Unternehmensinitiative unterstützt Integration

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Charta der Vielfalt Unternehmensinitiative unterstützt Integration

Als Erstunterzeichner starten DaimlerChrysler, Deutsche Bank, Deutsche BP und Deutsche Telekom eine Initiative zur Förderung von Vielfalt in Unternehmen. Die Bundesregierung befürwortet und unterstützt die Initiative.

2 Min. Lesedauer

"Mit der Charta der Vielfalt setzt die Wirtschaft ein Zeichen". Das sagte die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer, bei der Unterzeichnung im Kanzleramt. 

Die Vielfalt der modernen Gesellschaft präge auch das Wirtschaftsleben in Deutschland, erläuterte Böhmer. Es sei dabei wichtig, Migrantinnen und Migranten bei der betrieblichen Einstellungs- und Personalpolitik angemessen mit einzubeziehen. Neben dem Schlüsselthema Integration sei ihr die Situation der Frauen in der Wirtschaft ein besonderes Anliegen, so Böhmer.   

Auch der Bundesarbeitsminister Franz Müntefering begrüßte die Initiative. "Wir müssen dafür sorgen, dass die Menschen gleiche Chancen haben", betonte der Minister. Dies fange bei der Bildung sowie Ausbildung an und setze sich in der Arbeitswelt fort. Vielfalt bringe viele positive Aspekte mit sich, wenn man damit umgehen könne, so Müntefering.  

Uwe Franke, Vorstandsvorsitzender der Deutschen BP und Initiator der Charta erklärte: "Die komplexen Herausforderungen Globalisierung und demografischer Wandel erfordern auch komplexe Fähigkeiten". Unternehmen können dabei nur dann erfolgreich sein, so Franke, wenn sie die vorhandene Vielfalt erkennen und nutzen.

Vielfalt in der Unternehmenskultur weiter verbreiten

Die Unternehmen verpflichten sich im Rahmen der Charta, Vielfalt anzuerkennen und wertzuschätzen. Sie schaffen ein Arbeitsumfeld, das frei von Vorurteilen ist.

Die Charta spiegelt die Vielfalt innerhalb der Belegschaft sowie die vielfältigen Bedürfnisse von Kundinnen und Kunden und Geschäftspartner wider. Ihr liegt dabei ein umfassendes Verständnis von Vielfalt zugrunde: Es beinhaltet neben den Merkmalen Geschlecht, Rasse, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung auch Behinderung, Alter und sexuelle Orientierung. 

Im  Rahmen der Charta ist ein gegenseitiger Lernprozess zwischen Unternehmen, Politik und gesellschaftlichen Multiplikatoren vorgesehen. Weitere Unternehmen sollen als Unterzeichner gewonnen werden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist Schirmherrin der Initiative

"Die Initiative ist ein wichtiger Beitrag zu einer Kultur der Vielfalt und des Zusammenhalts unserer Gesellschaft auf der Basis wechselseitiger Akzeptanz und gegenseitigen Vertrauens", so Merkel. Die Kanzlerin wünscht der Initiative im "Europäischen Jahr der Chancengleichheit für alle" viele weitere Unterzeichner.