsche welthungerhilfe
hat auch erfolgreich eine vielzahl von massnahmen durchgefuehrt,
die langfristig auf die eigenstaendige ernaehrungssicherung der
armen abzielen.
nichtstaatliche organisationen spielen seit jeher
in der deutschen entwicklungspolitik eine bedeutende rolle.
unsere zusammenarbeit mit den privaten traegern hat sich
ueber viele jahre bewaehrt. eingespielte verfahren
und vertrauensvolle zusammenarbeit bei allem wissen um die
verschiedenartigkeit von staatlicher und nichtstaatlicher
hilfe sind das gemeinsame fundament.
mehr denn je sind wir heute gefordert, nach neuen
loesungen zu suchen, um hunger und armut in der welt
zu ueberwinden. hunger und armut, umweltzerstoerung,
ungebremstes bevoelkerungswachstum, die ansteigenden
fluechtlingszahlen und der internationale drogenhandel
haben eine dimension erreicht, die weltweite abgestimmte
strategien verlangt.
hiervon auch die menschen in unserem lande zu ueberzeugen,
ist nicht einfach. zu oft vergessen wir ueber die
draengenden probleme in deutschland hinaus, dass es
uns in einer welt nur dann gut gehen kann, wenn
es auch den anderen gut geht. entwicklungspolitische
oeffentlichkeitsarbeit wird so eine dringende gemeinsame
aufgabe von staat und privater entwicklungshilfe.
hunger, armut und elend in der welt zu beseitigen, ist
nach wie vor erklaertes ziel der deutschen entwicklungspolitik.
angesichts von 1,1 milliarden menschen, die weltweit
in absoluter armut leben, muessen wir alle vorhaben
und taetigkeitsfelder unserer arbeit in den kampf
gegen die armut einbinden. dies habe ich nochmals
betont, als ich kuerzlich unseren erweiterten ansatz
zur armutsbekaempfung vorgestellt habe.
aber armutsbekaempfung heisst heute mehr: wir muessen
frieden, freiheit und selbstbestimmung der voelker
foerdern. denn es gilt, eine neue dimension von armutsursachen
in unsere strategie miteinzubeziehen: ethnische, politische,
nationalistische konflikte beherrschen den alltag
direkt vor unserer tuer. der grausame voelkermord
serbischer kommunisten, massenvergewaltigungen,
unzaehlige folter- und mordtaten
durch die blindwuetige, entfesselte soldateska, deren
ausmass und einzelheiten schlimmste horrorvisionen
uebertreffen, sind beispiellose verbrechen an der
menschlichkeit, und das mitten in europa.
die voelkergemeinschaft wacht langsam auf. dass in
somalia die vereinten nationen den verbrecherbanden
und marodierenden banditen nunmehr entgegentreten,
ist ein erster schritt. wenn das chaos ueberwunden
ist und gesicherte verhaeltnisse eingekehrt sind,
wird auch unsere entwicklungshilfe dazu beitragen
koennen, den hunger zu besiegen.
armutsbekaempfung ist die wichtigste voraussetzung,
um hunger zu bekaempfen. dass bei hungerkatastrophen
der ruf nach nahrungsmittelhilfe sofort zu hoeren
ist, ist verstaendlich. nahrungsmittelhilfe ist noetig.
sie ist aber keine massnahme langfristiger entwicklungspolitik.
wir koennen -und duerfen - langfristig die entwicklungslaender
nicht von unseren nahrungsmittellieferungen abhaengig machen!
vielmehr gilt es, noch entschlossener die ursachen von
hunger zu ueberwinden. dies tun wir, indem wir bei
der nahrungsmittelerzeugung ansetzen: ernaehrungssicherung
heisst auch laendliche entwicklung foerdern, landwirtschaftliche
beratung verbessern, lagerkapazitaeten zur reservebildung
schaffen und diese lagerhaltung selbst auch optimieren.
in dieser zielsetzung sind wir uns uebrigens weitgehend
mit den vorstellungen der deutschen welthungerhilfe
einig.
und noch zwei bereiche moechte ich hervorheben, denen
wir uns widmen, um die ursachen von hunger und armut
zu beseitigen: den umwelt- und ressourcenschutz und die
bevoelkerungspolitik. der zusammenhang zwischen umweltzerstoerung
und bevoelkerungsdruck ist ihnen allen bekannt. ich
brauche ihn hier nicht zu wiederholen. wichtig ist,
dass auch in diesen schwerpunkten unserer arbeit
- die grosse herausforderungen fuer die zukunft darstellen
- staatliche und private stellen eng zusammenarbeiten
muessen.
die besondere bedeutung der staatlichen entwicklungszusammenarbeit
liegt eindeutig in ihrer politischen dimension.
