Die Gewinnerin des diesjährigen Europäischen Jugendkarlspreises 2017 steht fest: Gabriela Jelonek aus Polen erhielt für das polnische Radioprogramm "Erasmus evening" zum Studienaustauschprogramm Erasmus den ersten Platz.
1 Min. Lesedauer
In der Vielfalt Europa sehe sie eine enorme Chance, so die Karlspreissiegerin Gabriela Jelonek. Es ist ihr ein großes Anliegen, junge Menschen zu einem Kulturaustausch zu bewegen: "Wir müssen rausgehen, andere Länder kennenlernen und vergleichen. Und dann aus den verschiedenen Eindrücken etwas Neues schaffen."
"Erasmus evening" ist eine Online-Radiosendung für Studierende, die einen Erasmusaufenthalt im Ausland erwägen. Themen im Programm der Sendung sind die Auswahl von Studienfächern, die Wohnungssuche in einem anderen Land oder Unterschiede zwischen den Universitäten. Diskutiert wird aber auch über das Bildungssystem oder das tägliche Studierendenleben.
Alle 28 Siegerprojekte aus den Mitgliedsstaaten waren am 23. Mai zur feierlichen Preisverleihung ins Aachener Rathaus eingeladen worden.
Bereits zum zehnten Mal vergaben das Europäische Parlament und die Karlspreisstiftung den Jungen Europäischen Karlspreis für die Jugend. In Aachen, der Heimatstadt der Auszeichnung, überreichten Parlamentsvizepräsidentin Sylvie Guillaume und der Vorsitzender der Stiftung Internationaler Karlspreis, Michael Jansen, dem polnischen Siegerprojekt den Preis von 7.500 Euro sowie eine Reise ins Europäische Parlament nach Brüssel.
Den zweiten Preis gewann "Re-discover Europe", eine dänische Initiative von Aktionstagen gegen Euroskeptizismus in der Stadt Aalborg. "Are we Europe" aus den Niederlanden, eine Online–Multimediaplattform, erhielt den dritten Preis.
Der europäische Jugendkarlspreis soll bei jungen Menschen zwischen 16 und 30 Jahren ein gemeinsames europäisches Bewusstsein fördern. Er soll zur Teilnahme an Projekten anregen, die zur europäischen Verständigung beitragen. Aus mehr als 250 Bewerbungen wurde in jedem der 28 EU-Mitgliedstaaten ein Gewinner ermittelt, der dann beim Jugendkarlspreis antrat – für sein eigenes Land und für Europa.