nur wenn entwicklungsfeindliche interne rahmenbedingungen
wie eine unzulaengliche wirtschaftspolitik, undemokratische
verhaeltnisse und menschenrechtsverletzungen ueberwunden
werden, kann armut nachhaltig ueberwunden werden.
um dies zu erreichen, muessen wir von regierung zu
regierung verhandeln.
deshalb unterstuetzen wir politische reformen in
den entwicklungslaendern. wenn der graben zwischen
arm und reich in den vergangenen jahren groesser geworden
ist, so liegt dies hauptsaechlich an politischen
versaeumnissen vor ort. das wohlstandsgefaelle zwischen
arm und reich in den entwicklungslaendern selbst
hat sich vergroessert. unser bemuehen geht dahin, auf
eine gesamtpolitik in den partnerlaendern hinzuwirken,
bei der die bekaempfung der armut im mittelpunkt
steht. verteilungsgerechtigkeit anzusprechen, ist
keine verletzung nationaler souveraenitaet.
auch hierin zeigt sich die komplementaritaet staatlicher
und nichtstaatlicher hilfe. unser dialog mit den
partnerregierungen fuehrt gerade in laendern mit schwierigen
rahmenbedingungen dazu, dass den privaten traegern
schutz gewaehrt und freiraum fuer ihre taetigkeit garantiert
wird.
wer von den rahmenbedingungen in den entwicklungslaendern
spricht, darf nicht schweigen, wenn es um fragen
der weltwirtschaft geht. wichtigster punkt dabei:
unsere bemuehungen um eine weitere liberalisierung der
internationalen handelspolitik, um den entwicklungslaendern
gleiche marktchancen zu eroeffnen. wie schwierig
diese fragen sind, und welche emotionen auch bei
uns damit beruehrt werden, zeigt
uns die gegenwaertige diskussion um den gatt-kompromiss
zwischen der eg und den vereinigten staaten.
die liberalisierung des handels ist das eine, die
frage der verschuldung das andere grosse problem
der entwicklungslaender in der weltwirtschaft. es
geht auf dauer nicht gut, wenn hochverschuldete
laender und 13 ihrer exporterloese fuer den schuldendienst
aufwenden. dringend notwendige investitionen im
sozialen und wirtschaftlichen bereich koennen nicht
finanziert werden, soziale unruhen sind vorprogrammiert.
sie wissen, dass die bundesrepublik deutschland bereits
einiges unternommen hat, um die situation zu entspannen:durch
umschuldung und schuldenerlasse in der groessenordnung
von circa 10 milliarden dm haben wir den schuldendienst
der armen laender substantiell erleichtert.
in uebereinstimmung mit dem bundestagsbeschluss zur
armutsbekaempfung durch hilfe zur selbsthilfe vom mai 1990
sucht das bundesministerium fuer wirtschaftliche
zusammenarbeit noch staerker die unmittelbare zusammenarbeit
mit selbsthilfebewegungen in den entwicklungslaendern.
dafuer brauchen wir den engen kontakt und den erfahrungsaustausch
mit den deutschen nichtstaatlichen organisationen.
darauf konnten wir zurueckgreifen, als wir das konzept zur
armutsbekaempfung gemeinsam mit den nichtregierungsorganisationen
erstellt haben. die erfahrungen der privaten traeger
sind als leitprinzipien eingeflossen. sie heissen:
"partizipation" und "selbsthilfe".
dabei beziehen wir die bevoelkerung in planung und
durchfuehrung der massnahmen ein und unterstuetzen eigene
initiativen armer bevoelkerungsgruppen insbesondere
im informellen sektor. frauen werden besonders gefoerdert,
denn sie stellen nicht nur einen anteil von 60 prozent
der armen, sondern sie haben auch erschwerten zugang
zu spar- oder kreditsystemen. dieses konzept ist
ein gelungenes beispiel dafuer, wie sich staatliche
und nichtstaatliche entwicklungszusammenarbeit ergaenzen.
die nicht-regierungsorganisationen haben spezifische
staerken. sie sind naeher an den menschen. ihre verankerung
in den doerfern und gemeinden der dritten welt, die
zusammenarbeit mit nichtstaatlichen traegern, fuehrt
zwangslaeufig dazu, dass sie eine genaue vorstellung
von den problemen und moeglichen loesungen gewinnen
koennen. nicht-regierungsorganisationen sind - wenn
sie mir die eindeutschung gestatten - graswurzelbewegungen.
sie setzen sich fuer viele kleine vorhaben mit selbsthilfegruppen
ein, wo staatliche hilfe eher stoeren wuerde.
staatliche entwicklungshilfe muss neidlos anerkennen:
die privaten organisationen haben einfach besseren
zugang zu initiativen aus den armen bevoelkerungsschichten.
sie geniessen vertrauen in bereichen, wo staatliche
einflussnahme eher auf misstrauen stoesst. wo solche
vorteile erkennbar sind, sollte sich der staat zurueckhalten.
dies ist ein gebot des subsidiaritaetsprinzips.
die rechtsberatung fuer frauen ist beispielsweise
ein bereich, in dem die arbeit der nicht-regierungsorganisationen
kaum zu ersetzen ist. auch hilfe fuer minderheiten
sind mit staatlicher entwicklungszusammenarbeit
oft schwer durchzusetzen. private traeger hingegen
arbeiten zum beispiel mit ethnischen randgruppen
direkt zusammen.
in diesem bereich hat die staatliche entwicklungspolitik
uebrigens eine flankierende aufgabe. sie muss durch
verhandlungen mit den partnern auf ein umfeld hinwirken,
in dem die nicht-regierungsorganisationen ihre arbeit
sinnvoll gestalten koennen.
private traeger machen entwicklungshilfe mit den
menschen. das staerkt den willen zur selbsthilfe.
so verstehen die privaten
traeger - und dies gilt ganz besonders fuer die
deutsche welthungerhilfe - ihre unterstuetzung nicht
als dienstleistungsangebot, sondern als einen beitrag
zur armutsbekaempfung. ein beitrag, der eigenverantwortung,
produktivitaet und durchsetzungsfaehigkeit der menschen
in den entwicklungslaendern staerkt.
darueber hinaus nehmen organisationen wie die deutsche
welthungerhilfe eine wichtige funktion in laendern
ein, in denen die staatliche zusammenarbeit wegen
menschenrechtsverletzungen oder unguenstiger rahmenbedingungen
eingestellt worden ist. ihre praesenz bildet das
fundament, auf dem staatliche entwicklungszusammenarbeit
spaeter wieder aufgebaut werden kann. auch dies meine
ich, wenn ich von ergaenzung beider formen
der entwicklungszusammenarbeit
spreche. dass beide partner ihre taetigkeitsfelder
sinnvoll abgrenzen muessen, ist eine selbstverstaendlichkeit.
einfuehlungsvermoegen und kooperationsbereitschaft
sind freilich gefragt.
ein wesentliches verdienst der privaten traeger besteht
darin, dass sie ihre konkreten projekterfahrungen
in grosser anzahl und in mannigfacher weise weiten teilen der
deutschen oeffentlichkeit vermitteln.
oeffentlichkeitswirksame aktionen
- wie die "woche der welthungerhilfe" - haben stets der
gesamten entwicklungszusammenarbeit genutzt. durch
solche aktionen wird der abstrakte begriff "entwicklungspolitik"
fuer den einzelnen buerger greifbar und erlebbar.
die privaten traeger muessen immer wieder diejenigen
gruppen, die durch spenden ihre arbeit finanzieren, von sinn
und notwendigkeit ihrer jeweiligen aktivitaeten ueberzeugen.
diese kontinuierliche aufgabe, rechenschaft abzulegen,
heisst gleichzeitig, entwicklungspolitisch zu ueberzeugen.
an der hoehe des spendenaufkommens der letzten jahre
laesst sich ablesen, wie erfolgreich die privaten
traeger gewirkt haben.
der arbeit der privaten traeger ist es mit zu verdanken,
dass die probleme der entwicklungslaender in der bundesrepublik
deutschland nicht nur als staatliche angelegenheit
verstanden werden. viele unserer buerger erkennen
darin eine persoenliche herausforderung. das beweisen
sie auch durch ehrenamtliche mitarbeit bei zahlreichen
nichtstaatlichen organisationen. sie verdeutlichen,
dass das komplexe feld der entwicklungszusammenarbeit
nicht allein auf der offiziellen politischen ebene
bearbeitet wird.
im rueckblick auf die letzten 30 jahre koennen wir
mit ueberzeugung sagen: die gute kooperation staatlicher
und nichtstaatlicher organisationen hat entscheidend
dazu beigetragen, dass die entwicklungspolitik im
bewusstsein der deutschen oeffentlichkeit breit verankert
ist. auch dadurch konnte sich die entwicklungspolitik
als eigenstaendiger bereich in der politik durchsetzen.
unsere privaten hilfsorganisationen zeichnen sich
dadurch aus, dass sie schnell und unbuerokratisch
hilfe leisten koennen.
ich verkenne nicht, dass dies oft mit einem hohen
risiko verbunden ist. die deutsche welthungerhilfe
entsendet ihre helfer in laender wie somalia, aethiopien,
mosambik und angola, wo ein einsatz nur unter lebensgefaehrlichen
bedingungen moeglich ist. hunderttausende von menschen
wurden durch ihre arbeit vor dem hungertod bewahrt.
diese leistung der deutschen welthungerhilfe verdient
unser aller respekt und dank! die bundesregierung
hat diese arbeit in den letzten fuenf jahren mit
zuschuessen in hoehe von 108 millionen dm unterstuetzt.
aber es ist auch ein gebot der ehrlichkeit festzuhalten,
dass nicht-regierungsorganisationen nur ueber einen
begrenzten wirkungsradius verfuegen. gerade angesichts
der globalen probleme wie umweltzerstoerung, internationalem
drogenhandel, wanderungsbewegungen, gibt es aufgaben,
in denen die kooperation von regierung zu regierung nicht
zu ersetzen ist. aber: wenn auch unsere wege nicht
immer die gleichen sind, haben wir doch das gleiche
ziel.
wir koennen den kampf gegen hunger und armut nur
gemeinsam gewinnen: industrielaender und entwicklungslaender,
bundesregierung und nicht-regierungsorganisationen. wir
koennen noch mehr tun, damit sich unsere arbeit noch besser
ergaenzt. selbstverstaendlich gibt es meinungsverschiedenheiten
zwischen regierung und nicht-regierungsorganisationen.
sie beruhen in erster linie darauf, dass'die privaten
traeger sich ausschliesslich ihrer arbeit widmen koennen,
waehrend staatliche entwicklungszusammenarbeit in
den unterschiedlichsten bereichen agieren und nach
vielen seiten ruecksicht nehmen muss. ueber bestehende
differenzen muessen wir sprechen - vertrauensvoll
und offen.
die herausforderungen an die entwicklungspolitik
in den neunziger jahren sind gestiegen. das ausmass
der probleme hat sich ebenso vergroessert wie die
zahl der laender, die unsere hilfe brauchen. bei
alledem werden die haushaltsmittel knapp bleiben.
deshalb muessen wir die vorhandenen finanziellen
mittel noch wirksamer einsetzen. wir haben uns bemueht,
dieser situation durch einen neuen konzeptionellen
und methodischen ansatz zu begegnen. ein wesentlicher
bestandteil sind die laenderkonzepte:
fuer jedes land, fuer das die entwicklungszusammenarbeit
hinsichtlich ihres volumens von groesserer bedeutung
ist, erarbeiten wir einen konkreten rahmen fuer unsere
hilfe. wir analysieren die politischen und wirtschaftlichen
rahmenbedingungen sowie die entwicklungsengpaesse
und entwicklungsnotwendigkeiten. wir bewerten die
sozio-kulturellen bedingungen, die in der zusammenarbeit
zu beruecksichtigen sind.
als zentrales managementinstrument der entwicklungszusammenarbeit
mit einem land sollen die so entstandenen laenderkonzepte
fuer alle akteure richtungweisend sein. bei der ausarbeitung
der neuen laenderkonzepte legen wir auf den beitrag
der nicht-regierungsorganisationen grossen wert.
denn wir wollen das wissen der einzelnen privaten
traeger in ihren schwerpunktbereichen und ihre jahrelangen
erfahrungen nutzen und in unser konzept der entwicklungszusammenarbeit
integrieren. diese konzeption wollen wir kuenftig
mit aller kraft umsetzen. wir wollen dies zum gemeinsamen
anliegen von staatlicher entwicklungszusammenarbeit
und privaten traegern machen!
ich moechte sie ermutigen, ihre begonnene arbeit
fortzusetzen und unsere staatliche entwicklungszusammenarbeit
mit ihrem basisorientierten und flexiblen ansatz
weiterhin zu ergaenzen. so koennen wir gemeinsam den
gestiegenen anforderungen und den neuen herausforderungen
in der entwicklungszusammenarbeit
gerecht werden. das bundesministerium
fuer wirtschaftliche zusammenarbeit wird stets mit
ihnen zusammen loesungen bei gemeinsamen problemen
suchen.
wichtig bleibt dabei ein partnerschaftliches vorgehen
auch gegenueber den entwicklungslaendern. wir muessen
ihre eigenstaendigkeit respektieren. bei allen unseren
bemuehungen, die situation der benachteiligten bevoelkerungsgruppen
zu verbessern, duerfen wir nie vergessen: entwicklung
braucht zeit. wir koennen auch durch verstaerkte hilfsangebote
nichts erzwingen.
unsere moeglichkeiten sind begrenzt, denn die hauptanstrengung
in richtung auf wirtschaftlichen, politischen und
menschlichen fortschritt muss von den entwicklungslaendern
selbst kommen. hilfe von aussen - das gilt fuer den
staat ebenso wie fuer nicht-regierungsorganisationen
- kann immer nur die eigenleistungen unserer partner
ergaenzen. allen, die dabei mithelfen, steuerzahlern
und spendern, ehrenamtlichen und hauptamtlichen
mitarbeitern der nicht-regierungsorganisationen,
gilt mein dank.